1955 Ferrari 250

Ferrari 250 GT Europa -Prototyp- -one off!-

Summary

  • Year of manufacture 
    1955
  • Mileage 
    9 983 km / 6 204 mi
  • Car type 
    Coupé
  • Drive 
    LHD
  • Condition 
    Restored
  • Exterior brand colour 
    antrhrazitgrey
  • Interior colour 
    Beige
  • Interior brand colour 
    red/beige
  • Number of doors 
    2
  • Number of seats 
    2
  • Location
  • Exterior colour 
    Gray
  • Gearbox 
    Manual
  • Performance 
    260 PS / 192 kW / 257 BHP
  • Drivetrain 
    2wd
  • Fuel type 
    Petrol

Description

1955 Ferrari 250 GT Europa – der erste Prototyp von zweien
2953 ccm V 12 Zylinder Colombo 240/250 km/h
Fahrgestellnummer: 0433/GT
Motornummer: GP 06 112 (von Ferrari Classiche, und zertifiziert)
Karosserie: Carozzeria Boano (erster von Boano gebauter 250 Europa GT nach Pininfarina Design)
Gewicht: 1165 kg, strassenfertig
FIVA: Kategorie 3a
Holländische Papiere
Modellgeschichte:
Dieser 3Liter- Ferrari auf 260 cm- Radstand-Chassis ist einer der allerletzten 250 Europa GT`s, die gebaut wurden und der erste mit Boano- Karosserie, gefolgt von einem zweiten Boano-Prototyp der VIN: 0443, dem Estager- Wagen.
0433 GT hatte zwei Pininfarina- gebaute Vorgänger mit fast identischen Designmerkmalen. Beide waren mit Stahlkarosserien versehen. Die Produktion von 0433/GT wurde an Boano vergeben, nachdem Pininfarina an Kapazitätsproblemen litt, und so entstand der allererste Boano- Prototyp auf Tipo 508- Chassis. Später, 1956, ab Fahrgestellnummer 0511, hat Boano die komplette Produktion der 2- sitzigen Coupès übernommen.. Die reguläre 250 GT Boano- Produktion startete spät in 1956.
Karosserie:
Die Karosserie ist handgedängelt aus Stahlhäuten mit Alu- Hauben und -Türen, auf der Haube sitzt eine Lufthutze, und es gab 2 seitliche Luftauslässe entgegen der Serie. Strassenfertig ist der Wagen 1165 kg leicht. Diverse weitere Designmerkmale an den Kotflügeln sind einmalig bei diesem Fahrzeug. Die Gürtellinie ist niedrig, die Fahrzeug- Abmessungen sind anders als bei irgendeinem anderen Ferrari der Ära, der Grill sitzt etwas höher, und die Frontscheibe ist um 5 Grad abgewinkelter, als beim Standard- Europa GT und in den späten Produktions- Boanos.`56/`57. Der gesamte Motorraum und Teile der Bodenbeplankung sind aus Aluminium.
Typisches Designelement für den Boano war der Wegfall des Winkers/Blinkers an der B- Säule, was die Pininfarina-Fahrzeuge ausgezeichnet hat.
Ausserdem gab es keine vorderen Stosstangenaufnahmen, und „250 Grantourismo“ Metallschriftzüge unterhalb der Kotflügel waren montiert.
Interieur:
Die Innenausstattung unterscheidet sich stark von anderen 250ern der Mitt-Fünfziger, an den Türinnenseiten und im Fond mit Rhombusmusterdesign, alles dem Original nachempfunden, das übrigens noch immer vorhanden ist, und in Zwei- Farbgebung.
Die Instrumententafel entspricht in etwa den frühen Europa GTs, nicht aber die Instrumente.
Das typische Holzlenkrad ist von Nardi.
Chassis:
Chassis -Typ ist 508, also original Europa GT.
Das Reserverad ist über dem voluminösen Tank angebracht.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das direkter wirkende ZF-Lenkgetriebe, wie es in den Berlinettas verbaut wurde, das wir Bizzarini zu verdanken haben.
Motor:
Die Maschine ist Tipo 112, aslo der klassische Europa GT- Motor.
Der Zylinderblock ging in den `70ern verloren, und wurde von Ferrari Classiche in 2006 reproduziert und zertifiziert, mit den grossen Ventilen des 250 Tour de France, und 250 TR- Nockenwelle, sämtliche Anbauteile wurden von absoluten Spezialisten geliefert und eingebaut.
Die Vergaser sind spezielle Weber 36 DCL
Historie:
0433 GT wurde von Ferrari konstruiert und fabriziert Ende 1955, und im Februar 1956 durch den bekannten Ferrari-Händler Grand Garage Waeny in Bern verkauft, und befand sich kurz darauf auf Schweizer Strassen.
Die damaligen Zulassungsdokumente verraten leider den Erstbesitzer nicht namentlich.
1978 wurde der Wagen aus der Schweiz an einen Mr. Gary Schmidt verkauft, einen in Deutschland lebenden Amerikaner, der in Ferrari- Kreisen bekannt war, und viele historische Rennen bestritt.
1995 verkaufte Schmidt, jetzt in den USA lebend, 0433 GT an den heutigen Besitzer, der ihn seit 26 Jahren besitzt. Seitdem stand der Wagen nie zum Verkauf.
Restauration:

Ab 1995 wurde der Wagen von den besten Experten im Mutterland Italien, sowie in den Niederlanden restauriert.
Die Europa GT- Speichenfelgen wurden von Borrani in Mailand neu aufgelegt.
Vor kurzem (2017)bestritt der Wagen erfolgreich die Mille Migli, und wurde einige Male in Frühling und Sommer in privaten Rallye – Veranstaltungen eingesetzt.
Seit Fertigstellung hat dieser Europa GT Prototyp ca. 10.000 km gelaufen, die Fahrleitungen sind beeindruckend, und die Lenkung spricht ausserordentlich direkt an.
Der Boano
Enzos Ferraris Leidenschaft waren Rennfahrzeuge, Anfang der `50er Jahre begann er zur Finanzierung seines Rennstalls exclusive Strassenfahrzeuge zu bauen, in der Regel `Kleinstserien` und Einzelstücke für ausgewählte Kunden.
Dies änderte sich 1954 mit dem Pininfarina 250 GT Europa GT, welcher Ferraris wirklich erstes Serienauto war.
Als die geplante zweite- Serie des Europa GT gebaut wurde, stellte sich schnell heraus, dass Pininfarina aufgrund eines Werkneubaues nicht die Kapazitäten hatte, und so wurde die Produktion an Boano übergeben, welcher alsDesigner auch für PF tätig war, und die Folgefahrzeuge wurden nach ihm benannt.
Nachdem Boano von Fiat `geschluckt`wurde, baute Boanos Schwiegersohn Elena design-verändert weitere Fahrzeuge.
Bauzahlen:
5 Pininfarina
63, bzw. 79(?!) Boano
49 Elena