Diese 15 geheimen Porsche-Visionen haben Sie noch nie gesehen

Wie würde ein Porsche 919 Hybrid für die Straße aussehen – oder ein neuer Porsche 550? Und wäre ein Van aus Zuffenhausen denkbar? Für das Buch „Porsche Unseen“ haben Porsche-Designchef Michael Mauer und sein Team nun einige ihrer geheimsten Designstudien enthüllt.

2013 Porsche 904 Living Legend

Basierend auf der Architektur des Ein-Liter-Autos Volkswagen XL, transportiert dieser verblüffend leichte und kompakte Sportwagen die Proportionen und puristischen Designideen des legendären Porsche Carrera GTS von 1963 in die Gegenwart. Als Antrieb für den kaum 900 Kilogramm leichten Porsche 904 Living Legend wäre beispielsweise ein hochdrehender V2-Motorradmotor in Frage gekommen.  

2005 Porsche 906 Living Legend

Bei dieser Vision eines Supersportwagens diente ganz offensichtlich der Porsche 906 als Vorbild für die Proportionierung und Karosseriegestaltung. Da ist zum einen die Front mit ihrer rot abgesetzten Haube und der Anordnung der Hauptscheinwerfer, die an den legendären Rennwagen und seinen unvergessenen Einsatz bei der Targa Florio 1966 erinnert.

2019 Porsche Vision Spyder

Inspiriert von James Deans «Little Bastard» und dem Porsche 550-1500 RS Spyder der 1954 bei der Carrera Panamericana startete, beschwört dieser kompakte Mittelmotor-Sportwagen die Rennsportgeister der 1950er Jahre. Gleichzeitig diente die Studie der Weiterentwicklung der Design-Identität für Porsche-Sportwagen mit Verbrennungsmotor.

2012 Porsche 911 Vision Safari

Schon in den 1970er Jahren bewies der Porsche 911 seine erstaunliche Geländetauglichkeit bei der East African Safari Rally. Als Hommage an den legendären Geländesportler entwarf das Porsche-Designteam im Jahr 2012 eine zeitgemäße Neuinterpretation auf Basis der Elfer-Generation 991: Mit seinem hochgelegten Fahrwerk, den verstärkten Radhäusern, massiven Stoßfängern sowie einem spartanischen Rallye-Cockpit mit Rennsitzen und Überrollbügel entspricht der Porsche 911 Vision Safari ganz dem historischen Rallye-Vorbild.

2013 Porsche 917 Living Legend

Ganze 19 Mal hat Porsche schon die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Als erster Gesamtsieger nimmt der Porsche 917 KH im rot-weißen Livrée von Porsche Salzburg einen ganz besonderen Platz in der Markengeschichte ein. Anlässlich der Rückkehr von Porsche in die LMP1-Klasse entwickelte das Entwicklungsteam in Weissach im Jahr 2013 eine moderne Interpretation des Porsche 917. Als technische Basis für Antrieb und Fahrwerksarchitektur diente der Porsche 918 Spyder. Mit seinen dramatisch ausgestellten Radhäusern, dem weit nach vorne gezogenen Cockpit, einem schier endlosen Heck und dem weiß-roten Renntrim erinnerte die Konzeptstudie jedoch ganz klar an den Siegerwagen von 1970.

2017 Porsche 919 Street

Er ist einer der schnellsten und erfolgreichsten Rennwagen des 21. Jahrhunderts: Drei Mal hintereinander siegte der Porsche 919 Hybrid bei den 24-Stunden von Le Mans. Nach Porsches Ausstieg aus dem LMP1-Rennsport entwickelte Michael Mauers Designteam in Weissach zur Krönung der Erfolgsgeschichte die Vision einer limitierte Rennstrecken-Edition. 

Der Porsche 919 Street entstand auf Basis der vorhandenen Technologie und versprach, das überwältigende Fahrerlebnis des LMP1-Rennwagens auch Amateurfahrern zu ermöglichen. Unter der Hülle stecken das Carbon-Monocoque und der 900 PS starke Hybrid-Rennantrieb, die dem Porsche 919 in Le Mans zum Sieg verholfen hatten.

2016 Porsche Vision 916

Wie minimalistisch kann ein Porsche in der heutigen Zeit sein? Ein Praktikant aus dem Designteam beantwortete die Frage mit diesem kleinen und sympathischen Fahrzeugkonzept. Als stilistische Inspiration für die taubenblaue Studie diente der kompakte Porsche 916, der Anfang der 1970er Jahre als Prototyp entwickelt wurde, aber nie in Serie ging. Angetrieben wird der Porsche Vision 916 derweil rein elektrisch von vier Radnabenmotoren – eine Hommage an den ersten Lohner-Porsche-Rennwagen mit Allradantrieb, den der Automobilkonstrukteur Ferdinand Porsche bereits im Jahr 1900 entwickelte.

2016 Porsche Le Mans Living Legend

Der Porsche 550 ist uns vor allem als puristischer Spyder im Gedächtnis geblieben. Seine Karriere in Le Mans begann der erste speziell für den Rennsport konstruiert Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen im Jahr 1953 mit geschlossenem Dach. Das wegweisende Rennsportcoupé mit der geduckten Silhouette diente Porsches Designteam in Weissach im Jahr 2016 als Inspiration für einen extremen Straßensportwagen auf Basis des Porsche Boxster. Bug- und Heckhaube öffnen gegenläufig, getankt wird über einen zentralen Stutzen in der Front und groß dimensionierten Lufteinlässe in den hinteren Seitenfenstern weisen darauf hin, welche Rennmaschine da verbaut wurde – ein Achtzylinder mit infernalischem Sound.

2018 Porsche Vision “Renndienst”

Wie kann ein Porsche aussehen, bei dem das Raumerlebnis im Vordergrund steht? Ist solch ein Auto überhaupt mit den Markenwerten vereinbar? Michael Mauer und sein Team beantworteten diese Fragen im Jahr 2018 mit einer ungewöhnlichen automobilen Vision. Der Porsche Vision „Renndienst“ ist eine freie Variation des familienfreundlichen Vans für bis zu sechs Personen, der Sportlichkeit mit Reisekomfort auf ganz neue Art vereint.

Im Innenraum erwartet die Passagiere dann eine äußerst komfortable und modulare Reisekabine. Die vollelektrischen Antriebstechnologie befindet sich platzsparend im Unterboden. Noch ist der Porsche Vision „Renndienst“ natürlich nur eine Idee. Und doch sind derart experimentelle Visionen für Porsche von essentieller Bedeutung. Sie helfen dabei, Möglichkeitsräume zu erkunden und gewohnte Denkmuster und Konventionen in Frage stellen.

2019 Porsche Vision 920

Auch nach dem Ausstieg von Porsche aus dem LMP1-Sport blieb das Designteam von Michael Mauer vom „Mythos Le Mans“ fasziniert und experimentierte mit Variationen des Rennthemas für Kundensport und Straße. Der Porsche Vision 920 wurde als Supersportwagen für die Straße oder möglicher Rennwagen für den Kundenmotorsport nach Vorbild der LMP1-Rennwagen konzipiert. So nimmt der Fahrer in einem zentralen Cockpit Platz. Die Karosserie schwebt nur knapp über dem Boden. Der rot-weiße Porsche 920  ist sicherlich eine der extremsten Visionen eines Supersportwagens, die in den letzten Jahren in Weissach entwickelt wurden. 

2013 Porsche Macan Vision Safari

Der Porsche Macan ist auf den Boulevards dieser Welt zuhause. Doch unter der eleganten Karosserie steckt ein echtes Offroad-Wunder, das nur darauf wartet, in Staub und Schlamm entfesselt zu werden. Frei nach dem Vorbild der großen Offroad-Ikonen der Marke – dem Porsche 911 Safari und dem 959 Paris-Dakar – hat das Designteam in Weissach deshalb den Porsche Macan Vision Safari auf die grobstolligen Räder gestellt. Als sportlich dimensionierter Dreitürer mit erhöhter Bodenfreiheit und vielen robusten Anbauteilen wäre der Geländesportler endgültig bereit, den Asphalt zu verlassen.

2014 Porsche Boxster Bergspyder

Mit dieser puristischen Studie verneigte sich das Designteam vor dem Porsche 909 Bergspyder – dem leichtesten Porsche-Rennwagen aller Zeiten. Gleichzeitig zeigten die Gestalter, dass sich die Boxster-Reihe 981 mit ihrem geringen Gewicht und dem leistungsstarken Mittelmotor ebenfalls bestens eignet, die Kurven und Kehren der Alpen zu erobern. Von allem Komfort befreit, mit gekappter Frontscheibe, prägnantem Überrollbügel, den Präzisionsinstrumenten aus dem Porsche 918, einem Sitz für den Fahrer und einer Helmablage anstelle des Beifahrersitzes war der Porsche Boxster Bergspyder bereit für den Gipfelsturm.

2019 Porsche Vision 918 RS

Der Porsche 918 Spyder ist einer der sportlichen Meilensteine in der Geschichte der Marke. Doch wie lässt sich diese einzigartige Erfolgsgeschichte fortschreiben? Das Designteam in Weissach konzentrierte sich bei diesem Projekt auf die Idee eines Supersportwagens, der sowohl auf der Rennstrecke als auch der Straße zuhause war. Mit weiter entwickelter Antriebs- und Fahrwerkstechnik und einer dramatisch gestalteten, aerodynamisch perfektionierten Karosserie wäre der Porsche 918 RS die ultimative Variation des letzten Supersportwagens aus Weissach.

2016 Porsche Vision Turismo

Nicht jedes erfolgreiche Serienmodell entsteht in einem geradlinigen Gestaltungsprozess. Manchmal sind es die Verkettungen von glücklichen Zufällen und unerwarteten Konstellationen, die einen Designer auf Umwegen zum Ziel führen. Die Geschichte des Porsche Vision Turismo begann mit der Idee eines Supersportwagens mit Mittelmotor und vier Türen, führte zu einem viersitzigen Porsche 911 mit Boxermotor – und diente schließlich als Blaupause für den ersten vollelektrischen Seriensportwagen der Marke, den Porsche Taycan. 

Auch stilistisch setzte der Porsche Vision Turismo neue Trends: Das durchgehende Leuchtenband mit dem Porsche-Schriftzug am Heck wurde als festes Element in die Markenidentität aufgenommen.

2019 Porsche Vision E

Die Formel E ist derzeit wahrscheinlich die innovativste Rennserie der Welt. So reifte bei Porsche die Idee, den Kundenmotorsport weiter auszubauen. Und Privatpersonen ein Fahrzeug für die Rennstrecke anzubieten, das in Leistung und Fahrdynamik so nah wie möglich an einen modernen Formel-E-Rennwagen heranreichen sollte. Der Porsche Vision Formula E ist deshalb als radikal leichtes, einsitziges Rennsportgerät für die Rundstrecke ausgelegt. Mit seiner zentralen Sitzposition und der 800-Volt-Technologie dürfte es Privatfahrern ein sonst unerreichbares Fahrerlebnis bieten.

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In ihrem neuen Buch „Porsche Unseen“ gewähren Stefan Bogner und Jan Baedeker ihren Lesern einen Blick hinter die Kulissen der streng geheimen Designstudios von Porsche in Weissach. Designchef Michael Mauer enthüllt dabei unveröffentlichte Konzeptautos und führt durch den Gestaltungsprozess. „Porsche Unseen“ ist ab sofort im Classic Driver Shop erhältlich.