BMW K-Fé: Rohes Fest!

Warum immer nur die schönen Motorräder noch schöner machen? Marc Robrock hat stattdessen ein „hässliches Entlein“ gesucht – und die BMW K100 in einen puristischen Café-Racer-Schwan verwandelt.

Deutsche Winter können lang sein – also suchte sich der Metallbaumeister Marc Robrock ein Projekt für lange Dezembernächte und fing an, sein eigenes Motorrad zu konstruieren. „Nach 25 Jahren als Motorradfahrer hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt“, erklärt Robrock. „Das Leben ist einfach zu kurz für Zeug von der Stange!“ Statt wie viele seiner Custom-Bike-Kollegen eine „Beauty“ aus den 1960er oder 1970er Jahren als Basis zu nehmen, entschied sich Robrock für einen anderen Weg – und suchte das hässlichste Motorrad, das er sich denken konnte. Seine Wahl fiel auf eine BMW K100 von 1984.

„Martin Gropius hätte sie geliebt“

Robrock begann, alle überflüssigen Teile zu entfernen und den Rest zu säubern, ohne die Patina der Jahrzehnte zu zerstören. Er fügte einen neuen Unterrahmen aus Aluminium hinzu, um die handgemachte Sitzbank zu stützen. Räder, Gabel und weitere kleine Teile wurden sandgestrahlt und schwarz lackiert. Nach fünf Wochen des Schleifens, Schneidens und Schweißens präsentierte er seine Maschine dem TÜV – und erhielt nach weiteren sechs Wochen die Straßenzulassung. Das Ergebnis seiner „Motofication“ hört auf den Namen K-Fé und kann sich sehen lassen: Rohes und sichtbar handgeformtes Metall, eine brutale, aber hochfunktionale Silhouette. „Martin Gropius hätte sie geliebt“, scherzt Marc Robrock. Als nächstes steht ein neuer Auspuff auf dem Plan. Der Winter wird schließlich lang.

Klassische Motorräder stehen im Classic Driver Markt zum Verkauf.