Mercedes-Benz S Barker Tourer ist „Best of Show” 2017 in Pebble Beach

Ein Mercedes-Benz S Barker Tourer von 1929 konnte sich knapp gegen einen Ferrari 315 S Scaglietti Spyder von 1957 behaupten. Vor gerade einer Woche fertig restauriert, wurde er jetzt zum „Best of Show” beim Pebble Beach Concours d'Elegance 2017 gekrönt.

Auch solche Geschichten schreibt ein Schönheitswettbewerb: In einem Feld aus 200 Teilnehmern wurden gestern mit dem Mercedes-Benz S Barker Tourer von 1929 und dem Ferrari 315 S Scaglietti Spyder von 1957 zwei Automobile für „Best of Show” in Pebble Beach nominiert, deren Eigner Brüder sind - Bruce R. und John McCaw. Letztlich gaben in den Worten der Jury „Geschwindigkeit, Stil und Kraft” des Tourers den Ausschlag für die Vergabe der renommierten Auszeichnung.

Restaurieren oder nicht restaurieren?

Ursprünglich wurde das Auto mit dem schiffsartigen Boattail-Heck an einen Captain Miller im Auftrag von Earl Howe, Gründer des Britisch Racing Drivers`Club, ausgeliefert. Das markanteste Merkmal dürften die Trittbretter in Torpedoform sein. Sie dienten allerdings nicht dazu, martialisch die Vorfahrt für dieses elegante Automobil der Dreißiger zu sichern, sondern waren für Werkzeug und als zusätzlicher Stauraum vorgesehen. McCaw überlegte über Jahre hinweg, ob er seinen Tourer restaurieren lassen sollte. Schließlich gab er sich einen Schubs und brachte den Mercedes in die Werkstatt von Steven Babinsky in New Jersey. Mit der Rolex Datejust als Trophäe für den Gewinner von Pebble Beach am Handgelenk, dürfte er diesen Entschluss nicht bereut haben.

Fotos: Rémi Dargegen für Classic Driver © 2017 

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