Best of Show: Unsere Favoriten der LA Auto Show 2012

Wie Phoenix aus der Asche. Amerika boomt, zumindest in Sachen Autoabsatz. Grund genug also, sich das Engagement der Hersteller auf der diesjährigen LA Auto Show genau anzusehen. Classic Driver nimmt Sie mit auf den Messerundgang.

"The Early Bird Catches The Worm" – so ein altes Sprichwort. Und tatsächlich auch auf dem amerikanischen Automarkt scheint sich dieses zu bewahrheiten. Nicht nur, dass die LA Auto Show bereits um sechs Uhr für die Presse ihre Tore öffnet – nein, auch Volkswagen bestätigt diese Weißheit. Die Wolfsburger waren auf dem US-Markt bereits seit 1970 unterwegs und fahren nun, nach einigen tiefen Rückschlägen, die Ernte im US-Geschäft ein. Mit dem neuen Beetle Cabriolet und dem Jetta Hybrid will Volkswagen das florierende Amerikageschäft weiter ausbauen, nachdem sich der Volkswagen Passat "made in USA" und der Jetta bereits als Topseller behaupten kann. Kein Wunder also, das VW-Stadthalter Jonathan Browning bestens gelaunt ist, als er die Gäste am Volkswagenstand begrüßt.

Doch auch bei den Töchtern Audi und Porsche herrscht heitere Stimmung. Zwar haben die Ingolstädter in Sachen US-Markt nach wie vor Nachholbedarf, sie sind aber gerade in Kalifornien auf einem guten Weg und versuchen, den Amerikanern den Diesel-Antrieb mit der Einführung von in Deutschland bereits bekannten TDI-Modellen schmackhaft zu machen. Echte Modellneuheiten sucht man jedoch vergebens, was den Verdacht nährt, dass man in Ingolstadt nach einem ereignisreichen Jahr das Pulver endgültig verschossen hat.
 



Porsche Cayman in bewährter Manier



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Porsche hingegen bietet den neuen Cayman, die geschlossene Version des im Frühjahr präsentierten Porsche Boxster, auf. In bewährter Manier gestylt, soll das zunächst mit zwei Motoren erhältliche Coupé vor allem jüngere Käufer ansprechen. Eine erste Sitzprobe bestätigt: Der enge Mittelmotorsportwagen ist nichts für bandscheibengeschädigte Mitfünfziger. Gelenkigkeit ist auch im Portemonnaie gefragt, denn Porsche berechnet für den "kleinen" Renner, dessen Fahrdynamik mit dem 325 PS starken Sechszylinder-Boxermotor mittlerweile auf dem Niveau des Standard-911 angekommen ist, fast 65.000 Euro, während das 275 PS starke "Einstiegsmodell" mit knapp 51.500 Euro deutlich günstiger beim Porsche-Händler steht.

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Bentley Continental GT3 gibt erneut Ausblick auf Rennsport-Comeback



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Ein Einstiegsmodell gibt es auch auf dem Bentley-Stand zu bestaunen. Die Engländer präsentieren mit dem Bentley Continental GT3 Concept Race Car eine Basis für die Rückkehr in den Motorsport. Ein Vorhaben, was vor allem auf das Drängen vieler Kunden in Crew vorangetrieben wurde. Auf der Basis des Continental GT Speed bietet der GT3 eine interessante Alternative für den rennbegeisterten Bentleyfahrer, wenngleich das letzte Wort über die Kleinserie noch nicht gesprochen ist.

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BMW zeigt erneut den i3



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Auch bei BMW machen sich echte Neuheiten rar. Die Münchner zeigen den Dreitürer des bereits auf Messen heimischen i3. Der sieht zwar gut aus und kommt futuristisch daher, doch wann geht der BMW i3 endlich in Serie? BMW beteuert, den technisch wie optisch ansprechenden Elektrowagen in 2013 zumindest als Viertürer endlich von der Leine zu lassen. Bleibt nur zu hoffen, dass den Münchnern nicht das gleiche Schicksal wie Audi mit dem R8 e-tron ereilt. Die allfällige Sitzprobe im i3-Dreitürer fällt wegen des singulären Daseins des Messemusters leider aus und muss verschoben werden.

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Automobile Kontraste bei Mercedes-Benz



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Genau gegenüber hat sich Erzrivale Daimler breit gemacht und trumpft mit drei Messeneuheiten auf. Allen voran der in schreiendem Gelb lackierte Flügeltürer SLS aus der "Black Series" getauften Spezialserie. Doch die Alarmfarbe hat durchaus ihre Berechtigung, sprintet der um 70 Kilogramm erleichterte Supersportwagen doch binnen 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Gebändigt werden die 631 PS durch das AMG-Ride-Control-Performance-Fahrwerk sowie eine Keramik-Verbundbremsanlage. Bei soviel edlen Zutaten bleibt auch der Innenraum nicht unberührt. Carbon und Leder verheißen viel Luxus, und ein erstes Probesitzen endet angesichts dieser High-End-Mixtur mit dem ehrfürchtigen Blick auf die Preistafel, die rund 250.000 Euro als Summe für das Coupé ausweißt. Das mag zwar ein stolzer Preis sein, doch immerhin ist der SLS käuflich, was von den beiden anderen Premieren auf dem Daimler-Stand nicht behauptet werden kann. Der bereits gezeigte Ener-G-Force, eine Studie zum Thema G-Klasse, und der durchgestylte Smart Fortwo Electric Drive mit den zwei charakteristischen Flügeln des Modedesigners Jeremy Scott dienen lediglich der Bereicherung des Standes, weshalb sich die Sitzprobe von selbst erledigt.

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Jaguar Land Rover zeigt neuen Jaguar XFR-S



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Das trifft auch auf die Neuheiten von Jaguar/Land Rover zu, denn der neue Range Rover ist bereits hinlänglich getestet worden und im Jaguar XFR-S ist außer etwas Kohlefaser-Optik und dunklem Aluminium eigentlich alles so wie immer. Sein besonderer Reiz liegt aber auch im Motorenabteil, wo ein 5,0 Liter V8-Kompressormotor mit 550 PS die Limousine binnen 4,6 Sekunden auf 100 km/h puscht. Üppige 20-Zöller und veränderte Stoßfänger runden das Package ab, machen allerdings aus dem sonst eher zurückhaltenden XF ein optisch ziemlich lautes Auto.

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Muscle-Cars bei den US-Herstellern



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Damit steht er einträchtig neben den amerikanischen Angeboten. Die US-Car-Hersteller haben, wie bereits in den Vorjahren, das Muscle-Car wiederentdeckt und locken die Kunden mit echten Dumpingpreisen, cooler Optik und jeder Menge Mopar-Flair. Für rund 30.000 Dollar gibt's neben bollernden V8-Motoren auch jede Menge Show. Am nachhaltigsten demonstriert dies der Prototyp des Dodge Charger. Ihm pflanzten die Ingenieure kurzerhand den V10 der Viper ein und spendierten der Brutalo-Limousine so 650 PS. Dass auch dieser Beau uns den Zutritt verweigerte, ist angesichts des hohen "Must-Have"-Faktors nur konsequent.
 




Fotos: NewsPress / Hersteller / Sven Jürisch