Aston Martins DBS Superleggera macht Ferrari 812 Konkurrenz

Gestern sickerten erste Infos durch das Internet –nun ist es offiziell: Aston Martin hat den DBS Superleggera vorgestellt. Er löst den Vanquish S als Flaggschiff der Marke ab und belebt die traditionsreichen Aston Martin-Bezeichnungen DBS und Superleggera neu...

Die „Second Century“-Produktoffensive von Aston Martin findet mit der Ankunft des DBS Superleggera ihre Fortsetzung. Er ist eine extreme Weiterentwicklung des DB11 und mehr pulsbeschleunigender Supersportwagen als Langstrecken-Grand Tourer. Stilistisch wird die breite und muskulöse Karosserie aus Aluminium und Kohlefaser vom gierig aufgerissenen Honigwaben-Grill und den aggressiven, vom Vulcan inspirierten Diffusoren an Front- und Heckpartie bestimmt. Zusammen sorgen sie für einen Abtrieb von 180 Kilo – der höchste Wert für ein Aston Serienmodell. 

Der unter der Fronthaube sitzende 5,2 Liter Twinturbo-V12 wurde tiefer und zugleich weiter nach hinten gerückt. Er leistet bei 6500/min 725 PS und setzt im weiten Bereich zwischen 1800 und 5000/min ein maximales Drehmoment von 900 Nm frei. In Kombination mit dem im Vergleich zum DB 11 um 70 Kilo reduzierten Gewicht ist der DBS bereits nach 3,4 Sekunden auf 100 km/h; die Topspeed gibt Aston mit 340 km/h an. Dank eines neuen Auspuffstrangs mit vier Endrohren und variablem Klappensystem soll das Auto je nach Einstellung sowohl vornehm auftreten als auch sportlich brüllen können. Ein steiferer hinterer Hilfsrahmen, das speziell abgestimmte ESP und modifizierte Aufhängungspunkte für den Motor sollen ein noch dynamischeres und aufregenderes Fahrerlebnis fördern. Ähnlich dem im Vantage, doch noch etwas ausgefeilter. 

Während die von Touring gepachtete Bezeichnung Supperleggera nicht mehr als ein Marketing-Gag ist, sieht der DBS nach unserem Empfinden gnadenlos gut aus. Zumindest auf dem Papier ist er ein potentieller Gegner des Ferrari 812 Superfast. Wenn er im Herbst in die Showrooms rollt, stehen auf dem Preisschild 275.000 Euro. 

Fotos: Aston Martin