Snapshot, 1984: Bodo Buschmanns jüngster „Ballermann“

Es ist das Jahr 1984. Bodo Buschmann sitzt feixend auf dem Heck seiner neuesten Kreation, einem „veredelten“ Mercedes 500 SEL. Nach der Gründung von Brabus 1977 entwickelte er seinen Betrieb zum weltweit größten unabhängigen Tuner und setzte neue Standards bei Qualität, Performance und Ästhetik...

Schon von klein an als Autofan mit Benzin im Blut gründete Bodo Buschmann im Herbst 1977, noch während seines Jura- und Betriebswirtschaftsstudiums, die Brabus GmbH in Bottrop. Mit dem Schwerpunkt der Veredelung von Mercedes-Benz-Fahrzeugen. Als das Bild entstand, befreite er sich gerade langsam vom anfänglichen Ruf des „Bodo Ballermann“. Zunehmend wurden seine Autos geschätzt für hohe Qualität, ein weniger krawalliges, dafür gefälligeres Design und vor allem Leistung im Überfluss. Als Präsident des VDAT (Verband Deutscher Automobil-Tuner) half Buschmann im Zug seines eigenen und schnell die Grenzen des Ruhrgebiets sprengenden Erfolgs, das Image der Tuningbranche zu verbessern. Zugleich gelang es ihm im eigenen Betrieb, die besten Leute aus ihrer jeweiligen Fachdisziplin um sich zu scharen. Buschmanns wohl bekanntestes Motto war „Arbeite nicht, um Geld zu verdienen, sondern um Spaß zu haben!“ Die Passion zeigt sich in exklusiven Supercars wie dem über 370 km/h schnellen Brabus 900 Rocket, die es auch mehrmals ins Guinness Buch der Rekorde schafften. Aber eben auch in seinen Werken aus den 80er-Jahren. Als Exzesse im Automobil-Design noch angesagt und nicht verpönt waren.

Wir haben mit Bestürzung vom Tod Bodo Buschmanns erfahren. Er verstarb nach kurzer Krankheit am Donnerstag im Alter von nur 62 Jahren. Sein Sohn Constantin, bisher in der Geschäftsleitung schon verantwortlich für Marketing & Sales, übernimmt ab sofort alle unternehmerischen Aufgaben seines Vaters. 

Foto: Brabus