Paris leuchtet mit Tristan Auers Citroën CX Prestige für das Hôtel de Crillon

Mit seiner künstlerischen Finesse entwarf der preisgekrönte französische Interior Designer Tristan Auer einen exquisit „maßgeschneiderten” Citroën CX Prestige als Courtesy Car für die Gäste des berühmten Hotels Crillon, um die Stadt des Lichts zu erkunden.

Das Hôtel de Crillon an der Place de la Concorde, welche die Champs-Élysées überblickt, ist eine ehrwürdige Institution des luxuriösen Pariser Stils. Deswegen überlegte der selbst in Paris geborene Tristan Auer, der zusammen mit einem gefeierten Designerteam bereits das opulente Interieur des einstigen Stadtpalastes neugestaltet hatte, dass zu diesem Unterfangen unbedingt ein ebenso luxuriöses wie stilvolles Automobil gehört. Sollten doch die Gäste in einem Courtesy Car standesgemäß durch die Metropole chauffiert werden und dabei die Geschichte des Hotels erfahren, ehe sie das Crillon betraten. Damit war das Projekt „Car Tailoring” geboren und Auer übersetzte die künstlerischen und sinnenbetonten Prinzipien, die seine Arbeit prägen, in einen quintessentiellen Citroën DS à la française.

„Man schaut sich nicht so sehr das Interieur eines Autos an, als dass man es erfühlt”, erklärt Auer. „Heutzutage bedeutet Luxus, etwas nach Maß fertigen zu lassen, dass die Persönlichkeit ausdrückt und von dem man sich nie trennen möchte. Wir wählen unsere Kleidung wegen des Stils aus und weil die Materialien sinnlich und fließend sind – ein Auto ist ebenfalls eine Schicht, die uns wie Mode umgibt, warum es also nicht auf gleiche Art mit einer glamourösen Note behandeln?” Er erinnert an die großen Karosserieschneider der Vorkriegsära, die vom Hersteller lediglich Chassis und Motor erhielten und der Kunde seiner Fantasie freien Lauf ließ, um ein persönliches Traumauto bauen zu lassen. „Es bietet einen neuen Ansatz, um über Konsum nachzudenken und ist zugleich nachhaltig, weil man erwirbt, um zu behalten, nicht zu verkaufen.”

Ob der Hotelbesitzer zunächst Bedenken hatte, waren die Gäste des Crillon von Auers DS mit ihrem Materialmix aus üppigem Leder, aus Wolle und Kaschmir so begeistert, das das Automobil zu einer At Maskottchens des Palastes avancierte. Winzige Modelle der „Göttin” erwarteten sogar die Gäste bei ihrer Ankunft auf dem Zimmer. Citroën bekam schnell Wind von dieser Idee und fragte Auer, ob er nicht im 100. Bestehens der Marke ein weiteres Pariser Courtesy Car entwickeln könnte. „Dieses Mal habe ich den CX vorgeschlagen, aber das Hotel war anfangs dagegen, weil er eben keine Ikone ist”, erzählt Auer. „Aber ich finde das Auto aufgrund seiner Form und seines Designs interessant und es bedeutet Parisern etwas, zumal unser ehemaliger Bürgermeister und Staatspräsident Jacques Chirac die längste Zeit einen CX nutzte.”

Ausgestattet mit einem großzügigen Budget und einem mitternachtsblauen CX Prestige auf den späten siebziger Jahren verwandelte Auer diese eher exzentrische Limousine in eine mobile Verkörperung der vielbesungenen Stadt des Lichts. „Wenn Sie sich den CX noch einmal genauer ansehen, entdecken Sie, dass es sich hier um ein veritables Raumschiff handelt und ein Meisterwerk des Designs handelt,” erinnert er sich. „Deswegen habe ich das Exterieur unberührt gelassen und mich stattdessen auf den Innenraum konzentriert. Ich habe ganz einfach eine harmonisierende Materialauswahl gewählt, um ein luxuriöses Statement zu schaffen – ich wollte, dass das Auto sich genau „richtig” anfühlt, wenn man in Abendgarderobe zu einem festlichen Abend in der Oper vorfährt.”

Ähnlich wie bei den mondänen Hotels, edlen Boutiquen und Rockstardomizilen, deren Innenräume von Auer entworfen wurden, bietet der CX eine hypersinnliche Erfahrung. Beim Einsteigen verlieren sich die Füße in den hochflorigen Teppichen und die mit Wolle überzogenen Nackenstützen wirken eher wie ein heimeliges Kopfkissen, dass selbst die Schlaflosesten in Morpheus´ Arme schickt. Und dann gibt es samtig weichen Kaschmir an Stellen, die man zwar nicht sieht, ihn aber dennoch spürt. „Wenn Sie in diesem Auto an Ihrem Ziel angekommen sind, wollen Sie nie aussteigen!“ Auer hat auch ein würfelartiges Muster für die Sitze entworfen, dass vom Interieur des Crillon wie auch von den Chevrons des Citroën-Logos inspiriert wurde. Die handwerkliche Verarbeitung ist bis zur letzten Naht bestechend – eine Herausforderung, wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche Materialien zum Einsatz kamen. 

Auer wünscht sich, dass dieser CX der Pariser Liebesaffäre mit dem Auto neue Leidenschaft einhaucht. „Heute ist die Beziehung der Pariser mit dem Auto ein Desaster. Wir nutzen alle die gleichen schwarzen Uber mit schwarzem Interieur und getönten Scheiben. Ehrlich? Ich habe den Eindruck, in einem Sarg bewegt zu werden. In diesem Auto ist dagegen alles hell und die Fenster transparent und lichtdurchlässig. Schlagartig ist die Beziehung zwischen den Insassen und der umgebenden Stadt viel offener und zugleich intimer. Die Menschen benehmen sich dann auch ein bisschen mehr. Natürlich erlaubt es einem auch, eine Spur Arroganz zu zeigen, weil dieser CX die persönliche Vorstellung von Luxus zur Schau stellt. Parser sind bekanntlich arrogant, also das perfekte Fahrzeug!”

Citroën war so freundlich, dem Hotel Crillon diesen „maßgeschneiderten” CX Prestige für die kommenden drei Jahre zu überlassen. Sollten Sie vorhaben, Paris zu besuchen, dann empfehlen wir natürlich, dass Sie im exzellent erhaltenen und wichtigsten Palast der Cité de la Lumière absteigen – und wenn es nur für eine Fahrt im opulentesten Taxi der Stadt ist. Citroën war vom Erfolg des CX so angetan, dass man Auer beauftragt hat, ein weiteres Auto für ein wichtiges Jubiläum in 2020 zu gestalten. Alles weitere wird auf der Rétromobile verraten. 

Fotos: Amaury Laparra für Tristan Auer © 2019