Little Red Riding Hood: Waldausflug im Alfa Romeo Junior

Das Herz des 21-jährigen Belgiers Wouter Martinot schlägt für seinen Alfa Romeo GT1300 Junior. Der Student beweist, dass ein gut gefülltes Bankkonto nicht notwendig sein muss, um ein richtiger „Classic Driver“ zu sein. Wir haben ihn bei einer Ausfahrt in die Wälder von La Roche-en-Ardenne begleitet.

Mit 19 Jahren stand Wouter Martinot vor der Herausforderung, sich sein erstes eigenens Auto zu kaufen. Mit dem kleinen Budget, welches dem Belgier zur Verfügung stand, hätte er sich eigentlich für einen sparsamen und in der Versicherung günstigen „Gebrauchten“ entscheiden sollen. Doch das kam dem jungen Wouter nicht in den Sinn. Da er das Auto nicht im Alltag benötigte, war dem jungen Alfisti klar: Der erste eigene Wagen sollte ein Alfa Romeo sein. Die Wahl fiel auf einen roten 1975er GT1300, der fast doppelt so alt war wie Wouter selbst.

Dem Herzschlag folgend

Beim Betrachten der Bilder des kleinen Alfas, fällt auf, dass dieser 1300er eher wie der kraftvollere 2000 GTV aussieht. Das entspircht auch den Tatsachen, denn der Student hat dass gemacht, was auch Mitte der 1970er-Jahre im Alfa-Werk geschah. „Im Grunde ist der Wagen weiterhin ein Original, denn es kam vor, dass man bei Alfa überschüssige Karosserie-Teile aus der 2000er-Produktion einfach für den kleineren Bruder verwendete“, erklärt Martinot. Dieser Umstand sollte selbst überkritische Puristen befrieden. Etwas getrübt wird der ansonsten perfekte Gesamteindruck durch die nachgebauten Alfa-Räder. Den Grund für diese Wahl begründet der Belgier: „Natürlich hätte ich lieber die Originalräder, doch schlicht und ergreifend hätten diese mein ohnehin knappes Budget gesprengt.

Auch das Studium Wouter immer weniger Zeit lässt, sich um seinen roten Liebling zu kümmern, genießt er jede Minute entweder hinter'm Steuer oder unter der Karosse seines Alfas. Und ab und zu bleibt auch Zeit für einen Roadtrip, wie beispielsweise eine Fahrt durch die Wälder der La Roche-en-Ardenne, etwa 50 Kilometer von der berühmten Rennstrecke Spa-Francorchamps entfernt. Wouter beschreibt derartige Ausflüge so: „Für mich ist nicht nur die Fahrt vor dieser wunderschönen Kulisse ein Erlebnis, sondern es ist vor allem der Spaß, meinen Alfa in seinem „natürlichen Lebensraum“ zu erfahren.“ Richtig ins schwärmen kommt der Alfisti, wenn er von den Fahreigenschaften seines Juniors spricht: „Man gewinnt zwar keine Ampelduelle mit 90 PS, aber auf der kurvenreicher Strecke zeigen sich die fantastischen Eigenschaften des Juniors. Und es ist dieses besonderes Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine, das mir gefällt. Als Fahrer versuchst Du, den Vierzylinder auf Touren zu halten, während der Zeiger der Jaeger-Instrumente im Takt mit deinem Herzschlag tanzen! Einfach großartig!“

Ein neues Schreihals in der Familie

Wouter ist das perfekte Beispiel, dass eine Autoliebe nicht mit Unsummen verbunden sein muss. Wir wünschen dem „Alfa-Trio“ viel Spaß auf spannenden Roadtrips.

Fotos: Ben Kwanten Photography

Wer sich wie Wouter einen Alfa-Traum erfüllen möchte, findet viele Alfa Romeo im Classic Driver Markt zum Verkauf.