Eric Claptons Ferrari 250 SWB von 1961, als California T HS neu interpretiert

Die Tailor Made-Abteilung in Maranello hat einen Ferrari California T im Stil von Eric Claptons 250 SWB von 1961 umgestaltet. Gezeigt wird das silberne Einzelstück mit weinrotem Mittelstreifen auf der Techno Classica.

Obwohl er zu jener Zeit noch nicht einmal einen Führerschein besaß, hat sich Rock-Legende Eric Clapton Ende der 1960er-Jahre unsterblich in die Marke Ferrari verguckt. In seiner 2007 erschienenen Autobiographie beschrieb „Slow hand“, wie er vom Ferrari-Virus befallen wurde: „Eines Tages besuchte mich George Harrison in einem dunkelblauen 365 GTC. Ich hatte zuvor noch nie einen Ferrari gesehen, doch schmolz ich gleich dahin.“ 

Man schrieb das Jahr 2001, als Clapton den 1961 neu ausgelieferten Ferrari 250 SWB erwarb. Dessen Erstbesitzer Louis Gamet hatte schon fünf Monate nach dem Kauf mit ausdrücklicher Zustimmung von Enzo Ferrari den ursprünglichen Motor gegen das 247 PS starke Aggregat gewechselt, das 1960 einer 250 GT Berlinetta mit Chassis  #2001GT zum Klassensieg und Platz vier im Gesamtklassement der 24 Stunden von Le Mans verholfen hatte. Gefolgt im gleichen Jahr von Platz drei bei der Tour de France. Zugleich spendierte Ferrari dem Rechtslenker ein Armaturenbrett im Stil des 250 GTO und einen 135-Liter-Tank. 

Auf dem Ferrari Classiche-Stand bei der Essener Techno Classica steht noch bis Sonntag ein in der Tailor Made-Abteilung in Maranello gebauter California T HS (Handling Speciale), der die Außenfarben und das Interieur des 2003 von Clapton wieder abgegebenen SWB nachahmt. Die Farbe „Grigio Scuro“ mit dem zweigeteilten, weinroten und vom Bug bis zum Heck gezogenen Streifen zitiert Chassis 2335GT ebenso wie das Interieur. Die Sitze in einem bewusst „auf alt“ gestylten „Heritage Bordeaux“-Leder tragen Rippen im Stil der alten Zeit, die Grigio Scuro-Bodenteppiche werden von bordeauxroten Lederkedern umfasst und den Armaturenträger ziert im mittleren Bereich eine durchgehend rote Einlage. Der California T HS ist vorerst ein Einzelstück, das laut Helmut Eberlein aus Kassel, einer von zwei deutschen Ferrari Classiche-Partnern, „zeigen soll, wie der Spirit klassischer Ferrari in die Gegenwart projiziert werden kann.“ Eine sicher sehr reizvolle Idee, wobei wir uns schon an der Außenhaut etwas mehr Rückverweise gewünscht hätten – zum Beispiel in Form nostalgischer angehauchter Felgen. So sieht das Auto doch eher wie ein serienmäßiger California T mit Sonderfarbe aus...

Fotos: Ferrari, Tom Shaxson für Classic Driver © 2015

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