


Kurz nachdem dieses Mercedes-Benz W123 T-Modell 1979 per Werksabholung neu übernommen wurde, nahm seine Geschichte eine dramatische Wendung. Der Besitzer stellte den Wagen in seiner Garage im italienischen Avellino ab, bevor ein Erdbeben samt Erdrutsch das Gebäude verschüttete. Das Auto blieb gefangen. Satte 38 Jahre lang stand der Kombi unberührt, unbeschädigt und ohne je zugelassen zu werden im Dunkeln. Als man ihn 2018 schließlich freilegte, trat eine erstaunlich gut erhaltene Zeitkapsel ans Licht.
Lackiert ist dieser 280 TE in Nickelgrün, einem Farbton, der schon nach 1979 aus dem Programm gestrichen wurde. Die seltene Außenfarbe trifft im Innenraum auf eine Stoffausstattung in Moosgrün und Blaugrün, was eine ausgesprochen stilvolle Kombination ergibt. Auch die Ausstattungsliste überzeugt: Neben einer Klimaanlage und Zierelementen aus Zebranoholz bietet der Wagen die klappbare Notsitzbank im Fond entgegen der Fahrtrichtung sowie den stärksten Benziner, den Mercedes für die Baureihe anbot.


Mit einer dokumentierten Laufleistung von gerade einmal 3.800 Meilen könnte man das Auto leicht für das Ergebnis einer aufwendigen Restauration halten. Die Realität ist jedoch noch beeindruckender, denn der Wagen befindet sich im Grunde im unberührten Originalzustand. Der renommierte US-amerikanische Mercedes-Spezialist Scott Grundfor Company beschränkte sich bei der Überarbeitung lediglich auf grundlegende Wartungsarbeiten und den Austausch sicherheitsrelevanter Bauteile. Stoßfänger und Scheinwerfer in europäischer Spezifikation runden das Paket ab. Wenn dieser besondere Scheunenfund am 14. und 15. August 2026 bei Gooding Christie's im Rahmen der Auktionen in Pebble Beach unter den Hammer kommt, liegt das Estimate bei 130.000 bis 160.000 US-Dollar. Es dürfte sich um einen der faszinierendsten Vertreter der 123er-Baureihe handeln, die noch existieren.










































