Fast jeder Autoliebhaber hat diesen einen Traum: Mit der Taschenlampe in der Hand eine verrostete Tür aufzustoßen und unter jahrzehntealtem Staub einen echten automobilen Schatz zu entdecken. Der neueste Countdown von Classic Driver zu den fünfzehn größten Scheunenfunden verwandelt genau diesen Traum in ein mitreißendes Best-of.
Manche Geschichten klingen wie ein Drehbuch aus Hollywood. Da ist etwa der Ferrari Dino, den Versicherungsbetrüger im Hinterhof in Los Angeles vergruben und offenbar vergaßen, wo genau sie ihn verbuddelt hatten. Zwei Kinder entdeckten den Wagen schließlich, und der spätere Besitzer verpasste ihm das ironische Wunschkennzeichen „DUG UP“. Oder der BMW 507 von Elvis Presley: Nachdem Fans unzählige Lippenstiftabdrücke auf dem weißen Lack hinterließen, ließ er den Wagen rot umlackieren.
Danach verschwand das Auto für fünfzig Jahre, ehe es in einer Lagerhalle in San Francisco wieder auftauchte. Ebenfalls legendär ist der versunkene Bugatti, der wegen unbezahlter Einfuhrzölle im Lago Maggiore versenkt wurde. Nach siebzig Jahren holte man den Wagen aus 53 Metern Tiefe zurück an die Oberfläche. Er war beim Verkauf so stark zersetzt, dass der neue Eigentümer den Verfall lieber konservierte, anstatt ihn zu restaurieren. Der Rost selbst war zur eigentlichen Geschichte geworden.
Vom Dodge Daytona für 99.000 Dollar bis hin zu einem Schrottplatz voller Autos, deren Existenz niemand mehr für möglich gehalten hatte: Der Zustand spielt eine immer kleinere Rolle, die Geschichte dagegen eine umso größere. Sammler kaufen heute längst nicht mehr nur ein restauriertes Auto, sondern den Grund, warum es die Jahrzehnte überlebt hat.
Das vollständige Ranking sehen Sie auf dem YouTube-Kanal von Classic Driver.














