Dieser Ferrari 330 LMB lässt jeden 250 GTO erblassen

Was zunächst wie ein Zwitter aus 250 GTO und GT Lusso aussieht, ist in Wirklichkeit ein potenter 4,0-Liter-GT, der Ferrari 1963 an der Spitze der Langstreckenrennen halten sollte. Nun steht er zum Verkauf....

In nur vier Exemplaren aufgelegt und mit dem nahezu identischen 4,0-Liter V12 aus dem Le Mans-Sieger von 1962, dem 330 TRI, bestückt, ist der 330 LMB sowohl seltener als auch technisch hochentwickelter als der hochheilige GTO.

Im Rennsport gestählt

Dieses Exemplar mit Chassisnummer 4381 SA ist aus gleich mehreren Gründen besonders wertvoll.  Es wurde unter anderem von Mike Parkes und Lorenzo Bandini im Werksauftrag eingesetzt und tauchte in den letzten 20 Jahren auch bei zahlreichen Classic Car-Events auf. Es war neben dem Mittelmotor-Prototypen 250 P Teil der Ferrari Pressekonferenz vor Beginn der Saison 1963 und war dann der erste Wagen, der auf der Hunaudières-Geraden von Le Mans über 300 km/h erreichte. Leider fiel er dort dann nach neuntschnellster Trainingszeit und mit den Fahrern Pierre Noblet und Jean Guichet im Rennen aus.

Bei den modernen historischen Rennen erlebte das Auto dann eine zweite Blütezeit. Gesteuert von Altstars wie Derek Bell, Bobby Rahal, Tom Kristensen und Emanuele Pirro feierte der Ferrari unter anderem Erfolge bei der prestigeträchtigen RAC Tourist Trophy im Rahmen des Goodwood Revival Meeting. Auch nach langer Sportlerkarriere behielt er bis heute seine Original-Karosserie, den Original-Motor und das ursprüngliche Interieur. Der 330 LMB wird nun im Auftrag seines aktuellen Besitzers Rick Cole auf dessen Auktion in Monterey gezeigt und versteigert. 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Rick Cole 

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