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Diese 7 französischen Automuseen muss man gesehen haben

Von französischen Ikonen wie dem Citroën DS und den avantgardistischen Modellen von Matra über den legendären Asphalt von Le Mans und atemberaubende Bugatti bis hin zu historischen Luxusmarken wie Delahaye – Frankreichs führende Automobilmuseen bieten für jeden Liebhaber etwas.

M24 Motorsport Museum, Le Mans, Sarthe

Nach einer umfassenden, elfmonatigen Renovierung wurde das legendäre „Musée des 24 Heures du Mans“ am 28. Mai und damit noch rechtzeitig vor dem diesjährigen Rennen unter dem neuen Namen „M24 Motorsport Museum“ wiedereröffnet. Mit 8.600 Quadratmetern und damit auf einer doppelt so großen Fläche wie bisher deckt es über ein Jahrhundert Motorsportgeschichte ab. Zwar bleibt das 24-Stunden-Rennen mit Exponaten wie dem 1924 siegreichen Bentley 3 litre weiter das emotionale Herzstück, doch würdigt die erweiterte Anlage nun den Motorsport in seiner ganzen Vielfalt – von der Formel 1 über den Rallyesport bis zu Motorradrennen. Moderne Architektur verbindet sich dabei mit einer immersiven Szenografie, die durch fortschrittliche Licht- und Soundeffekte Besucher direkt in die Atmosphäre eines Le-Mans-Rennens eintauchen lassen. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist Schirmherr des neuen Museums und sein Siegerauto von 2018 – der Mercedes W09 –eines der Highlights. Die Dauerausstellung präsentiert rund 120 Originalfahrzeuge, in einer beeindruckenden Melange aus Modellen der drei Le-Mans-Rekordsieger Porsche, Audi und Ferrari sowie legendären französischen Marken wie Alpine, Peugeot, Bugatti und Matra, die die Geschichte der 24 Stunden ebenfalls maßgeblich geprägt haben. 4.700 detailgetreue Modellautos zeichnen die Entwicklung der Veranstaltung seit dem ersten Rennen von 1923 Jahrzehnt für Jahrzehnt nach.

Manoir de l'Automobile, Lohéac, Bretagne

Das in einem renovierten bretonischen Herrenhausensemble aus dem 17. Jahrhundert untergebrachte Manoir de l'Automobile in Lohéac beeindruckt mit einer der größten Automobilsammlungen Europas. Auf über 15.000 Quadratmetern präsentiert das Museum im Format einer chronologischen Zeitreise über 400 Fahrzeuge. Ein besonderes Highlight ist die Nachbildung einer Formel-1-Startaufstellung mit achtzehn Grand-Prix-Wagen der 1980er- und 1990er-Jahre. Daneben widmet sich die umfangreiche Ausstellung frühen Pionieren, exotischen Ferrari- und Lamborghini-Sportwagen, französischen Rallye-Legenden und berühmten Filmautos. Zudem lässt das Museum die Atmosphäre einer Dorfstraße der 1930er-Jahre wiederaufleben, mit 20 nachgestellten Geschäften und Werkstätten. Im Außenbereich wird das Erlebnis durch den „Circuit de Lohéac“ erweitert, auf dem dynamische Vorführungen, Trackdays und historische Events stattfinden.

Musée Espace Automobiles Matra, Romorantin-Lanthenay, Sologne

Französischen Autos eilt der Ruf voraus, eigenwillig, ungewöhnlich und bisweilen hochinnovativ zu sein. Diese Eigenschaften treffen auch auf Matra zu, jenes Luft- und Raumfahrtunternehmen, das sich Anfang der 1960er-Jahre in den Automobilsektor wagte. Der ursprünglich von René Bonnet entworfene Djet war bereits das weltweit erste Serienfahrzeug mit Mittelmotor, als Matra das Modell 1964 übernahm. Das in einer ehemaligen Kamerafabrik untergebrachte Museum verfolgt ein einzigartiges „Drei-Museen-in-einem“-Konzept, das Besucher mit rund 70 Fahrzeugen und einer erlesenen Auswahl an Motoren durch die Markengeschichte, die Motorsport-Erfolge und die technischen Innovationen führt. Der Rennsportbereich würdigt die goldene Ära unter Jean-Luc Lagardère und hebt den Formel-1-WM-Titel von 1969 (mit Jackie Stewart im Matra MS80) und drei Siege infolge in Le Mans (1972-74) hervor – untermalt von aufgezeichneten V12-Motorenklängen, die schon damals den Fans an der Strecke eine Gänsehaut und leichte Ohrenschmerzen bescherten. Die übrigen Hallen sind avantgardistischen Serienmodellen und Prototypen aus der Ära des heute 92-jährigen Matra-Chefingenieurs Philippe Guédon gewidmet: wie dem dreisitzigen Coupé Bagheera, dem Rancho (oft als Europas erster SUV/Crossover geltend), dem ersten Renault Espace (Pionier der Großraumlimousine) und dem ungewöhnlichen Avantime, einer Mischung aus Coupé und MPV. Abgerundet durch Studien wie den von einem Williams-Renault-V10 angetriebenen Espace F1, ist das Museum eine wundervolle Hommage an eine wegweisende Marke, die außerhalb von Frankreich in Vergessenheit zu geraten droht.

L'Aventure Peugeot, Sochaux, Franche-Comté

Das 1988 direkt neben dem historischen Produktionswerk und Stammsitz der Löwenmarke eröffnete Musée de l'Aventure Peugeot zeichnet die reiche Industriegeschichte des ältesten noch existierenden Automobilherstellers der Welt nach. Auch wenn die vielfältigen Ursprünge – von Werkzeugen über Fahrräder bis hin zu Kaffeemühlen – beleuchtet werden, liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Entwicklung des Automobils. Der seit kurzem erweiterte Motorsportkomplex bildet das Highlight und präsentiert den Besuchern legendäre Siegermodelle hautnah, darunter den 405 Turbo 16 Pikes Peak, den 406 STW in der markanten Hasseröder-Lackierung, den Le-Mans-Sieger 905 und den Wüstenbezwinger 205 Turbo 16 Grand Raid. Darüber hinaus zeigt das Museum radikale Designstudien und Prototypen aus verschiedenen Epochen. Wie den Peugeot 907 mit V12-Mittelmotor und die Studie Quasar von 1984, die sich durch eine markante Glaskuppel und den vom Gruppe B Peugeot 205 T 16 übernommenen und von zwei Turboladern auf 600 PS gekitzelten Motor auszeichnet.

Musée National de l'Automobile, Mulhouse, Alsace

Das nationale Automobilmuseum wurde 1982 für die Öffentlichkeit geöffnet und ist ein wahres Monument des automobilen Gigantismus, geboren aus der Sammelleidenschaft der Textilbarone Fritz und Hans Schlumpf. Die ehemalige Wollspinnerei wurde in ein 17.000 Quadratmeter großes Heiligtum verwandelt, beleuchtet von Hunderten Straßenlaternen, die jenen auf der Pariser Seine-Brücke Pont Alexandre III aufgestellten nachempfunden sind. Die Ausstellung lebt von einem faszinierenden Kontrast: Sie dokumentiert einerseits die Demokratisierung des Automobils durch frühe Pioniere wie Panhard und De Dion-Bouton und zelebriert andererseits unvergleichlichen Luxus der Extraklasse. Das Herzstück der Sammlung ist die weltweit größte Bugatti-Kollektion, gipfelnd in zwei legendären „Type 41 Royale“– darunter Ettore Bugattis persönliches „Coupé Napoléon“. Abgerundet wird die Hommage an automobile Spitzenleistungen durch eine in Form einer Startaufstellung spektakulär inszenierte Rennsport-Abteilung. Hier stehen Meilensteine ​​des Motorsports – wie der aerodynamische Bugatti Type 32 „Tank“ von 1923 oder der Mercedes-Benz W125 Grand-Prix-Silberpfeil von 1937 – neben exklusiven Luxuskarossen wie die von Stummfilmstar Charlie Chaplin.

Citromuseum, Castellane, Haute-Provence

Seit das nahe am Paiser Flughafen Charles-de-Gaulle gelegene offizielle Conservatoire Citroën im Sommer 2024 seine Tore schloss, hat sich das „Citromuseum“ zur ultimativen alternativen Pilgerstätte für Liebhaber der Marke mit dem Doppelwinkel entwickelt. Die beeindruckende Sammlung ist die Frucht einer vierzigjährigen Leidenschaft und präsentiert auf 2.500 Quadratmetern mehr als 125 Nachkriegs-Citroën. Der Kurator konzentriert sich konsequent auf Fahrzeuge mit geringer Laufleistung und in weitgehend originalem Zustand; die Laufleistung liegt im Schnitt bei nur 20.000 Kilometern, und die meisten Exponate tragen noch ihren Originallack. 
Das nur zwei Kilometer vom Ortszentrum Castellane an der Route Napoleon gelegene Museum gliedert sich in drei Bereiche: Eine Halle ist dem „Traction Avant“ und der DS gewidmet, eine weitere präsentiert die Ente (2CV) und den Wellblech-Kleintransporter Typ H, die dritte zeigt „Youngtimer“ – vom GS und SM bis zu CX und XM. Das Glanzstück ist die älteste erhaltene, regulär verkaufte DS, die bereits am Eröffnungstag des Pariser Autosalons von 1955 bestellt wurde.

Musée Automobile Reims Champagne, Reims, Champagne

Basierend auf der historischen Sammlung des Designers Philippe Charbonneaux (1917-1998, unter anderem verantwortlich für den Renault 8 und 16) präsentiert das 1985 eröffnete Musée Automobile Reims Champagne 160 Pkw und Nutzfahrzeuge, 90 Motorräder und 7000 Miniaturmodelle. Der Schwerpunkt liegt auf dem regionalen Kulturerbe und jenen Alltagsklassikern, die nach dem Krieg Frankreich auf Räder stellten. Wie so legendäre Großserienmodelle wie Citroën 2CV, Renault Dauphine, Peugeot 203 und diverse Simca. Auch die Geschichte des Motorsports und hier speziell die des berühmten historischen „Circuit de Reims-Gueux“ werden anhand von Rennwagen und Homologationsmodellen gewürdigt. Abgerundet wird die Schau durch seltene Schnauferl französischer Pioniere wie De Dion-Bouton oder Chenard & Walcker und Glanzstücke aus der goldenen Ära von Luxusherstellern wie Panhard & Levassor und Delahaye.
Fotos: Manoir de l'Automobile, Citromuseum, Musée Automobile Reims Champagne, Mathieu Bonnevie für Classic Driver, Alexander Lutz, Alexis Toureau für Musée National de l'Automobile, Maria Labzae für M24 Motorsport Museum

Übersetzt aus dem Englischen von Thomas Imhof 

Fotos: Manoir de l'Automobile, Citromuseum, Musée Automobile Reims Champagne, Mathieu Bonnevie for Classic Driver, Alexander Lutz, Alexis Toureau for Musée National de l'Automobile, Maria Labzae for M24 Motorsport Museum

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