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Bugatti hat 20 Jahre nach dem Original einen neuen Veyron herausgebracht

Als der Veyron im Jahr 2005 erschien, veränderte er die Autowelt für immer. Mit 1.000 PS und beispiellosem Luxus setzte er völlig neue Maßstäbe. Jetzt kehrt der Kultsportwagen als spektakuläres Einzelstück in die Gegenwart zurück: der La Maison Pur Sang Veyron 20 Years.

Die Monterey Car Week hat oft die Angewohnheit, ihre besten Geschichten unter den lautesten zu verstecken. In diesem Jahr hatte Bugatti einen Validierungsprototypen des Tourbillon für dessen erste Fahrten in Amerika im Gepäck und enthüllte zudem den außergewöhnlichen Destrier auf der Veranstaltung „The Quail“. Die Marke tat genau das, was sie am besten kann: Sie erinnerte die Welt daran, dass der Begriff Hypercar von anderen Herstellern im Grunde nur geliehen wird. Und dennoch fand sich inmitten dieses Spektakels die fast schon heimliche Übergabe eines ganz besonderen Veyron, der nun als La Maison Pur Sang Veyron 20 Years bekannt ist.

Zwanzig Jahre sind vergangen, auch wenn es sich kaum danach anfühlt. Der Veyron erschien im Jahr 2005 und definierte schlichtweg neu, was ein straßenzugelassenes Auto überhaupt sein durfte. Eintausend PS mögen heutzutage fast schon wie eine beiläufige Zahl klingen, doch der Veyron kombinierte diese Leistung mit einem derartigen Luxus, dass man mit dem Wagen problemlos zu einem eleganten Abendessen vorfahren konnte. Zwei Jahrzehnte später bleibt er der Maßstab, an dem sich jedes nachfolgende Hypercar messen lassen muss, wohl auch seine eigenen Nachfolger.

Es ist also überaus passend, dass Bugatti dieses Jubiläum nicht mit einer weiteren Konzeptstudie feiert. Stattdessen entschied man sich für eine Restaurierung, bei der ein einzigartiger Veyron durch La Maison Pur Sang, die Traditionsabteilung in Molsheim, zu neuem Leben erweckt wurde. Diese Abteilung beweist seit einigen Jahren sehr eindrucksvoll, dass diese modernen Klassiker exakt denselben Respekt verdienen wie ein Vorkriegs-Type 57. Die Übergabe an seinen Besitzer fand umgeben von der Petit Tour und den eleganten Cocktailempfängen der Maison Bugatti statt. Für die Verhältnisse in Monterey war es ein recht ruhiger Moment, doch er verdeutlichte eines ganz klar: Obwohl Bugatti unzählige neue Meisterwerke präsentieren konnte, nutzte die Marke ihr zwanzigjähriges Jubiläum, um jenes Auto zu würdigen, mit dem die moderne Ära begann. Es wurde respektvoll restauriert, anstatt es völlig neu zu erfinden.

Was am La Maison Pur Sang Veyron 20 Years besonders auffällt, ist seine optische Zurückhaltung, wenn man bedenkt, wie viel eigentlich verändert wurde. Die Farben sind für den Veyron völlig neu. Das Rouge Rembrandt des Tourbillon und das Petrol Blue des Chiron bilden in Kombination mit einem Interieur im Farbton Magnolia eine wunderbare Brücke zu den Modellen, die in die großen Fußstapfen des Veyron traten. Die auffälligste optische Neuerung sind die Felgen. Das überarbeitete Machiavelli-Design in den Chiron-Dimensionen von 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten verleiht dem Wagen einen moderneren Stand, ohne jedoch die Familienähnlichkeit einzubüßen. Neue Gittereinsätze an den Lufteinlässen verfolgen einen ganz ähnlichen Ansatz, denn sie wirken dezenter und schärfer, lassen das Auto aber weiterhin eindeutig als Veyron erkennen.

Im Innenraum entfaltet sich dann der wahre Luxus. Hier finden sich handgenähte Mocassin-Details an Lenkrad und Wählhebel sowie ein spezielles Jubiläumsemblem zwischen den Sitzen. Ein echtes Highlight ist das Côte de Genève-Finish auf der Mittelkonsole. Diese Veredelungstechnik stammt eigentlich direkt aus der Welt der feinen Uhrmacherkunst und wurde hier in einem Maßstab angewandt, für den sie ursprünglich niemals gedacht war. Es ist genau jene besessene Liebe zum noch so kleinen Detail, die Bugatti letztlich von der Konkurrenz abhebt.

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