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Das neue Tesla Model X breitet seine Flügel aus

Das Timing könnte nicht besser sein: Während Volkswagen sich sinnbildlich für die klassische Automobilindustrie die selbst zugefügten Wunden leckt, hat gestern in Kalifornien das neue Model X von Tesla wie ein weißer, zugegebenermaßen etwas korpulenter Phönix seine Flügel ausgebreitet.

Und auch wenn das rein elektrisch betriebene Luxus-SUV mit seinen Flügeltüren sicherlich nicht zu den elegantesten Entwürfen der Automobilgeschichte zählt, dürfte es doch für Aufsehen sorgen. Denn das mittlerweile dritte Modell der kalifornischen Elektro-Pioniere unter der Führung des charismatischen CEOs Elon Musk ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau: Mit mehr als 750 PS Fahrleistung verspricht das Tesla Model X die Dynamik eines Supersportwagens, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert nur 3,2 Sekunden. Da kann selbst der neue, als schnellstes SUV der Welt betitelte Bentley Bentayga nicht mithalten. Gleichzeitig soll das Koloss mit Allradantrieb, sieben Sitzen und großzügigem Stauraum in Front und Heck besonders alltagstauglich sein. Auch die etwas ungelenk wirkenden "Falcon Doors" sollen sich per Sensor nur soweit öffnen, dass etwa im Parkhaus ein eng stehendes Nachbarauto nicht berührt wird. Und dann ist da noch die Sicherheit: Laut Elon Musk soll der neue Tesla eines der sichersten Autos sein, die jemals gebaut wurden - die ersten Crashtests sollen bald veröffentlicht werden. Die Reichweite hat sich im Vergleich zum Tesla Model S allerdings nicht verbessert, sie liegt weiterhin bei etwa 400 Kilometern. Der Preis für das voll ausgestattete Modell liegt bei 142.000 US-Dollar, rund 25.000 Bestellungen sollen schon eingegangen sein.