Das BMW X Coupé von 2001 war ein visionärer Flop

Als Designchef Chris Bangle 2001 in Detroit das BMW X Coupé vorstellte, waren die Reaktionen gelinde gesagt verhalten. Heute, mit fast 15 Jahren Abstand, ist jedoch klar, wie wegweisend das Bangle'sche Formenflimmern noch sein würde.

Frühgeburt eines hässlichen Entleins

Kaum ein Auto wurde auf der Detroiter Autoshow im Januar 2001 so heiß diskutiert, wie das BMW X Coupé, einer Designstudie auf Basis des X5. Die Reaktionen reichten von Geringschätzung bis zu blankem Hass. Dass Chris Bangle mit dem Konzept wohl einfach der Zeit voraus war, wird der Automobilwelt erst jetzt langsam klar. Denn wie auch die anderen, wenig geliebten Bangle-Kreationen mit ihren konvexen und konkaven Designelementen, ist das BMW X Coupé nicht nur in Würde gealtert - es scheint auch andere Marken nachhaltig beeinflusst zu haben. Das Aston Martin DBX Concept ist nur ein Beispiel für ein hochgebocktes Sportcoupé, das demnächst auf die Straße kommen soll. Denn die Kombination aus dynamischem Design, Allradantrieb und hoher Sitzposition ist heute ein Erfolgsrezept, dass es den Sportwagenmarken überhaupt erst noch ermöglicht, ihre "klassischen" Sportwagenformen im Programm zu behalten. Und wenn aus dem seltsamen BMW X Coupé auch nie ein schöner Schwan geworden ist, so hat sein Schöpfer doch das Automobildesign seiner Generation entscheidend geprägt.

Fotos: BMW

Im Classic Driver Markt stehen zahlreiche klassische BMW zum Verkauf.