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Clark Gables Duesenberg SSJ triumphiert beim Pebble Beach Concours 2026

Beim 75. Pebble Beach Concours d'Elegance setzte sich eine amerikanische Vorkriegs-Ikone durch: der 1935er Duesenberg SSJ Special Speedster von Harry Yeaggy aus prominentem Vorbesitz. Für den Sammler aus Cincinnati ist es bereits der zweite Best-of-Show-Triumph auf dem Golfplatz.

Die 75. Ausgabe des Pebble Beach Concours d'Elegance zeichnete sich wie gewohnt durch eine unübertreffliche Auswahl an automobilen Schönheiten und Preziosen aus. Insgesamt wurden über 218 Autos auf dem geschichtsträchtigen Golfplatz in Carmel-by-the-Sea von der Jury begutachtet, und die Trophäe ging letztlich an eine Vorkriegs-Ikone – den 1935er Duesenberg SSJ Special Speedster von Harry Yeaggy, der die im Preis inbegriffene gravierte Rolex Perpetual 1908 mit nach Hause nimmt. Bei der Preisvergabe dürften auch der prominente Vorbesitz und die Verbindung des Autos mit Pebble Beach eine Rolle gespielt haben. Der Wagen gehörte einst der Hollywood-Ikone Clark Gable und zog später zu seinem zweiten Besitzer in den kalifornischen Küstenort um.

Tatsächlich ist es bereits das zweite Mal, dass der Sammler aus Ohio die „Best of Show"-Auszeichnung für eine amerikanische Vorkriegs-Ikone bekommt. 2007 wurde ein anderes Auto aus seiner Sammlung, der Duesenberg SJ Speedster „Mormon Meteor" aus demselben Baujahr, mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. „Ich habe schon einmal gewonnen, vor 19 Jahren, aber heute weiß ich es viel mehr zu schätzen. Ich weiß die harte Arbeit und die Zeit zu würdigen, die nötig waren, um hierher zu kommen. Die Leute ahnen gar nicht, wie schwer und besonders es ist, diesen Preis zu gewinnen. Es ist überwältigend", meint Yeaggy.

Duesenberg gehört traditionell zu den Jury-Lieblingen

Sein Wagen, einer von nur zwei jemals gebauten Duesenberg SSJ Special Speedstern, konnte sich gegen ebenfalls spektakuläre Konkurrenten wie einen 1938er Delahaye 165 Figoni et Falaschi Cabriolet, einen Ferrari 375 MM Pinin Farina Berlinetta aus dem Jahre 1955 sowie einen Ferrari 375 America Vignale Cabriolet von 1954 durchsetzen. Keine andere Marke gewann in Pebble Beach so oft wie Duesenberg – die Speerspitze der amerikanischen Autoindustrie vor dem Zweiten Weltkrieg.

Während der Markt für Sammlerautos aktuell eher zu jüngeren Klassikern aus den Neunzigerjahren und Zweitausendern tendiert, konnten die prunkvollen Automobile aus Indianapolis im Rahmen der Monterey Car Week glänzen – RM Sotheby's versteigerte den 1935er Duesenberg Model JN Convertible Coupe, der einst ebenfalls dem „King of Hollywood" gehört hatte, für über 9 Millionen Dollar. Es ist vermutlich noch zu früh, von einem „Vorkriegs-Revival" zu sprechen. Zusammen mit anderen starken Auktionsergebnissen für Klassiker der Dreißigerjahre stellt das aber einen echten Hoffnungsschimmer für eine Kategorie dar, der oft ein sinkendes Interesse prophezeit wird.

Der SSJ Special Speedster spielte damals in seiner eigenen Liga

Wenn man den Duesenberg SSJ Special Speedster in den Kontext seiner Zeit setzt, wirkt er noch spektakulärer. Ein Kompressor brachte den voluminösen Achtzylinder in dem Roadster, der auf einem Model-J-Fahrgestell mit verkürztem Radstand basiert, auf fast 400 PS – während damalige Volumenmodelle wie der Ford V8 nicht einmal über ein Viertel dieser Leistung verfügten.

Die Concours-Vorsitzende Sandra Button bringt die Bedeutung des Autos wie folgt auf den Punkt: „Duesenberg steht bei Menschen mit einer Leidenschaft für amerikanische Klassiker oft ganz oben auf der Wunschliste, und der ikonische SSJ ist der ultimative Ausdruck der Marke. Dieser Special Speedster, einer von nur zweien, die je gebaut wurden, bietet Stil und Leistung zugleich – und hat eine fantastische Hollywood-Vorgeschichte."

Fotos: Tom O'Neal für Rolex

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