Aston Martin V12 Zagato: Die Sache mit dem Z

Es gibt Liebschaften, die schreiben Geschichte. So etwa die Romanze zwischen dem englischen Traditionshaus Aston Martin und der italienischen Kreativschmiede Zagato. Und wo könnte man das jüngste Abenteuer der beiden besser feiern als in Paris, der Stadt der Liebe?

2011 steht dann beim Concorso d'Eleganza Villa d'Este das Jubiläumsmodell zum 50. Jahrestag der Zusammenarbeit.

Dass die anglo-italienische Zuneigung  nun schon gut ein halbes Jahrhundert wehrt, liegt wohl auch an der Kunst der Verknappung, die sich beide Marken auferlegt haben: Gerade einmal 19 Mal wurde Anfang der 1960er Jahre der Aston Martin DB4 GT Zagato gebaut – heute gilt er als einer der begehrenswertesten Klassiker überhaupt. Erst 1986 entwarf Zagato erneut eine Karosserie für die Engländer, der Aston Martin V8 Zagato wurde 89 Mal gebaut und gilt derzeit in Sammlerkreisen noch als „Sleeper“, der jedoch bald erwachen könnte. Anfang der 2000er Jahre folgen der Aston Martin DB7 Zagato und der DB AR1, beide ebenfalls in homöopathischen Dosen. 2011 steht dann beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este das Jubiläumsmodell zum 50. Jahrestag der Zusammenarbeit – der Aston Martin V12 Zagato.

Spritztour entlang der Seine

Eines von 101 Exemplaren steht derzeit bei Aston Martin Paris zum Verkauf. Und wir konnten uns nicht nehmen lassen, den seltenen Briten für eine Spritztour entlang der Seine aus dem Showroom zu entführen. Anders als bei den Vorgängern stammt das Design des Aston Martin V12 Zagato aus der Feder des Aston-Designchefs Marek Reichman, und doch ist der Sportler klar als Zagato zu identifizieren: Die Erkennungsmerkmale reichen vom obligatorischen Double-Bubble-Dach bis zu den rund 100 im Kühlergrill versteckten Z-Emblemen. Ähnelt er von vorn noch dem Serien-V12, so machen die breiten Hüften, der Heckspoiler und die ausgestellten Rückleuchten klar, dass hier ein ganz besonderer Aston durch die Straßen brüllt. 

 Tentakel und 2.000 Stunden Arbeit

Doch die Pariser Jugend hat ihre Hausaufgaben gemacht und identifiziert uns mit lauten „Sagatooh“-Rufen. Look und Klang sind aber nur zwei Argumente: Im Innenraum haben die Designer ein Muster aus kontrastierenden Kedern entworfen, dass sich wie ein Tentakel über die Sitze zieht. 2.000 Stunden Arbeit stecken in jedem Aston Martin V12 Zagato, entsprechend hoch ist der Preis: Ab Werk kostete der Italo-Aston rund 330.000 Pfund Sterling plus Steuern. Vergleicht man jedoch mit dem millionenschweren Aston Martin One-77 oder gar dem unbezahlbaren Aston Martin DB4 GT Zagato, liest sich der Aufpreis jedoch nur noch halb so erschreckend.

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