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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Gib es einen anderen und vergleichsweise vielfältigen Markt wie den Classic Driver Markt? Nun, wo sonst auf der Welt findet man neben einem Bowler und einem Bugatti Veyron auch einen Venturi 400 und einen AMG-Mercedes aus der Zeit vor der Fusion mit dem Werk? Nur im Classic Driver Markt!

Ferrari Française

In den 1990er-Jahren gab es kaum ein Auto, das dem Venturi 400 GT Trophy an Schnelligkeit, Eleganz und Fahrleistungen das Wasser reichen konnte. Nur 73 Exemplare dieses äußerst seltenen „französischen Ferrari“ wurden jemals gebaut, und jedes einzelne verkörperte das absolute Maximum an Venturi-Performance. Als erstes Modell überhaupt verfügte solch ein Venturi serienmäßig über Karbon-Keramik-Bremsscheiben, welche die 402 PS des V6-Turbomotors gnadenlos verzögerten. Mit seiner an den Ferrari F40 erinnernden Optik hielt dieser Venturi problemlos mit den Supercars von Ferrari mit, sprintete in nur 4,7 Sekunden von 0–100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 291 km/h.

Dieses Modell (Chassis #0051) aus 1992 wurde von Alvan Engineering, dem belgischen Venturi-Importeur, gewartet und 2016 vom SRO Race Centre in Le Castellet umfassend restauriert. Dabei wurden unter anderem neue Garrett-Turbolader eingebaut, der Motor komplett überholt und die Karosserie aufpoliert. Als besonderes Highlight erhielt das blaue Fahrzeug auf Wunsch des aktuellen Besitzers kürzlich vom französischen Künstler Bertrand Lavier ein paar gelbe Farbtupfer – als Hommage an die Art Cars, die zu Zeiten der Markteinführung dieses Venturi-Modells eingesetzt wurden. Wenn Sie also auf der Suche nach einem rennfertigen GT-Rennwagen der 1990er-Jahre sind, haben Sie ihn hier gefunden.

 

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Farbe nicht inkludiert

Als technisches Meisterwerk findet der Bugatti Veyron kaum seinesgleichen. Daher erscheint es nur logisch, die enorme Investition des Volkswagen-Konzerns in dieses bahnbrechende Fahrzeug nicht durch Kleinigkeiten wie die Lackierung zu schmälern – doch hier kommt der Veyron Pur Sang von 2008 ins Spiel. 

„Als unsere Designer die Produktionsanlage besichtigten und sich erneut von der technischen Schönheit des Fahrzeugs beeindrucken ließen“, so Achim Anscheidt, damaliger Leiter des Bugatti-Designs, „kam ihnen die Idee, den Wagen in seiner ursprünglichen Materialstruktur zu präsentieren – also ohne Lackierung.“ Daher wurde das zentrale Element des Veyron, das Karbonfaser-Monocoque, lediglich mit einer Schicht Klarlack überzogen, während die übrige Karosserie aus einer speziell für den Veyron entwickelten, hochglanzpolierten Aluminiumlegierung mit Bezeichnung AlMgSi 0.3 Vitral 42 bestand. Nur fünf Veyron 16.4 Pur Sang Pur (dieses Modell ist die Nummer Eins) wurden jemals gebaut, was sie zu einem der seltensten Modelle aus Molsheim macht. Dieses Exemplar mit drei Vorbesitzern hat lediglich 7.629 Kilometer auf dem Tacho und könnte am 18. Oktober bei RM Sotheby’s München-Auktion ein begehrtes Sammlerstück werden.

 

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Meisterstück vor der Fusion

Anno 2025 weckt kaum ein Auto bei Petrolheads so viel Begeisterung wie ein AMG-Modell aus der Zeit vor der Fusion mit Mercedes-Benz. Diese seltenen Fahrzeuge steigen stetig im Wert, da Mercedes-AMG offenbar versucht, den Fehler der Umstellung von den beliebten V8-Motoren auf Hybrid-Vierzylinder zu korrigieren. Bei der Entwicklung dieses Mercedes SL 600 AMG von 1994 wurden die Abgasnormen völlig ignoriert. Unter der Haube verbirgt sich der bewährte M120-V12 mit 6,0 Litern Hubraum und stolzen 441 PS. Kenner werden die Bezeichnung M120 wiedererkennen, denn dieser Motor wurde später auch im Pagani Zonda verbaut – ein weiterer Pluspunkt für diesen AMG.

Von diesem Modell auf Basis der Generation R129 entstanden weniger als 50 Exemplare, und nur wenige (wie dieses) verließen das Werk mit originalen AMG-Upgrades, wie die vollständige Dokumentation in den Mercedes-Benz-Archiven belegt. Neben der Leistungssteigerung verfügt dieser SL über eine AMG-Auspuffanlage, Stoßfänger vorne und hinten, Seitenschweller, einen Heckspoiler, 17-Zoll-Mehrspeichenfelgen und sogar einen AMG-Tachometer. In der eleganten Farbgebung Brilliant Silber Metallic mit einer Exklusiv-Ausstattung in Anthrazit-Leder und einer Laufleistung von 84.163 km wartet dieser ursprünglich für den japanischen Markt produzierte und bei Rock ‘N Roll Classics in Belgien offerierte SL nur darauf, von seinem neuen Besitzer weitergenossen zu werden.

 

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Built to Kill 

Es gibt wohl nur sehr wenige Menschen auf der Welt, die einen Lamborghini Diablo erblicken und dann denken: „Der ist mir noch zu normal“. Aber es gibt sie tatsächlich. Einer dieser „Bekloppten“ war Roland Affolter, offizieller Lamborghini-Importeur für die Schweiz. Er baute in den 1990er-Jahren insgesamt zehn Diablo nach „Evolution GT1“-Spezifikation um, darunter auch dieses atemberaubende Exemplar aus dem Jahr 1993 in Violett mit blauem Alcantara-Interieur.

Die Karosserie bestand aus einer Mischung aus Kohlefaser und einer Aluminiumlegierung und war mit unzähligen Lufteinlässen, Schlitzen und Spoilern durchsetzt. Die vier zentral angeordneten Auspuffrohre ließen unschwer erkennen, dass hier einer der stärksten und aggressivsten Sportwagen der Welt unterwegs war. Das Karosserie-Kit war ein zentrales Merkmal des Evolution GT1, und als Option stand ein Power-Upgrade auf 620 PS im Angebot, möglich gemacht durch den Einbau von vier Turboladern. Obwohl der 5,7-Liter-V12 dieses Diablo scheinbar unverändert geblieben ist, wird dieser frisch gewartete Lamborghini nach der Broad Arrow’s Auktion in Zürich vom 1. November seinem neuen Bändiger sicher ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern.

 

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Britischer Gelände-Bulldog

Range Rover Sport sind auf englischen Waldwegen weit verbreitet, doch obwohl er die Scheinwerfer von Englands beliebtestem SUV übernimmt, ist dieser Bowler EXR-S von 2013 alles andere als gewöhnlich. Als eines von drei rechtsgelenkten und insgesamt nur sechs gebauten Exemplaren sowie in der einzigartigen Farbkombination „Lamborghini Verde Hydra“ (inspiriert von einer Farbe für den Aventador) und einer hellbraunen Lederpolsterung ist er wohl das spektakulärste Modell seiner Baureihe.

Wie der Buchstabe „S“ schon andeutet, wird der EXR-S von Jaguars 5,0-Liter-V8-Kompressormotor angetrieben, der hier beeindruckende 550 PS und ein Drehmoment von 625 Nm auf den Asphalt oder den Waldboden schickt. Als erstes Straßenfahrzeug von Bowler, das 2013 auf den Markt kam, verfügt dieser EXR-S über eine Sechsgang-Automatik mit Schaltwippen und permanenten Allradantrieb (Kraftverteilung 50:50). Die Bremsleistung wird durch 360-mm-Scheibenbremsen mit Sechskolben-Bremssätteln an der Vorder- und 340-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln an der Hinterachse sichergestellt. Dank eines Federweges von 285 Millimetern dürfte es kaum ein Gelände geben, das diesem Bowler ein echtes Problem bereitet. Kurz gesagt: Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Kinder nie wieder zu spät zur Schule kommen, könnte dieser britische Kraftprotz genau das Richtige für Sie sein.

 

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