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Nehmen Sie sechs Freunde mit auf dieser Land-Rover-Yacht

Der klassische „Landy“ gilt nicht nur als unverwüstlicher Alleskönner im Gelände, sondern auch als extrem wandlungsfähig. Was dieser bordeauxrote und im Interieur luxuriös ausgestattete „Ninety“ eindrucksvoll beweist: mit sieben Sitzplätzen auf kurzem Radstand, umhüllt von Leder und Teakholz.

 

Der ursprünglich für den Einsatz in der Landwirtschaft gedachte Land Rover war so etwas wie Großbritanniens Antwort auf den amerikanischen Willys Jeep. Heute gilt der klassische Landy längst als Geländewagen-Ikone; viele seiner Fans zeigen dem 2020 neu eingeführten Defender die kalte Schulter und halten dem alten Schlachtross eisern die Treue.

1983 war ein wichtiges Jahr in der 1948 begonnenen Geschichte des Land Rover, als die Briten die bis dahin produzierten Serie-III-Modelle durch das neue Modell „One Ten“ ersetzten, so benannt nach dem Radstand von 110 Zoll, was 2,80 Metern entspricht. Im Jahr darauf folgte der „Ninety“, mit exakt 92,9 Zoll oder 2,36 Metern deutlich weniger Raum zwischen beiden Achsen. Noch ein Jahr später erschien die längste Variante des Trios, der „One Two Seven“ mit 127 Zoll oder 3,23 Metern Radstand.

 

Optisch zeichneten sich die Nachfolger der Serie III durch einen nun nicht mehr zurückversetzten Kühlergrill, eine größere und einteilige Windschutzscheibe sowie stärker ausgestellte Radhäuser aus. Den größten technischen Fortschritt bescherte der permanente, vom Range Rover abgeleitete Allradantrieb mit zweistufigem Verteilergetriebe und sperrbarem Mitteldifferenzial. Schraubenfedern für Vorder- und Hinterachse verbesserten den Federungskomfort und die Achsverschränkung. Auch das Interieur und die Motoren (ein Diesel, zwei Benziner) erfuhren eine Auffrischung.

Dieses vom französischen Händler Eleven Cars angebotene Modell wurde ursprünglich im Mai 1985 gebaut und bringt das Kunststück fertig, auf dem kurzen Radstand des Land Rover „Ninety“ bis zu sieben Passagiere unterzubringen. Auf der vorderen Sitzreihe finden allein drei Insassen auf bequemen Einzelsitzen nebeneinander Platz. Je zwei weitere gelangen über die geöffnete Hecktür zu zwei quer zur Fahrtrichtung installierten Bänken, deren Sitzflächen bei Bedarf heruntergeklappt werden können. Diese Fondplätze sind ebenso wie die Türinnenseiten mit dem identischen beigen Leder der Vordersitze bezogen, während der Boden und die Innenseite der seitlich angeschlagenen Hecktür mit edlem Teakholz verkleidet sind.

 

Die komplette Restaurierung des Kastenrahmens und die Sonderarbeiten (Sonderlackierung in einem wunderschönen Bordeauxrot, Lederausstattung und Holzbodenverkleidung) verschlangen über 1.300 Arbeitsstunden. Darin enthalten ist auch die Montage eines neuen Softtops, das die vier Fondpassagiere vor zu viel Regen oder Sonne schützt. Im offenen Zustand genießen sie dagegen authentisches Cabrio-Feeling und auf einer Fahrt über die unbefestigten Pfade eines Nationalparks freie Sicht auf Wildtiere und Landschaften. Für verlässlichen Vortrieb sorgt der im Vergleich zum Diesel seltene 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, der über ein Fünfganggetriebe 83 PS in den permanenten Allradantrieb leitet.

 

Wenn Sie schon immer von einem kompakten Land Rover 90 von altem Schrot und Korn geträumt haben, aber Ihre Abenteuer gerne mit mehreren Freunden und in einem gediegenen Ambiente teilen wollen, dann ist dieser sehr stimmig veredelte Landy vielleicht genau das Richtige.

 

 


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