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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Zwei absolut konträre Modelle aus Wolfsburg und zwei aus unterschiedlichen Epochen stammende Italiener sind zusammen mit einem britischen Urviech unsere Marktfunde der Woche. Alle verbindet ihre geringe Stückzahl – sicher kein Nachteil in einem Markt, der für seltene Modelle empfänglich ist.

Wolfsburger Sparwunder

Der einstige VW-Konzernchef und ewige Technik-Grenzgänger Ferdinand Piëch liebte Extreme: Porsche 917, W16-Motoren und, im krassen Gegensatz dazu, ein Auto, das mit nur einem Liter Treibstoff 100 Kilometer weit kommen sollte. Als XL1 ging die Idee 2013/14 in Kleinserie. Dieser in England angebotene XL1 ist das 148. von 200 Kundenfahrzeugen und besticht bis heute durch seine Stromlinienform mit einem cW-Wert von 0,189. Anders als bei den frühen Konzeptfahrzeugen sitzen die beiden Insassen neben- statt hintereinander. Angetrieben wird er von einem Zweizylinder-Turbodiesel, unterstützt von einem Elektromotor. Mit vollem Lithium-Ionen-Akku fährt der XL1 rund 50 Kilometer rein elektrisch, und dank des Zehn-Liter-Tanks kommt er auch im Alltag weit über 400 Kilometer. Den offiziellen Normverbrauch gab VW mit 0,9 l/100 km an. Wir wünschen dem neuen Besitzer viel Erfolg beim Aufstellen neuer persönlicher Sparsamkeitsrekorde.

 

 

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 Panther mit Stier-Herz

Was kommt heraus, wenn man ein an den ikonischen 70er-Jahre-Sportwagen De Tomaso Pantera erinnerndes Design mit dem 5,2-Liter-V10 und der Bodengruppe eines Lamborghini Huracán kombiniert? Die Antwort: der „Panther ProgettoUno“ von Ares Design aus Modena. Ob man ihn nun als wiedergeborene Ikone oder als sehr teures Designerspielzeug für Sammler sieht: Diese italienische Supersportwagen-Melange ist mehr als ein simpler Retro-Aufguss. Vielmehr schreibt der Karosseriebauer aus dem Motor Valley die Vergangenheit stimmig neu. Die Proportionen samt Klappscheinwerfern erinnern an den Pantera, die Technik ist modern: eine Karosserie aus Carbon (spart 100 Kilo), Allradantrieb mit Haldex-Kupplung und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

 

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Britischer Bulle

Kein ABS, keine Traktionskontrolle, erst recht kein ESP (was ist das?). Nein, ein TVR Griffith ist nichts für Warmduscher – ehrliche britische Sportwagen-Manufaktur at its very best. Dieser Roadster in Rolex Blue (tatsächlich ein Lila) ist das sechste Exemplar einer auf 100 Autos limitierten „Special Edition“, die TVR von 2000 bis 2002 zum Abschied des Griffith als „500 SE“ auflegte. Wie der reguläre Griffith 500 wird er von einem Fünfliter-Rover-Dampfhammer mit 345 PS angetrieben. Das Interieur kombiniert das Armaturenbrett des Chimaera mit Sitzen aus dem Cerbera – bei diesem Exemplar ausstaffiert mit Leder in Weiß und Lila. Solch ein unter Sammlern besonders gefragter Griffith 500 SE bietet noch echte Fahrerlebnisse im analogen Grenzbereich – doch Vorsicht, er beißt.

 

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Glanz einer vergangenen Epoche

Ehe 1950 mit dem 1900 der erste Alfa mit selbsttragender Karosserie anlief, erschienen in den ersten Nachkriegsjahren noch wenige 6C-Modelle in klassischer Bauweise mit separatem Fahrgestell. Eines davon ist dieses 6C 2500 Super Sport Coupé aus dem Jahr 1947. Es gehört zu nur rund 120 bei Touring Superleggera eingekleideten SS-Coupés mit kurzem Radstand und blieb knapp 60 Jahre bei seinem Erstbesitzer in Portugal. 2006 kam es nach Deutschland, wo es bis 2010 vollständig restauriert und 2011 in voller Grandezza beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este gezeigt wurde. Das Alfa-Romeo-Echtheitszertifikat bestätigt den Matching-Numbers-Motor, die Originalfarbe Hellgrau und den originalen blauen Innenraum. Dieser atemberaubende Nachkriegs-6C, der 2019 erstmals auch in Pebble Beach auftrat, kann in Zentralkalifornien besichtigt werden.

 

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Der Wolf im Golfspelz

Als erstes von zwei Golf-Topmodellen mit der Bezeichnung R32 brachte Volkswagen 2002 einen 241 PS starken Hot Hatch auf Basis des Golf IV an den Start. Die Resonanz war so groß, dass statt der anfangs geplanten 5000 rund 12.000 Stück gebaut wurden, davon 7000 für Europa. Die „32“ stand für den Hubraum von 3,2 Litern des VR6-Motors, der seine Kraft über den 4Motion-Allradantrieb an beide Achsen schickte. Dieses Exemplar aus erster Hand gehört zu den rund 2000 nach Großbritannien gelangten R32 und gefällt in der Perleffektfarbe Deep Blue über einem hellgrau-schwarzen Interieur mit reichlich Alcantara. Da er erst 625 Kilometer gelaufen ist und lange gestanden hat, will er von seinem zweiten Besitzer behutsam eingefahren und danach hoffentlich (und endlich) artgerecht bewegt werden.

 

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