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Der neue Tesla Roadster ist da – und er fliegt!

Er fuhr eine Rampe hinauf, zündete Kaltgastriebwerke und drehte eine Fassrolle in der Luft: Der neue Tesla Roadster überwindet die Schwerkraft des herkömmlichen Autofahrens, soll sich in der Basisversion aber weiterhin manuell steuern lassen. Produktionsstart: frühestens 2028.

 

An ein und demselben Abend trafen zwei gegensätzliche Visionen für die Zukunft des Sportwagens aufeinander. An einem Kai im New Yorker Stadtteil Queens, vor der Skyline Manhattans, zeigte Porsche den „Mission S“: ein Hypercar mit Mittelmotor-Verbrenner und einer bewussten Rückbesinnung auf analoge Werte. Auf dem Gelände von SpaceX in McGregor, Texas, präsentierte Elon Musk so ziemlich das Gegenteil: den neuen Tesla Roadster, rund neun Jahre nach dessen erster Vorstellung, auf die der angekündigte Marktstart nie folgte. Der Wagen fuhr eine geschwungene Rampe hinauf, zündete seine Kaltgastriebwerke, vollführte in der Luft eine Fassrolle und setzte sicher wieder auf. In einem weiteren Stunt sprang er über eine Reihe geparkter Tesla-Modelle.

 

Das Design mit Scherentüren und einer extrem kantigen, reduzierten Formensprache erinnert an Lamborghini ebenso wie an den hauseigenen Cybertruck. Versteckte Scheinwerfer, eine durchgehende Rückleuchte und bündig integrierte Aerodynamikelemente lassen die Karosserie glatt und geschlossen wirken – bis am Heck ein gewaltiger Flügel ausfährt.

Der futuristische Roadster soll in drei Varianten kommen. Schon die Basisversion „Performance“ bietet aktive Aerodynamik und ein Multimodus-Saugsystem, das für maximalen Abtrieb Luft unter dem Fahrzeug absaugt. Laut Tesla entsteht dabei so viel Unterdruck, dass der Roadster selbst im Stillstand an der Decke haften könnte. Die „Thrust“-Version erhält zusätzlich Kaltgastriebwerke. An der Spitze steht der „Rocket“: ein Einsitzer mit Düsen rund um die Karosserie, die Schub nach vorn und oben erzeugen und seitliche Drehbewegungen ermöglichen sollen.

 

Die „Thrust“-Version soll in 0,8 Sekunden von 0 auf 60 mph (96 km/h) beschleunigen und wäre damit schneller als ein Formel-E-Rennwagen der Generation 4, der dafür 1,8 Sekunden braucht. Der „Rocket“ soll diesen Wert sogar auf 0,59 Sekunden drücken, müsste aber eigens sicherheitstechnisch bewertet werden, um überhaupt in irgendeinem Land zugelassen zu werden.

 

Im Innenraum bleibt Tesla seiner reduzierten Designlinie treu: Steer-by-Wire-Lenkrad, zentrales Display und zusätzliche Anzeigen im Blickfeld des Fahrers. Das Interieur ist in Weiß gehalten und mit grauen Mikrowildlederflächen kombiniert.

 

Während Tesla mittelfristig ganz auf vollautonome Modelle setzen will, soll der Roadster zumindest in seiner Basisversion weiterhin manuell steuerbar sein. Bei der Präsentation wurde 2028 als möglicher Produktionsstart genannt. Bis dahin sind Batteriekapazität, Reichweite, Seriengewicht und Preis ebenso offen wie die Frage einer Straßenzulassung.

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