


Es gibt Ankündigungen von Ferrari, die das gesamte Gewicht der Markengeschichte in sich tragen. Die Enthüllung des Luce unter dem spektakulären Dach der Vela di Calatrava in Rom ist genau so ein Moment. Das Datum wurde mit Bedacht gewählt: Der 25. Mai 2026 markiert auf den Tag genau 79 Jahre, seit Franco Cortese im Ferrari 125 S beim Gran Premio di Roma den allerersten Rennsieg der Scuderia einfuhr. Ferrari feierte den ersten Triumph in dieser Stadt – und kehrte nun dorthin zurück, um der Welt zu zeigen, was als Nächstes kommt.

Und diese Zukunft ist außergewöhnlich. Der Luce ist der erste reine Elektrowagen aus Maranello, doch das Unternehmen legt großen Wert auf die richtige Einordnung: Dies ist nicht einfach ein elektrischer Ferrari. Es ist ein völlig neuer Ferrari, der durch eine rein elektrische Architektur überhaupt erst möglich wurde – kompromisslos entwickelt und frei von alten Konventionen.
Die nackten Zahlen lassen kaum Raum für Zweifel: Vier Elektromotoren, einer pro Rad, leisten zusammen 1.050 PS. Von null auf 100 km/h geht es in 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 310 km/h und die Reichweite übersteigt 530 Kilometer. Da jedes Rad unabhängig angetrieben, gelenkt und in seiner vertikalen Bewegung kontrolliert wird, fährt sich der Wagen mit einer Leichtigkeit und Präzision, die kein klassischer Antrieb je erreichen könnte.



Das Design entspringt einer engen Zusammenarbeit zwischen Sir Jony Ive und Marc Newson vom Kreativkollektiv LoveFrom sowie Ferraris eigenem Designchef Flavio Manzoni. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug von fast schon provokanter Schlichtheit – eine Glaskuppel von extremer Reinheit, schwebende aerodynamische Flügel an Front und Heck sowie ein Innenraum, in dem Hunderte maßgeschneiderte Details zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. Fünf Sitze, vier Türen, kein Mitteltunnel. Hochwertige Materialien wie recyceltes Aluminium und Gorilla-Glas treffen auf mechanische Bedienelemente, die jede Berührung haptisch belohnen.

Auch der Sound sollte nicht unerwähnt bleiben. Statt künstlicher Klänge aus dem Synthesizer hat Ferrari ein patentiertes System entwickelt, das die Vibrationen der rotierenden Bauteile direkt abgreift und in Echtzeit verstärkt – ausdrucksstark, wenn Leistung gefordert ist, und absolut leise im entspannten Modus. Ein durch und durch authentischer Ansatz, wie er eben nur von Ferrari kommen kann. Der Luce ersetzt nicht, was vorher war. Er öffnet eine Tür, die es bisher schlichtweg nicht gab.




























