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Dieser McLaren F1 GTR einer Rock-Ikone soll über 35 Millionen Dollar einbringen

Der McLaren F1 GTR Chassis 10R drehte in Le Mans seine Runden zählt zu den ikonischsten Exemplaren seiner Art und gehörte seit 1999 dem Pink Floyd-Schlagzeuger Nick Mason. Im August bringt RM Sotheby's ihn in Monterey unter den Hammer.

 

Auch wenn es sich bei jedem einzelnen der insgesamt 28 gebauten McLaren F1 GTR um eine absolute Ausnahmeerscheinung handelt, überstrahlt diese rot-gelbe Berühmtheit ihre legendären Geschwister noch einmal deutlich. Die Faszination für Chassis 10R begründet sich dabei keineswegs nur in seiner leuchtenden Pop-Art-Lackierung, die quintessenziell für ihre Dekade steht, sondern vielmehr in seiner faszinierenden Historie und seinem prominenten Vorbesitzer, seines Zeichens der Schlagzeuger einer der kommerziell erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.

RM Sotheby's bringt dieses Monument der britischen Automobilgeschichte vom 13. bis zum 15. August 2026 im Rahmen seiner Monterey-Auktion unter den Hammer. Den Schätzwert beziffert das Auktionshaus auf über 35 Millionen Dollar, oder umgerechnet etwa 30,6 Millionen Euro.

 

Der Wagen rollte im Dezember 1995 aus den Werkshallen in Woking – als erstes von lediglich neun gebauten Autos mit der nachgeschärften Spezifikation für die Saison 1996. McLaren hat nur zwei Short-Tail-Prototypen gebaut. Dieser hier diente der britischen Sportwagenschmiede zunächst als voll funktionstüchtiger Versuchsträger und behielt als einziger GTR die auffällige Werkslackierung.

Die Rennkarriere des GTR gipfelte im Frühjahr 1996 bei den offiziellen Vortests für die 24 Stunden von Le Mans. Unter der Regie des amtierenden Siegerteams Kokusai Kaihatsu Racing jagte der Werksfahrer David Brabham das Auto über den legendären Circuit de la Sarthe. Die überarbeitete Aerodynamik und das leichtere Magnesiumgetriebe machten diese Generation zur schnellsten und begehrtesten Ausbaustufe des ikonischen Renners. Selbst die Langheck-Version für die Saison 1997 konnte mit der gelb-roten Rakete nicht mithalten.

 

Der extrem seltene McLaren markiert nicht nur den Höhepunkt des Neunzigerjahre-Rennsports, sondern auch das Ende einer prägenden Ära. Der F1 GTR was der letzte Gesamtsieger in Le Mans, der noch unmittelbar von einem straßentauglichen GT-Auto abstammte.

Nach seiner aktiven Zeit im Motorsport ging der F1 GTR in die Hände eines der größten Auto-Enthusiasten der Rock-Geschichte über. Nick Mason, der Schlagzeuger der Rockband Pink Floyd, der selbst insgesamt fünfmal in Le Mans an den Start gegangen war, erwarb das Auto im Jahr 1999 direkt vom Hersteller. Es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass der optisch wohl markanteste GTR an ein Gründungsmitglied gerade der Band ging, die mit dem Cover von „The Dark Side of the Moon“ eines der revolutionärsten visuellen Meisterwerke der Siebzigerjahre auf insgesamt über 45 Millionen Tonträgern drucken ließ.

 

Für den Betrieb auf öffentlichen Straßen rüstete McLaren den kompromisslosen Rennwagen selbst um; 1999 erhielt er das britische Kennzeichen „K40 MCL". Die fortlaufende Wartung übernahmen anschließend die Spezialisten von Lanzante um Paul und später Dean Lanzante – dieselbe Werkstatt, die das siegreiche Kokusai-Kaihatsu-Team von Le Mans 1995 betreute und die später auch zwei Restaurierungen des Wagens durchführte, nachdem er 2009 und 2017 bei Testfahrten beziehungsweise bei einer Demonstrationsfahrt in Goodwood beschädigt worden war.

Nick Mason, der unter anderem auch einen Ferrari 250 GTO, einen Maserati 250F und einen Porsche 962 sein Eigen nennt, pflegte den Wagen fortlaufend auf höchstem Niveau. So bekommt der Höchstbietende nicht nur ein statisches Stück Motorsport-Geschichte, sondern auch voll fahrbereites Gesamtkunstwerk.

 

 

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