Steigt Alexandre Meerson zum Horacio Pagani der Uhrenwelt auf?

Alexandre Meersons handgefertigte Uhren entstehen in Großbritannien und besitzen einzigartige Schweizer Uhrwerke, die von rund 90 Schweizer Meistern zusammengebaut werden. Die neue D15 GMT ist der erste Zeitmesser der Manufaktur, der für anspruchsvolle Reisende ersonnen wurde.

Ehe er seine eigene Marke in der englischen Grafschaft Surrey gründete, sammelte der französische Designer Alexandre Meerson Erfahrungen als Berater von namhaften internationalen Uhren- und Schmuckunternehmen. „Ich möchte ein neues Kapitel in der langen Designgeschichte meiner Familie aufschlagen,” erzählt Meerson. „Mein Vater gehörte zu jenen, die in den fünfziger Jahren die Modeuhr mit ihrer Betonung des Stils entwickelten.” Meersons Vater war es auch, der ihm riet, Designer zu werden. Sein lang gehegter Wunsch nach mehr künstlerischer Freiheit erfüllte sich 2007 mit der Gründung einer eigenen Uhrenmarke.

„Ich habe mir vorgenommen, klassisch-moderne Zeitmesser zu gestalten, die von A bis Z aus unserem Haus stammen,” erklärt Meerson. „Das komplette Design für jede Uhr entsteht in unserem englischen Studio, gleichzeitig fertigen mehr als 88 Schweizer Uhrmacher nach unseren Vorgaben jedes einzelne Teil des Uhrwerks.” Für Meerson zählt besonders die Integrität, denn jeder Zeitmesser wird auf Kundenwunsch handgefertigt. „Ich designe zwar die Silhouette, aber jede Uhr wird durch die unterschiedlichen Materialien, Farben, Gravuren und nach Mass gearbeiteten Lederarmbänder individualisiert.”

Das neueste Modell aus der jungen Manufaktur ist die schlanke und elegante D15 GMT, deren Komplikation Reisenden erlaubt, den Stundenzeiger in Ein-Stunden-Intervallen einzustellen „Allein das Polieren des wasserdichten Gehäuses dauert 76 Stunden,” sagt Meerson. „Ich wollte, dass die Armband-Ösen die Schärfe eines japanischen Schwerts besitzen, ohne dabei die Haut zu verletzen.” Das Design und die Verarbeitung dieser Uhr sind so beeindruckend, dass man mehr, als nur einen kurzen Blick auf die Uhrzeit werfen möchte. Meerson sieht in seinem Anspruch eine Ähnlichkeit zu der Manufaktur von Pagani, deren individuell gestaltete Supersportwagen mit kleinen Stückzahlen begehrenswert bleiben. „Ich möchte nicht den Markt mit meinen Uhren fluten. Das erhöht den Preis, aber auch die Exklusivität.” Getragen von einer ganz ähnlichen Philosophie könnte man in zehn Jahren genauso auf die D15 GMT wie auf den Zonda zurückblicken.

Fotos: Alexandre Meerson

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