Gipfelsturm in Graubünden mit Ronnie Kessel und seinem Audi RS2

Es muss nicht immer ein von V12-Power angetriebener 2+2 sein oder behäbige Luxus-SUV. Um die ultimativen Winterspiele im Schnee auszukosten, bietet der Audi RS2 Avant alles, was das das Sportlerherz begehrt. Ronnie Kessel liefert in den Bergen Graubündens den Beweis.

Vielleicht finden Sie es seltsam, dass ein Mann wie Ronnie Kessel, der sein Leben der Welt von Ferrari verschrieben hat, seine Wochenenden im verschneiten St. Moritz am Steuer eines von Porsche entwickelten Audi RS2 Avant verbringt, statt ein Auto mit dem springenden Pferd aus dem Stall zu holen. 

„Natürlich brenne ich für Ferrari, aber am Ende des Tages bin auch ich ein Car Guy“, als wir immer höher in die Bergwelt steigen, begleitet vom kehligen Grollen des aufgeladenen 2,2-Fünfzylinders, dass den komfortablen Innenraum erfüllt. „Außerdem hatte mein Vater Loris dieses Auto als ich noch klein war, und das war bevor er selbst ein Ferrari-Mann wurde!“

Mal abgesehen von familiären Bindungen, es sind schon fast zwei Jahre vergangen seit wir Ronnie und das Kessel-Reich, das er im schönen Schweizer Seeort Lugano führt, besucht haben. In dieser Zeit hat er weiter unermüdlich daran gearbeitet, sein vielschichtiges Unternehmen auszubauen – von der Restaurierung klassischer Ferrari, dem Verkauf neuer Modelle bis hin zum Support der Kunden durch Kessels globale Motorsportabteilung. Gerade letzteres wartet mit Highlights auf wie Betreuung zweier Autos in der GTE AM-Kategorie in Le Mans 2019, die auch ins Ziel kamen und als Gesamtdritter die Gulf 12 Hours in Abu Dhabi mit einem gewissen Valentino Rossi erfolgreich abzuschließen. Wie Ronnie stolz bemerkt: „Life is good in Lugangeles!“

Was also macht ein Mann zur Entspannung, der sich selbst als ruheloser Tischtennisball, der zwischen diversen Verpflichtungen hin und her springt, beschreibt? Ganz einfach, er sprintet in drei kurzen Stunden von Lugano nach St. Moritz, einem Ort, der im immer schon viel bedeutet hat. „St Moritz ist wirklich Top oft he World“, erzählt er. „Mein Vater stammt aus dieser Region und ich selbst habe seit ich drei Monate alt war jeden Sommer und Winter hier verbracht. Ob auf dem Mountainbike im Sommer oder in der rasanten Rinne des Cresta Run, es gibt immer irgendeinen Sport, den man hier betreiben kann. Dank dem St. Moritz Automobile Club gibt es auch eine Reihe von Treffen.“

Was die Mobilität in St. Moritz angeht, dann ist das wesentliche Element für den Trip vom Chalet zur Kabinenbahn oder dem Poloplatz ein Allradantrieb. Wobei Hochleistung unter der Motorhaube nicht zwingend ist, schließlich tummeln sich im mondänen Skiort jede Menge Panda 4x4. Dafür muss Raum genug für Freunde und ihre Skiausrüstung sein. Der Audi RS2, ein auf den ersten Blick seriös wirkender Familientransporter – allerdings mit 315 PS – wurde seinerzeit in Kooperation mit Porsche gebaut und ist wie maßgeschneidert für Graubünden. 

„Ein Topauto für eine Topdestination“, scherzt Ronnie. „Scherz beiseite, es ist wahrscheinlich eines der besten handgeschalteten Fahrzeuge, mit denen ich je auf Schnee gefahren bin – mit der Quattro-Technologie klebt es förmlich auf der Straße. Außerdem ist es das Urmodell aller neueren und wesentlich auffälligeren Audi RS. Sagen wir einfach, dass es als Spielzeug hier oben in den Bergen ein absolutes Muss ist.“ Nur die Räder vom Porsche 968 Clubsport und die roten Motorsport-Bremssättel verraten die sportlichen Ambitionen des RS2.

Ronnie steht ein spannendes Jahr bevor: Kessel Racing feiert 2020 den 20. Geburtstag, ein Anlass, der entsprechend begangen werden wird. „Wir planen etwas richtig Großes“, schwärmt er. „Wir wollen alle Ferrari GT mit dem wir in den letzten 20 Jahren Rennen gefahren sind, zusammen auf einer Rennstrecke vereinen.“ Allein der Gedanke an die vielen 360, F430, 458 und 488 GT lässt unseren Puls hochschnellen, aber da ist noch ein Event mit dem Ronnie eng verbunden ist, der noch früher im Kalender auftaucht. Und wo könnte der stattfinden? Natürlich in St. Moritz. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr kehrt The International Concours of Elegance – auch als The ICE bekannt – am 29. Februar 2020 an den zugefrorenen St. Moritzersee zurück.

„Es begann als Einfall wie man mit ein paar Freunden Spaß auf dem See haben könnte und hat sich schon zu einer Veranstaltung entwickelt mit über 140 Teilnahmeanfragen“, berichtet Ronnie. „Wir können im Februar nur maximal 40 Autos begrüßen. Es wird eine echte Herausforderung, die letzte Auswahl zu treffen. Ich weiß, dass sich während wir uns gerade unterhalten, ein Komitee mit dieser kniffligen Frage beschäftigt.“ Er hofft, dass er mit seinem Audi teilnehmen darf. Sollten Sie noch nicht ganz von den Winterqualitäten dieses Kultkombis der neunziger Jahre überzeugt sein, dann driften Sie doch ein paar Runden mit Ronnie bei The ICE. Begeisterung garantiert.

Fotos: Andrea Klainguti for Classic Driver © 2020

Sie finden den gesamten Bestand von Loris Kessel SA zum Verkauf im Classic Driver Markt. Dort finden Sie außerdem eine Auswahl an Audi RS-Modellen für Ihren Gipfelsturm in den Schweizer Alpen.

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