Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

In dieser Woche feiern wir eine Party in Weiß. Beim Gang über den Classic Driver Markt finden Sie – erraten – fünf Klassiker in Weiß. Direkt vorgefahren aus den schillernden 80er-Jahren, verdienen Sie alle einen Standplatz in Ihrer Garage!

Gebaut wie ein Panzer, abgefedert wie auf Wolken

Ein Mercedes SL aus der Baureihe R107 zählt zu den investitionssichersten Anschaffungen innerhalb der Klassiker-Szene. Diese grundsoliden Mercedes sind nicht nur zuverlässig, sondern schauen auch bis heute zeitlos schön aus. Dieser linksgelenkte 1988 560SL wurde wie alle 5,6-Liter-Versionen nur für Übersee-Märkte gebaut, neu nach Japan ausgeliefert, um dann nach  Australien zu gelangen. Bislang hatte er vier Vorbesitzer. Sein Motor leistet mit 227 hp etwa gleich viel wie ein europäischer 450 SL. Als eines der späteren Jahrgänge profitiert dieses mit Hardtop ausgelieferte Cabrio bereits von einer feuerverzinkten Karosserie und trägt als besonderes Detail eine (historisch korrekte) Gummi-Heckspoilerlippe. Mit kaum mehr als 32.000 Kilometern Laufzeit und in Concours-Zustand sollte er seinem nächsten Besitzer noch viele tausend Kilometer stressfreies Offenfahren bescheren. 

 

Ein verrückter Fiat

Dieser heiße Hatchback, meine Damen und Herren, ist ein Fiat Uno Turbo i.e. Gruppe A von 1985. Und sieht er in seiner Totip-Lackierung nicht mega aus? Auch wenn andere Rallyeteilnehmer vor den eher bescheiden motorisierten Unos nicht in Ehrfurcht erstarrten, stellten die 160 PS starken Vierzylinder der kleinen Rallyeraketen bei 885 Kilo Trockengewicht doch mehr als genug Durchzugskraft bereit. Seinerzeit vorbereitet bei Abarth und genannt vom Jolly Club, gelang diesem Uno bei der unseligen Rallye Portugal von 1986 nach dem Rückzug der Gruppe B-Monster Platz 3 im Gesamtklassement. Nach einer kürzlich abgeschlossenen Restaurierung steht dieses kleine Spaßpaket nun bei Daniele Turrisi zum Verkauf – und kann an diesem Wochenende bei der Fuori Concorso Turbo bestaunt werden. 

 

Schneeleopard

Wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, die 80er-Jahre zu umarmen, warum dann nicht aufs Ganze gehen, und diesen Jaguar XJ-SC von 1988 zu ihrem neuen täglichen Fortbewegungsmittel zu machen? Die rechtsgelenkte und in Tudor White lackierte Großwildkatze mit Lederinterieur in Iris Blue samt farblich darauf abgestimmten Verdeck in Blue Mohair hat erst etwas über 48.000 Kilometer auf der Uhr. Bestückt mit einem Tom Walkinshaw Racing Bodykit, könnte dieser XJS 5.3 V12 die perfekte Kutsche sein, um sie nach einem bezaubernden Dinner, das sie „zufällig” vergessen hatten zu bezahlen, nach Hause zu chauffieren. Wer sich um die Wartung dieses „Jag” sorgt, dürfte beim Studium von MOT-Zertifikaten (britisches Pendant zum  deutschen TÜV), die eine Zeitspanne von 31 Jahre umfassen, beruhigt sein. Wenn Sie also etwas „grace, space und pace” in Ihr Leben bringen wollen, kontaktieren Sie DD Classics. 

 

Beplankt und abgeschrägt

Wenn Ihr Hauptproblem mit einem Porsche 911 Turbo der 930er-Baureihe nicht im notorisch kapriziösen Handling, sondern in der nicht an den Ferrari Testarossa heranreichenden Optik liegt, dann schauen Sie sich doch einmal diesen 911 (930) Turbo by Rinspeed Baujahr 1980 an. Der in Perlweiß lackierte Elfer mit braunem Lederinterieur und Stoffeinsätzen in Tartan sieht dank der seitlichen Rippen dem zuvor erwähnten Ferrari nicht unähnlich. Ungewöhnlich auch die neue Front mit Klappscheinwerfern des Porsche 944 und das verlängerte Heck mit den Rückleuchten des gleichen Modells. Das rund 110.000 Kilometer gelaufene Auto glänzt mit einer umfangreichen Wartungshistorie. Wenn Sie also nach etwas wirklich Seltenem aus den 80ern suchen – es entstanden nur zwölf Exemplare des sogenannten „Rinspeed 969“ – um beim nächsten Porsche Club-Treffen für großes Staunen zu sorgen, dann kann Hexagon Classic helfen.

 

Weiß oder rot? Warum nicht beides? 

Dies ist ein Ferrari 400i von 1985, doch nicht irgendein 400i, fehlt doch wie deutlich zu sehen das Dach. Verantwortlich für den Umbau zeichnete der kalifornische Karosseriebauer Richard Straman, der seinerzeit auch Testarossa und 512 BBi köpfte. Der zwölfte von insgesamt nur 23 zu einem Cabrio umgebaute 400i in Weiß mit Interieur und Verdeck in Bordeaux wird keinen Doppelgänger auf der Straße treffen. Der offene 400i hat rund knapp 65.000 Kilometer gelaufen und scheint in sehr gutem Zustand zu sein. Wenn Sie also nach einem Drop-top-Cruiser mit italienischem Flair Ausschau halten, könnte dies ihr perfektes Pferd im Stall werden.