BMW i: Zukunft unter Strom

Bei BMW nimmt das Projekt Elektromobilität konkrete Formen an. In Düsseldorf stellten die Münchner die Modelle i3 und i8 erstmals einem ausgewähltem Kundenkreis vor. Classic Driver war dabei und sprach mit BMW-i-Designchef Jacob Benoit.

Rom, Düsseldorf, Tokyo und New York. BMW lässt es nicht an internationalem Flair missen, wenn es um die PR für das Projekt BMW Electric geht. Die Botschaft ist klar. Elektrisch Fahren ist hipp, total international und trendy. Doch was vordergründig nach plakativem Marketinggeplänkel aussieht, bekommt angesichts der beiden serienreifen Studien BMW i3 und i8 spätestens ab Sommer 2013 einen realen Bezug. Im Rahmen der "Born Electric Tour" können sich bereits heute auch Kunden von den Autos und dem Leistungsangebot von BMW rund um das Elektroauto überzeugen.

 

BMW i: Zukunft unter Strom
BMW i: Zukunft unter Strom BMW i: Zukunft unter Strom

Fahren können sie es freilich ebensowenig, wie anfassen oder sich reinsetzen. Die kostbaren Prototypen bleiben reine Schaustücke. Doch auch das Betrachten der neuen Designlinie von BMW macht Lust auf die Zeit nach Hubraum und Tankrüssel. Jacob Benoit, Designchef bei BMW i, spart dann auch nicht mit Einblicken in seine spannende Arbeit. Dabei sieht er seine Aufgabe vor allem in der Dokumentation der Nachhaltigkeit der neuen Modelle mit den Mitteln des Designs. Für ihn liegt der Schlüssel zum Erfolg der eigens geschaffenen Sub-Marke BMW i in der erfülhbaren Wertbeständigkeit der Fahrzeuge und deren Komponenten. Natürliche Materialien wie Holz und Leder spielten bei der Auswahl daher eine große Rolle. Premium ist für ihn auch die Reduktion auf das Wesentliche unter Beibehaltung der traditionellen Formensprache der Marke. Doch auch im Unterbau setzt sich diese Einstellung fort. Für BMW i spielt das vor Jahren noch ausschließlich Rennwagen vorbehaltene Material Carbon im Karosseriebau eine zunehmend wichtigere Rolle. Neben der Plattform aus Aluminium, die als tragendes Element im i3 auch die Batterie und die Achsen aufnimmt, besteht der Oberbau aus diesem exklusiven Material, was rund 50 Prozent leichter ist als Stahl. "Neben dem Gewichtsvorteil bietet Carbon auch deutlich Vorteile bei der Vielfalt der Formen", sagt Benoit und freut sich über die positive Resonanz auf die BMW-i-Formensprache.

 

BMW i: Zukunft unter Strom
BMW i setzt mit seinem Konzept zur Elektromobilität aber nicht nur auf optisch ansprechende Fahrzeuge und Technik in höchster Perfektion, sondern will zum Serienstart, ähnlich wie andere Hersteller, ein Rundum-Sorglos-Paket anbieten. Von der Wallbox in der heimischen Garage über die Zusammenarbeit mit Ökostromanbietern und zahlreiche Assistance Services soll der i-Kunde alle Wünsche erfüllt bekommen. Tablett PC und Smart Phone spielen dabei nicht nur im Betrieb eine wichtige Rolle, BMW will mit der Sub-Marke i auch im Vertrieb neue Wege gehen und die Fahrzeuge zum Serienstart 2013 auch online vertreiben.

 

BMW i: Zukunft unter Strom
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Und wer dann immer noch den eigenen Besitz eines BMW-i-Modells scheut, der soll mit dem Car-Sharing-Projekt DriveNow zur großen BMW Familie gehören. Das soll die Freude am Fahren dann durch einen kleinen Chip und einen Pin in vielen Metropolen der Welt ermöglichen. Ganz wie es die Generation Facebook verlangt: Ohne dauerhafte Verpflichtungen, mit kalkulierbaren Kosten und auf den Punkt bedarfsoptimiert. Willkommen in der neuen Welt.

 


Fotos: Gudrun Muschalla

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