Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins

Die Sonnenstaaten der USA waren schon immer Antriebsquelle, um besondere Roadster zu entwickeln. Sonne und offene Straßen treffen hier romantisch verklärt aufeinander. Im Jahr 2003 ergänzte Aston Martin mit einem besonderen Cabriolet den exklusiven Club von Ferrari California und Porsche Speedster.

Im Jahr 2001 stieß Dr. Ulrich Bez, CEO von Aston Martin, beim Pebble Beach Concours d'Elegance auf Andrea Zagato. Und die beiden entschieden sich, die berühmte Partnerschaft beider Unternehmen noch einmal aufleben zu lassen. In Gestalt eines neuen Aston Martin Zagato auf Basis des DB7. Das Ergebnis erschien rund zwölf Monate später in Gestalt des ersten DB7 Zagato Coupés, präsentiert auf der Paris Motor Show. Der neue Aston mit dem markanten Kühlergrill im Überformat und „Double Bubble“-Dach sattelte auf einem gekürzten DB7 Vantage Volante Chassis. Dieses beherbergte einen leistungsgestärkten V12-Motor mit nunmehr 435 PS.
 

Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins
Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins

Die limitierte Produktion von gerade einmal 99 Fahrzeugen gelangte schnell in Sammlerhände rund um den Globus. Und dies, obwohl ein Preisaufschlag von rund 60.000 britischen Pfunden gegenüber dem Serienmodell zu Buche schlug. Doch spezielle Leder, oft mit Nähten im Diamantmuster, und eine Auswahl besonderer Farben machte das DB7 Zagato Coupé neben seiner besonderen Form zu einem begehrten Sportwagen, der noch heute seine Anhänger hat. Dennoch gab es ein Problem: Aufgrund des verkürzten Chassis und damit einhergehender erforderlicher Homologationsverfahren konnte das Fahrzeug ab Werk nicht in die USA verkauft werden.

Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins

Also legte man in 2003 nach. Mit vollen Auftragsbüchern für das Coupé ersannen die Aston Leute den „DB American Roadster 1“, kurz DB AR1, der sein Debüt bei der Los Angeles Motor Show feierte. Das Fahrzeug basierte auf dem Chassis des 2002er DB7 Vantage Volante und trug auch dessen Insignien, wie den übergroßen Grill in der Fahrzeugfront. Das „Double Bubble“-Design wurde bei der Heckabdeckung hinter den Sitzen nachempfunden. Entscheidend für den amerikanischen Markt aber war: der Radstand entsprach dem des DB7 Standardmodells. Aufgrund dessen gelang auch die erforderliche Homologation, da das Auto als Derivat des DB7 Volante die Prüfung ohne Probleme bestand. Nur um es noch einmal klarzustellen: Der DB AR1 selbst ist ausdrücklich kein Aston Martin Volante.
 

Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins
Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins Aston Martin DB AR1 LA Motor Show Car: Die Nummer Eins

Dafür indes war der DB AR1 der letzte Aston Martin, der in Bloxham gefertigt wurde. Der Autor erinnert indes, dass einige Fahrzeuge bereits ihre letzte Inspektion und Auslieferung im neuen Werk in Gaydon erhielten. Wie das Coupé waren auch die Roadster Modelle schnell verkauft. Ursprünglich war das Auto nur für Amerika vorgesehen, doch einige Exemplare fanden ihren Weg zurück nach Europa. Alle Fahrzeuge bis auf ein Exemplar sind Linkslenker. Zudem weisen sie den 435 PS starken V12-Motor auf und – erstaunlicherweise im Hinblick auf den Absatzmarkt – ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe. Wer ein schnelles Fahrzeug erwartete, wurde also nicht enttäuscht. Der 6.0 Liter messende V12 war potent genug, um den Roadster auf beinahe 300 km/h zu beschleunigen. Der Spurt von 0 auf 100 km/h gelang in annähernd fünf Sekunden. Diese Werte wiederum gelten für den offenen Fahrbetrieb. Denn ein Dach gab es für dieses Auto ab Werk nie. Lediglich eine einfache Persenning schützte das feine Leder.

In der Aston Martin Marken-Chronologie kann man den DB American Roadster 1 getrost als ein Fahrzeug beschreiben, welches das „Ende einer Ära“ symbolisiert. Bloxham wurde geschlossen und die neue VH-Plattform für den folgenden DB9 entstand.

Der hier gezeigte DB AR1 indes, das Auto der LA Auto Show 2003, war das erste Exemplar dieser DB7-Final-Edition. Und damit der Anfang vom Ende dieses Typs.
 


Fotos: LegendaryAstons

 

Der hier gezeigte Aston Martin DBR1 Prototype steht aktuell im Classic Driver Markt zum Verkauf.

Viele weitere Aston Martin finden Sie im  Classic Driver Markt.