

Aus zweiter Hand und mit einer Laufleistung von bislang nur 15.000 Kilometern – allein diese Fakten machen diesen Porsche 911 Speedster per se zu einem äußerst begehrenswerten Objekt. Das hier in seiner ganzen Pracht gezeigte Exemplar trägt die Nummer 211 aus einer auf lediglich 356 Einheiten limitierten Serie – eine Anzahl, die Porsche seinerzeit bewusst als Hommage an den ursprünglichen 356 Speedster aus dem Jahr 1954 gewählt hatte. Das auf der Technik und Bodengruppe des 997 Carrera GTS basierende Modell wurde erstmals auf dem Pariser Autosalon 2010 der Öffentlichkeit präsentiert.
Im Vergleich zum regulären 997 Cabriolet verfügte er über eine um zirka sieben Zentimeter flachere Windschutzscheibe (bei unverändertem Neigungswinkel), die breite Karosserie des GTS und die charakteristischen doppelten Höcker auf dem aus Aluminium gefertigten Verdeckkasten-Deckel. Einige Details wurden zusätzlich vom 911 Sport Classic übernommen, darunter die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im klassischen Fuchs-Design oder die schwarz eingefassten Scheinwerfergehäuse.
Diesen ersten neuen Speedster seit dem zuletzt zum Modelljahr 1994 erschienenen 964 Speedster bot Porsche in nur zwei Farben an: das helle, nicht-metallische „Pure Blue" und „Carreraweiß" – ergänzt um einige wenige Fahrzeuge in „Paint to Sample"-Sonderlackierungen (PTS).


Der 997 Speedster wurde vom 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor (MA101S) des Carrera GTS angetrieben. Er leistete 408 PS und schickte bei 4200/min maximal 420 Nm an die Hinterachse; gekoppelt an das hier einzig orderbare 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK). Laut Werksangabe beschleunigte der puristische Elfer in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine V-max von 305 km/h.
Der individualisierte Innenraum gefiel durch spezielle Ledersitze mit Speedster-Schriftzügen im oberen Lehnenbereich, ein mit Leder bezogenes Lenkrad und Instrumente im dezenten Retro-Design. Ergänzt wurde der Innenraum durch moderne Annehmlichkeiten wie Navigations- und Soundsystem sowie eine Klimaautomatik.

Da dem französischen Importeur lediglich fünf Fahrzeuge zugeteilt worden waren, gelangte der Erstbesitzer dieses Speedsters nur über einen Umweg an seinen Traumwagen: Da dem belgischen Importeur D'leteren immerhin neun Fahrzeuge zugeteilt worden waren, wurde er dort fündig. Nach Abschluss des Kaufs beim Händler Ieteren überführte er das Fahrzeug nach Frankreich und ließ es dort im November 2012 zu. Heute präsentiert sich der Wagen in einem optisch hervorragenden Zustand und besticht durch die speziell für den Speedster entwickelte blaue Launch-Farbe in Kombination mit einem schwarzen Lederinterieur, das durch Akzente in Wagenfarbe veredelt wird. Hinsichtlich der Ausstattung verfügt dieser Porsche über nahezu alle Optionen aus dem Katalog – mit Ausnahme der gesteppten Sitzmittelbahnen.


Dank seiner dokumentierten Besitzer- und Wartungshistorie, der geringen Laufleistung und der exquisiten Konfiguration ist das Exemplar mit der Nummer 211 eine erstklassige Wahl für jeden Liebhaber von Porsche im Allgemeinen und von limitierten 997-Modellen im Besonderen. Behalten Sie diesen Hingucker im Auge, wenn er am kommenden Montag bei der Juni-Auktion von Osenat zur Versteigerung kommt.















































