Mark Donohues siegreicher IROC Porsche RSR steht zum Verkauf

Vor 46 Jahren setzte sich der durch seinen Can-Am-Sieg im Porsche 917/30 bekannte Mark Donohue in Daytona beim mit identischen Porsche 911 Carrera 3.0 RSR ausgetragenen Race of Champions gegen andere Größen des internationalen Motorsports durch. Nun steht genau dieses Modell zum Verkauf...

Im Oktober 1973 lieferte Porsche direkt aus Zuffenhausen 15 identische 911 Carrera 3.0 RSR an den amerikanischen Teamchef und Automobil-Magnaten Roger Penske. Termingerecht trafen sie vor dem ersten Lauf des International Race of Champions in Riverside (Kalifornien) ein. Die Carrera wurden aufgebaut für eine Serie, bei der zwölf Stars aus der Formel 1 und den amerikanischen Top-Serien Indycar, SCCA und NASCAR auf identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten sollten. Vier Events standen auf dem Programm – drei Qualifikationsrennen in Riverside und dann das von nur noch den besten Sechs bestrittene Finale in Daytona. 

Alle Rennen wurden im Winter 1973/74 im Fernsehen übertragen. Um sich auf den neuen Farbfernsehern der Zuschauer möglichst gut abzuheben, wurden die mit dem großen RSR-Heckspoiler bestückten Porsche in grellen, poppigen Farben lackiert. Der extrem gut gefüllte Preisgeldtopf von 175.000 US-Dollar lockte große Namen an, allen voran die Formel 1-Weltmeister Emerson Fittipaldi und Denis Hulme, aber auch US-Prominenz in Gestalt von Peter Revson, George Follmer, A.J. Foyt, Bobby Unser oder Richard Petty.  

Doch als Sieger und erster IROC-Champion ging nach Siegen in drei von vier Rennen mit Mark Donohue der amtierende Champion der Can-Am-Serie (auf dem Porsche 917/30) hervor. Was dem vermeintlichen Underdog die stolze Summe von insgesamt $54.000 einbrachte. 

Nun steht genau das von Donohue in Florida gefahrene Auto im Classic Driver Markt zum Verkauf – als Angebot des renommierten britischen Porsche- und Rennsportwagen-Spezialisten Maxted-Page Ltd. Die IROC-RSR wurden zunächst mit dem vom Carrera 2.7 RS bekannten Heckbürzel ausgeliefert (siehe Foto mit den Autos auf dem Transporter), der jedoch dann rechtzeitig zum ersten Rennen gegen den größeren RSR-Spoilerdeckel („Walfischflosse“) ausgetauscht wurde. Ansonsten entsprach die übrige Karosserie der des straßenzugelassenen Carrera 3.0 RS. Als Motor kam der 315 PS starke Dreiliter-Sechszylinder mit Doppelzündung und mechanischer Einspritzung (Typ 911/74) zum Einsatz. Für Porsche war das Ganze ein ideales Marketinginstrument und weitaus mehr als ein Freistilringen der Matadore auf der Rennstrecke. 

Um die Rennen besonders spannend zu machen, wurden die auf mit Goodyear-Gummi besohlten Fuchs-Felgen rollenden Autos von Rennen zu Rennen getauscht beziehungsweise neu verlost. Donohue war also nicht der erste, der dieses in einem hellen Orange lackierte Chassis (9114600042) fuhr. Zuvor hatten diesem Carrera schon Roger McCluskey, Denis Hulme und A. J. Foyt bei den Qualifikationsrennen in die Sporen gegeben. Doch war es der rennfahrende Ingenieur und Penske-Vertragspilot Donohue, der das Auto dann beim Finale zum Sieg fuhr. Seitdem befand sich dieses wertvolle Stück deutsch/amerikanischer Rennsport-Folklore im Besitz von nur drei Personen. Die es alle gut gewartet und gepflegt haben. Darüber hinaus kam es 2014 in den Genuss einer Motor-Generalüberholung beim Porsche Center Melbourne. Für ernsthafte Porsche-Jünger, die eine quasi automatische Eintrittskarte für die weltweit wichtigsten Classic Car Events auf Straße, Rennstrecke oder Concours-Parkett suchen, kann es da kein langes Nachdenken geben. 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Maxted-Page Ltd 

Die Produktion dieser Geschichte wurde freundlich unterstützt von Maxted-Page Ltd. Sie können diesen siegreichen Ex-Mark Donohue Porsche 911 IROC Carrera 3.0 RSR Baujahr 1973 zum Verkauf im Classic Driver Markt finden, in Ergänzung  zum kompletten Inventar von bei Maxted Page Ltd. aktuell stehenden wichtigen weiteren Porsche