


Das absolut begehrenswerteste Modell einer Marke zu bestimmen, kann ein äußerst schwieriges (und subjektives) Unterfangen sein, vor allem bei den Marken Ferrari oder Porsche, die so viele verlockende Angebote zur Auswahl stellen. Im Falle von Honda jedoch ragt nur ein Modell heraus und steht auf allen Wunschliste ganz oben: ein roter Formel-NSX-R, der zufällig auch das Auto unseres heutigen Berichts ist.



Dieser NSX-R ist eines von nur 140 Exemplaren, die damals exklusiv für den japanischen Markt hergestellt wurden. Noch seltener ist dieser NSX-R, denn er ist eines von nur zehn Formula Red-Exemplaren der Hardcore-Facelift-Variante von Hondas Ferrari-Killer mit Mittelmotor. Wie der NSX-R mit Klappscheinwerfern aus den 1990er Jahren, sorgen drastische Gewichtseinsparungen bei diesem Zweistzer aus dem Jahr 2002 für nochmals sportlichere Akzente: das Leergewicht des NSX wurde um fast 100 Kilogramm reduziert auf ein Gesamtgewicht von nur noch 1.270 Kilogramm. Erreicht wurde dies durch den umfangreichen Einsatz von Karbonfasern, etwa bei der Fronthaube - dem größten Karbonfaserteil, das man damals bei einem Serienfahrzeug verbaute - sowie bei der Heckklappe und dem Spoiler. Außerdem bestehen die Scheiben aus dünnerem Glas und gleichzeitig wurden die Servolenkung, die Klimaanlage und das Soundsystem als Ballast angesehen und gestrichen.



Und dann war da noch der glorreiche 3,2-Liter-V6 mit VTEC-Technologie. Jeder NSX-R verfügte über ein spezielles, handgefertigtes Aggregat, das von jenen Motorenmeistern bei Honda gebaut wurde, die normalerweise nur ihre Rennaggregate montieren. Sie wuchteten alle rotierenden Bauteile mit einer zehn Mal höheren Genauigkeit aus als bei einem Standard-NSX. Dies geschah nicht zur Erzielung einer absurd hoher Spitzenleistung - Honda hielt sich immer noch an das Gentleman's Agreement, das die Leistung auf unter 300 PS begrenzte -, sondern um die Gasannahme zu verbessern. So präsentierte Honda den NSX-R mit "nur" 290 PS Höchstleistung.
Dieses besondere Exemplar, das bei The Octane Collection jetzt zum Verkauf steht, kam 2016 nach Großbritannien und zeigt derzeit sehr respektable 50.447 Meilen (gut 80.000 Kilometer) auf dem Wegstreckenzähler, mit nur einem Besitzer seit der Übersiedlung nach Großbritannien. Weit davon entfernt, ein ungefahrenes Museumsstück zu sein, trägt dieser ultraseltene NSX-R eine leichte Patina von Steinschlägen an der Front als Ergebnis vieler glücklicher Meilen. Wir hoffen, dass der nächste Besitzer nicht davon absieht, diese Japan-Ikone zu nutzen, damit sich andere hoffentlich an ihrer persönlichen Einhorn-Sichtung auf Englands Autobahnen erfreuen können.








































