Direkt zum Inhalt

Magazin

Vorweihnachtliche Überraschung mit dem Toyota GR GT

Lang, flach und angetrieben von einem 650 PS starken V8-Biturbo, ist der Toyota GR GT ein würdiger Nachfolger des Lexus LFA, auch wenn er nicht über dessen brüllenden V10 verfügt. Sehen wir ihn uns genauer an.

Einer der mit größter Spannung erwarteten Sportwagen des Jahres wurde jetzt endlich enthüllt: Im passenden Setting des Fuji Speedway präsentierte Toyota mit dem GR GT den Nachfolger des Lexus LFA. Auch wenn ihm dessen V10 fehlt, hat dieser neue japanische Superstar viel zu bieten, allen voran den Motor: ein komplett neu entwickelter 4,0-Liter-Biturbo-V8, der über 650 PS leisten soll. Toyota gab außerdem bekannt, dass der GR GT über einen Hybridantrieb verfügen wird, wir erwarten jedoch eine ähnliche Lösung wie Porsches gewichtsoptimiertes T-Hybrid-System.

Optisch kann man dem GR GT nicht vorwerfen, sich vom Design anderer Modelle irgendetwas abgekupfert zu haben. Das Front-/Mittelmotor-Coupé mit Heckantrieb debütierte zusammen mit der GT3-Version des GR, was verdeutlichte, dass beide Fahrzeuge gemeinsam und nach dem Prinzip „form follows function“ für maximale Performance auf und abseits der Rennstrecke entwickelt wurden. Mit einer Höhe von knapp 1,2 Metern, einer Breite von exakt zwei Metern und einer Länge von über 4,8 Metern wirkt er schon auf diesen Pressefotos unbestreitbar imposant, und wir sind sicher, dass er in natura noch mehr Eindruck machen wird. Mit einem erwarteten Gewicht von 1.750 kg oder weniger ist er zwar kein Leichtgewicht, aber nach heutigen Maßstäben auch nicht gerade schwerfällig. Die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse beträgt 55:45 Prozent. Kombiniert man die hervorragende Aerodynamik des GR GT mit dem Schub des V8-Motors, ist die von Toyota angegebene Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h realistisch.

Das Interieur des GR GT ist betont funktional gestaltet. Die Materialien wirken zwar luxuriös – mit viel Leder, Alcantara und Carbonfaser –, doch das Layout ist erfrischend schlicht und schnörkellos, was die Verbindung zum GT3 nochmals unterstreicht. Unter der Karosserie verbirgt sich ein extrem steifes Aluminiumchassis, während die Karosserieteile aus Carbonfaser-Verbundmaterial bestehen.

Auf den ersten Blick ähnelt der sich noch im Prototypen-Stadium befindliche GR GT in seiner Silhouette eher dem Mercedes-AMG GT oder der Dodge Viper als seinem Vorgänger LFA. Aber wir freuen uns, dass Japan nach dem Ende des Nissan GT-R endlich wieder einen Konkurrenten im Segment der Supersportwagen an den Start bringen wird. Toyota Gazoo Racing plant, den GR GT bis 2027 zur Marktreife zu bringen.

Watch our latest YouTube videos