
Benannt nach dem japanischen Wort für „Wiedergeburt“, geht der Tensei über das bekannte Restomod-Konzept hinaus. Er basiert auf sorgfältig ausgewählten NSX-Spenderautos der frühen 1990er-Jahre, verfügt über eine komplett neue Karosserie aus Kohlefaser und wird in einer streng limitierten Serie im Atelier von JAS Motorsport in Arluno gefertigt. Individuelle Sonderanfertigungen werden von Pininfarina in Cambiano realisiert. Für Pininfarina hat das Projekt historische Bedeutung. „JAS wollte den NSX feiern, ein Auto, das in den 1990er-Jahren mit seinem Leichtbau, seiner Präzision und seiner Alltagstauglichkeit die Supersportwagen neu definierte“, erklärt Designchef Dimitri Vicedomini. „Sie wollten dies aber auf eine bedeutungsvolle Weise tun, weshalb sie mit Pininfarina zusammenarbeiteten, einem Partner mit einer langen Geschichte im Honda-Universum.“
Diese Verbindungen reichen bis ins Jahr 1984 und zum HP-X-Konzept zurück – Hondas Vision eines Mittelmotorwagens, die in vielerlei Hinsicht ihr modernes Pendant im Tensei findet. Das neue Modell präsentiert sich jedoch deutlich selbstbewusster. Mit längerem Radstand, breiterer Spur, geringerer Fahrzeughöhe und reduziertem hinteren Überhang wurden seine Proportionen grundlegend überarbeitet.



„Für einen Designer sind die Proportionen das Wichtigste“, fährt Vicedomini fort. „Sobald wir das Ausmaß der möglichen Änderungen verstanden hatten, entwarf sich das Auto quasi von selbst. Es war nicht nötig, Illusionen zu erzeugen.“ Designchef Tigran Lalayan fügt hinzu: „Diese Änderungen haben die Straßenpräsenz des Wagens komplett verändert. Wir haben die größere Breite durch ausgeprägte hintere Schultern und ausgestellte Kotflügel betont und so in der Draufsicht dreieckige Formen geschaffen – ein charakteristisches Merkmal, das häufig in Pininfarina-Designs zu finden ist.“
Trotz der Transformation bleibt der Tensei optisch seinen Ursprüngen treu. Charakteristische Merkmale wie die Klappscheinwerfer, die rechteckigen Lufteinlässe an den Seiten und der integrierte Heckflügel wurden beibehalten und neu interpretiert, sodass das Fahrzeug weiterhin sofort erkennbar ist und gleichzeitig eine skulpturalere, zeitgemäßere Formensprache annimmt.



Im Innenraum lebt die Philosophie des ursprünglichen NSX weiter: Klarheit, Ergonomie und eine direkte Verbindung zwischen Auto und Fahrer, jetzt noch verfeinert durch hochwertigere Materialien und eine optimierte Verarbeitung. Unter der Carbonkarosserie arbeitet ein Saugmotor-V6 – inspiriert von der ursprünglichen Motorenarchitektur – mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe zusammen und unterstreicht so das Bekenntnis des Projekts zu analogem Fahrgefühl. Der Tensei ist mehr als nur eine Hommage; er schließt einen Kreis – ein Projekt, das Pininfarinas ursprüngliche Vision eines Mittelmotor-Honda mit einer modernen Interpretation verbindet. Das Ergebnis ist ein Auto, das nicht einfach nur zurückblickt, sondern eine Ikone selbstbewusst in die Gegenwart trägt .
































