Die etablierte Weisheit auf dem Sammlermarkt ist denkbar einfach: Man modifiziert keinen echten Klassiker von Ferrari. Verändert man den Motor oder die Karosserie, verwandelt sich das begehrte Sammlerstück bestenfalls in ein Auto mit einer interessanten Geschichte, aber einem deutlich niedrigeren Wert.
Am 8. Juli wurde diese Regel bei der ersten Woodcote-Park-Auktion von RM Sotheby's gebrochen. Ein Ferrari F40 aus dem Jahr 1990 mit reichlich Kilometern auf dem Tacho, einem überarbeiteten Motor und nicht originaler Karosserie wurde für 3.605.000 Pfund (ca. 4,22 Millionen Euro) versteigert. Damit lag der Wagen deutlich über der Schätzung und wurde zum teuersten Los der gesamten Auktion.


Was also machte diesen speziellen F40 so besonders? Die Antwort liegt in seiner Historie: Wer ihn besaß, wer ihn umbaute und warum der Name Michelotto alles verändert. Es ist eine Geschichte, die genau zeigt, wie der Sammlermarkt im Jahr 2026 Werte bemisst und warum Provenienz noch nie so wichtig war wie heute.
In der ersten Episode von Classic Driver Market Insights analysiert JP Rathgen all diese Zusammenhänge. Er beleuchtet das Auto, das Auktionsergebnis und was die neun derzeit auf Classic Driver angebotenen F40 über die künftige Preisentwicklung verraten.
Fotos: Ashley Border für RM Sotheby's




























