Vom Beauty zum Biest – Mercedes neuer AMG GT Roadster

Indem sie das Dach des AMG GT kupierten und ein paar Designzitate des potenten GT R Coupés einfließen ließen, haben die Mercedes-Designer das hübsche Grand Tourer Coupé in einen muskulösen, fast schon Furcht einflößenden Roadster verwandelt.

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

Noch vor seiner Weltpremiere Ende des Monats in Paris hat Mercedes erste Bilder der Roadster-Version seines AMG GT Coupés veröffentlicht. Zwei Leistungsstufen sind geplant: der 476 PS starke GT Roadster und die 557 PS mächtige GT C-Variante. Letztere lehnt sich in Teilbereichen an das GT R Coupé an und kompensiert seine 65 Kilo Mehrgewicht durch Feinheiten wie eine aktive Hinterachslenkung und einen zusätzlichen „Race“-Fahrmodus. Beide Modelle ziert der ovale, an die GT3-Kundensportwagen angelehnte „Panamericana“-Kühlergrill, ein automatisches Stoffverdeck ähnlich dem des Vorgängers SLS und ein aktives Luftregelsystem zur bedarfsgerechten Kühlung. Auch wenn der neue Roadster ein zweifellos sehr gut aussehendes Auto ist, bräuchte es schon einige Überredungskunst, uns nach unserer eigenen „Grand Tour“ mit dem höchst kompetenten (und hübschen) Coupé Ende letzten Jahres zur Wahl des Drop-Tops zu überreden. Wenn das neue Macho-Design mit größerer Spurweite und breiteren Socken auf der Hinterachse Ihnen nicht zusagt, wäre es jetzt an der Zeit, noch schnell das weicher geformte Coupé zu ordern. Ehe auch das ein Facelift spendiert bekommt. 

Fotos: Mercedes-Benz