Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Für die Marktfunde dieser Woche haben wir einige der schönsten mechanischen Wunderwerke auf vier Rädern gefunden, die je auf dem europäischen Kontinent entstanden sind. Werfen Sie einen Blick drauf!

Perfekt in Plexiglas

Der Ferrari Daytona hat ein unbestreitbar zeitloses Design, mit der Art von einfachen Linien, die in der heutigen Autolandschaft fast völlig verloren gegangen sind. Dieser Ferrari 365 GTB/4 Daytona von 1970 kommt diesem Ideal so nah wie nur irgend möglich. Im Originalfarbton Argento Auteuil mit Rosso-Leder und den äußerst begehrten Plexiglas-Scheinwerfer-Abdeckungen mit vertikalen Nadelstreifen, die an einen feinen italienischen Anzug erinnern. Vor uns steht eine echte Berlinetta der alten Schule von Ferrari, der Typ, mit dem die Marke ihre Identität begründet hat. Mit einem prächtigen V12 unter der langen Motorhaube und einem komfortablen, mit Leder bezogenen Innenraum kann man sich kaum eine bessere Art vorstellen, als mit diesem zuletzt in Paris zugelassenen „Plexi“-Daytona einen Kontinent zu durchqueren.

 

Sexy Silhouette 

Er mag nie den Bekanntheitsgrad des Countach erlangt haben, was nichts daran ändert, wie fabelhaft dieser Lamborghini Silhouette Baujahr 1976 noch heute aussieht. Das von einem mittig montierten Voll-Alu-V8 angetriebene Modell mit Targa-Dach trug dank reger Nachfrage aus den USA dazu bei, Lamborghini vor dem Untergang zu retten, ehe Chrysler das Unternehmen dann 1987 aufkaufte. Neben der hübschen Karosserie ziehen die Campagnolo-Räder die Blicke auf sich. Dieses Exemplar wurde ursprünglich in Melbourne (Australien) an die Frau des italienischen Konsuls (!) ausgeliefert, gelangte 1988 ins Vereinigte Königreich und 2012 nach Deutschland. Das rechtgelenkte Modell - eines von nur neun - hat knapp 50.000 Kilometer zurückgelegt und  schreit förmlich danach, im Sommer auf einen Roadtrip mitgenommen zu werden. Insgesamt baute Lamborghini nur 52 Exemplare des Silhouette, 2011 galten noch 31 als existent.

 

Akutes Alfaholic Risiko 

Die Obsession der Automobilwelt für Alfa Romeo ist manchmal schwer zu verstehen. Doch ist dieser Alfa Romeo GT Junior von 1967 das perfekte Beispiel dafür, warum wir die italienische Marke lieben. Mit einem Design aus der Feder von Giugiaro aus seiner frühen Zeit bei Bertone und einem sahnigen Vierzylindermotor, der ein grenzwertig pornografisches Geräusch von sich gibt, ist es schwer, sich nicht zu verlieben. Dieses Verde Inglese „Stufennase“ ist vielleicht nicht das originalgetreueste Exemplar auf dem Markt (Bilstein-Dämpfer, getunter 1,6-Liter, Bremsen der Zweiliter-Version), aber sein hervorragender Zustand und die auf den Fahrer abgestimmten Upgrades machen das Fahren mit Sicherheit noch genussreicher. Wenn Sie auf der Suche nach einer Liebesaffäre im Jahr 2022 sind, ist dies das richtige Auto für Sie.

 

Über Land mit offenem Verdeck 

Es gab unzählige Varianten des legendären Geländewagens von Mercedes. Die edle G-Klasse bekam ein zusätzliches Paar Räder, erhielt bis zu zehn Zentimeter mehr Bodenfreiheit und schluckte die größten Motoren, die AMG zu bieten hatte. Einer unserer Favoriten ist jedoch nicht der verrückte 6X6, sondern die entblätterte Version, wie dieses Mercedes-Benz G500 Cabriolet aus 2002. Das Stoffdach sieht zwar etwas albern aus, aber wir finden, das macht gerade den Charme dieses skurrilen Geländewagens aus - und seinen Reiz für Roadtrips. Der Erstbesitzer dieses im seltenen und reizvollen Farbton Circon Green lackierten G hat sich bei der Wahl der Extras nicht zurückgehalten und seinen G500 mit Designo-Leder und Walnussholz-Applikationen veredelt. Dies ist vielleicht nicht die G-Klasse mit dem niedrigsten Kilometerstand auf dem Markt, doch sollte diese Tatsache den künftigen Besitzer ermuntern, das Auto so ausgiebig einzusetzen wie bereits in dessen Vergangenheit. 

 

Niedrige Polygonal-Zahl 

Von diesem Citroën BX 4TC aus dem Jahr 1987 wurden ursprünglich nur 62 straßenzugelassene Exemplare verkauft. Er ist also ebenso kantig wie selten, denn nur 30 bis maximal 40 sollen überlebt haben. Dieses französische Einhorn, das aussieht, als wäre es direkt den frühen Tagen der 3D-Computermodelle entsprungen, gehört zur heiligen Kategorie der Homologations-Specials für den Motorsport. In diesem Fall für Einsätze in der legendären Rallye-Gruppe B. Leider kam die kastenförmige Allrad-Schönheit spät an den Start, nahm nur an drei WM-Rallyes teil und kam über einen sechsten Platz bei der Schweden Rallye nicht hinaus. Als die FIA der Gruppe B Ende 1986 den Stecker zog, wurde der BX 4TC arbeitslos und schnell ausgemustert. Dieses Exemplar hat gerade einmal 52.500 Kilometer zurückgelegt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber es sieht so aus, als könnte er ein paar mehr vertragen.