Ein Ferrari 250 GT Tour de France ist „Best of Show” des Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Er zählt fraglos zu den schönsten Sport- und Rennwagen aller Zeiten. Nun wurde ein Ferrari 250 GT Tour de France von 1956 von der Jury des Concorso d’Eleganza Villa d’Este zum „Best of Show“ gekürt...

Heute wird die Tour de France gemeinhin mit dem großen Fahrradrennen in Verbindung gebracht. Doch lief ab 1951 unter der gleichen Bezeichnung auch eine der berühmtesten Motorsportveranstaltungen Europas – die Tour de France für Automobile, eine Langstreckenprüfung auf öffentlichen Straßen ähnlich der Mille Miglia. Als 1956 de Portago/Nelson mit einem Leichtbau-Ferrari 250 GT die Frankreich-Rundfahrt gewannen, erhielt das von Pininfarina gestylte Coupé fortan den Beinamen Tour de France. Der „TdF“ war ein echter Rennwagen. Und jenes wunderschöne Exemplar in Silber, das nun die Trofeo BMW Group erhielt – besser bekannt als der „Best of Show“-Preis der Jury – war das erst zweite aus der Serie und machte seinem Namen auch alle Ehre. 

Denn es startete seine Rennkarriere bei der Mille Miglia, nur Stunden, nachdem sein erster Besitzer Ottavio Randaccio im April 1956 die Schlüssel zu seinem neuen Auto in Empfang genommen hatte. Nachdem er danach von verschiedenen Besitzern bei Rund- und Bergrennen eingesetzt worden war, gelangte der Ferrari in die USA und dort in die Sammlung des jetzigen Eigners, Brian Ross. Dieses perfekt restaurierte „no-louvres“-Exemplar (noch ohne Lüftungsschlitze in der C-Säule) hat zurecht die höchste von der Jury vergebene Auszeichnung des diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este erhalten. 

Fotos: Remi Dargegen für Classic Driver