Dieser Land Rover entstand für den modernen Lawrence von Arabien

Die kuriose Kreuzung zwischen britischem Roadster und rustikalem Land Rover hört auf den Namen Bell Aurens Longnose. Angetrieben werden sollte der rollende Wüstenfuchs ursprünglich von einem 27-Liter-V12 aus einer Spitfire – was den Zulassungsbehörden dann doch zu abenteuerlich erschien...

„Lawrence von Arabien würde mit dem Bell Aurens Longnose in Richtung Akaba stürmen, General Montgomery sich damit durch die Dünen von Nordafrika auf die Verfolgung von „Wüstenfuchs“ Rommel machen!“ Die deutschen Land Rover Liebhaber Thomas Bell und Holger Kalvelage greifen für die Beschreibung ihres Wüstenrennboots auf militärhistorische Legenden zurück. Doch in der modernen Welt würde sich die „Langnase“ wohl eher an arabische Playboys oder an Offroad-Jünger wenden, die damit beim geheimen Jahrestreffen des Tyre Kicker Clubs für Aufsehen sorgen wollen. 

Das zweisitzige und komplett offene Modell basiert auf dem verlängerten Unterbau eines Land Rover Serie II von 1967 und soll dem Vernehmen nach im schweren Gelände sogar noch kompetenter sein als das Spendermodell. Was wir nicht im Geringsten bezweifeln, sitzt doch unter der 2,10 Meter langen Haube ein wunderschön verschalter 4,6-Liter-V8 aus dem Range Rover mit 235 PS und an allen vier Ecken riesige Stollenreifen von Mickey Thompson. Die per Hand bei Lorenz + Knorr-Held in Erlangen angefertigte Aluminium-Karosserie erinnert eher an Morgan denn Land Rover und erhält durch die abgeschrägte Heckpartie eine besondere Note. Und wir lieben eine Reihe liebevoller Details, wie den Schaltknauf in Form eines Kricketballs, die seitlich austretenden Auspuffrohre, die mit Lederriemen verschlossene Haube oder das schnurumwickelte Lenkrad.   

Fotos: Private Seller

Sie finden genau diesen Aurens Longnose zum Verkauf im Classic Driver Markt gelistet.