Milly's Maserati: Ein Ghibli in Strumpfhosen

Die niederländische Künstlerin Madeleine Berkhemer hat ein Faible für Nylonstrümpfe – und lässt deshalb schonmal einen Maserati Ghibli „ins Netz gehen“. Fast mehr als das Kunstwerk selbst fasziniert jedoch die fesselnde, nicht ganz jugendfreie Performance.

Kunst und Sexualität sind für Madeleine Berhhemer nicht von einander zu trennen. Die 1973 im niederländischen Bergen op Zoom geborene Künstlerin hat in Rotterdam Modedesign studiert und operiert seitdem an den Schnittstellen zwischen kreativer Schneiderei, Performance-Kunst und Peepshow-Ikonographie. Bekannt ist Madeleine Berhhemer jedoch vor allem für ihre abstrakten Installationen aus Seidenstrümpfen, die sie wie Spinnennetze um Objekte und durch Räume spannt. Auch Autos gingen ihr immer wieder ins Netz, etwa ein Lamborghini Murciélago, ein Facel Vega oder ein Maserati Ghibli, den Sie 2004 vor versammeltem Publikum in der Pariser Galerie du Jour Agnes B. einwickelte, um sich anschließend auf der bespannten Haube zu räkeln. Nicht nur Giorgio Giugiaro, der den Ghibli in den 1960er Jahren für die Carrozzeria Ghia entwarf, hätte an dieser Hommage bestimmt seine Freude gehabt.

Fotos: David Mouchard / Video: Bruno Dunckel

Weitere Informationen über Madeleine Berkhemer und ihre Arbeit finden Sie unter madeleineberkhemer.com.