Direkt zum Inhalt

Magazin

5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Schweizer Käfer-Coupé, ein Münchner Roadster mit Schnitzer-Kur und Tarn-Interieur, ein Charity-V12, ein Dreizack-Supercar als Hommage an eine Markenikone und der Inbegriff des Understatements: Das sind unsere dieswöchigen Highlights aus dem Classic Driver Market!

Der beste M5 noch besser gemacht

Die Gründe dafür, dass der E39 M5 unter Kennern als bester M5 aller Zeiten gilt, sind vielfältig. Einer seiner größten Vorzüge ist aber sein bescheidener Auftritt – die von 1998 bis 2003 gebaute Sportlimousine hält sich optisch angenehm zurück. Vor allem im Vergleich zum aktuellen M5 wirkt der E39 wie ein stilvolles und schnelles Business-Shuttle statt wie ein Breitbau-Bolide. Der US-Händler Northwest European bietet ein Exemplar aus dem Jahre 2002 an, welches das BMW-Understatement dieser Ära mit seiner grauen Lackierung und dem farblich dazu abgestimmten Innenraum auf die Spitze treibt. Damit verheimlicht der M5 gekonnt, dass unter dem Blech nochmal nachgeschärft wurde. Bei diesem Exemplar wurde beispielsweise ein leichteres Alu-Schwungrad von JB Racing installiert, mit dem das Ansprechverhalten des S62-Achtzylinders verbessert wird, während ein neuer Schalldämpfer den Sound optimiert. Außerdem sorgen ein Sport-Schaltknüppel für ein knackigeres Schaltgefühl und ein KW-Gewindefahrwerk für mehr Kurvendynamik.

 

 

AUTO ANSEHEN

 

Sport-Käfer mit Kühlschrank-Tuning

Rinspeed, Microlino, Sbarro, Monteverdi – die Schweiz gilt im Vergleich zu ihren Nachbarländern nicht gerade als Autonation, doch trotzdem gab es in der Alpenrepublik einige kleinere Marken, die eigene automobile Kreationen auf die Räder stellten. In den Fünfzigerjahren ließ sich der Landarzt Dr. Emil Enzmann von dem Trend zu leichten Sportwagen auf Käfer-Basis mitreißen. Von 1958 bis 1968 sollen zwischen 80 und 100 Exemplare des Enzmann 506 Spider mit Kunststoffkarosserie gebaut worden sein. Zusätzlich gab es noch den Prototypen einer Coupé-Version, die auf einen Willy Dreier zurückgeht und einst bei kleineren Schweizer Rennen mitmischte. Jetzt bietet der Händler SuperStratos Enterprise AG das Unikat an. Ja, Sie haben richtig gesehen – die nachträglich provisorisch angepassten Türscharniere sollen tatsächlich von einem zeitgenössischen Kühlschrank stammen. Weil der türlose Spider bei Rennen in der Kategorie der geschlossenen Rennwagen starten musste, ließ Dreier ihn 1959 bei Enzmann mit zwei Türen und einem Coupédach nachrüsten, um in einer anderen Klasse antreten zu können.

 

 

AUTO ANSEHEN
 



Tarn-Interieur für den Boulevard-Roadster

Die Mitte der Achtzigerjahre gegründete BMW Technik GmbH stellte mit dem 1987 enthüllten Z1 ihr ganzes Know-how unter Beweis – nicht nur die versenkbaren Türen, sondern auch das Chassis des Roadsters waren für die Zeit eher exotisch. Ähnlich sieht es mit dem Interieur dieses Exemplars aus dem Jahre 1991 aus, das Broad Arrow am 7. November bei seiner Auktion in Zürich unter den Hammer bringt. Ab Werk erhielt es dunkelgraues Nubuk-Leder mit Einsätzen in Camouflage-Optik. Bei diesem Z1 soll es sich um einen von nur zehn handeln, die mit dem kompletten Tuning-Paket des Veredlers AC Schnitzer ausgerüstet wurden. Dieses umfasst nicht nur größere 17-Zoll-Felgen, um 30 Millimeter tieferlegende Federn und Bilstein-Stoßdämpfer, sondern auch eine Hubraumvergrößerung des M20-Reihensechszylinders von 2,5 auf 2,7 Liter – 197 Prüfstand-PS entsprechen einer Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Standard-Aggregat.

 

 

AUTO ANSEHEN

 

Königlicher Luxus für den guten Zweck

Nachdem der NBA-Superstar LeBron James auf dem Basketball-Court Maßstäbe gesetzt hat, möchte er auch abseits des Parketts Eindruck schinden – deshalb ließ er sich erst vor einigen Monaten dieses imposante Flaggschiff anfertigen: einen Mercedes-Maybach S 680 des Modelljahrs 2027, den Gooding Christie’s am 21. November im Rahmen der Rétromobile New York versteigert. Die cremefarbene Lackierung erinnert ästhetisch an die Luxuskarossen der Fünfzigerjahre, während der Innenraum mit seiner blauen Nappaleder-Ausstattung einen stilvollen Kontrast bildet. Unter der Haube sorgt der mächtige V12-Biturbo, den es in Europa schon nicht mehr gibt und der mit der nächsten S-Klasse ganz verschwinden soll, für einen seidig kraftvollen Vortrieb. Sowohl innen als auch außen ließ LeBron seine Sonderanfertigung mit seinem „LJ“-Kronenlogo verzieren. Der Erlös kommt der LeBron James Family Foundation zugute, die sich in seiner Heimatstadt Akron engagiert – schon allein der Promi-Bonus dürfte so einige Bieter auf den Plan rufen.

 

 

AUTO ANSEHEN

 

MC20 mit MC12-Schminke

Maseratis aktuelles Supercar mag zwar im Schatten seiner Konkurrenten aus Maranello stehen, was auch daran liegt, dass hinter den Sitzen „nur“ ein immerhin 630 PS starker Biturbo-V6 arbeitet. Optisch gibt es aber vor allem an der Front einige Parallelen zur modernen Markenikone schlechthin: dem 2004 und 2005 gefertigten MC12, einem Bruder des Ferrari Enzo mit demselben V12-Kraftpaket. Bis heute ist dessen Lackierung in Weiß und Blau ikonisch. Um der Legende unter dem Dreizack die Ehre zu erweisen, legte Maseratis auf Sonderwünsche spezialisierte Abteilung Fuoriserie den auf 20 Exemplare limitierten MC20 Icona auf, von denen nur acht nach Nordamerika gingen. Einem davon, den Broad Arrow am 31. Oktober in Las Vegas versteigert, verpasste sein Besitzer für rund 30.000 Dollar noch mehr MC12-Look, etwa mit weißen Felgen und 3D-gedruckten Haubenlamellen.

 

 

AUTO ANSEHEN

 

 

Watch our latest YouTube videos