


G-Klasse als Survival-Kit
Es war im März 2020, als der Mercedes-Tuner Brabus mit dem INVICTO-Programm gepanzerte Versionen der Mercedes G-Klasse vorstellte. Die zahmste von drei Versionen hieß PURE und versprach höchsten Schutz bei maximaler Unauffälligkeit. Die INVICTO Shelter Cell bot ballistischen Schutz und Sprengschutz und erfüllte dank einer innerhalb der Karosserie verschraubten Struktur aus warmgeformtem Panzerstahl, 3D-gedruckten Schutzelementen, Verbundwerkstoffen und einer durchgehend kugelsicheren Verglasung die anspruchsvolle Norm VR6 Plus ERV. Erkauft wurde die Armierung durch 1.000 Kilo Mehrgewicht, das Brabus mit einem verstärkten Fahrwerk und einem auf 550 PS getunten Biturbo-V8 kompensierte. Dieses Modell in Schwarzmetallic mit zweifarbigem Lederinterieur hat gut 27.000 Kilometer abgespult und wurde gerade erst in der Schweiz komplett gewartet und verkaufsfertig gemacht.



Le Race Car
Anfang der 1980er-Jahre suchte der Sports Car Club of America (SCCA) nach einem kostengünstigen Einheitsrennwagen für seine Sportwagen-Klasse. Das Ergebnis war diese im Auftrag von Renault/Jeep Sport USA von Roy Lunn entwickelte einsitzige Barchetta mit einer auf einem Gitterrohrrahmen verschraubten Kunststoffkarosserie. Zum Preis von knapp 10.000 Dollar wurde sie ein Riesenerfolg – bis Januar 1984 lagen schon über 200 Bestellungen vor. Den Antrieb übernahm ein mittig installierter 1,7-Liter-Vierzylinder von Renault mit 85 PS. 1985 nahm dieses Exemplar an vier SCCA-Rennen teil und belegte am Saisonende Platz eins in der Klasse „Sports Renault“. Nun steht es makellos restauriert für neue Einsätze bereit und ist von den Aufklebern und der Startnummer 38 bis zu den Goodyear-Reifen mit dem Schriftzug „Renault Jeep Sport“ in allen Details absolut authentisch.



(Ad)vantage: Handschaltung
So ein DB7 Vantage Coupé in Portland Green steht sinnbildlich für die zeitlose Eleganz und die motorisch reine Seele eines zu Beginn der Nullerjahre gefertigten Aston Martin. Was dieses linksgelenkte Modell des Baujahrs 2001 von seinen Baureihenkollegen abhebt, ist das manuelle Sechsgang-Getriebe, durch das die 420 PS des 6,0-Liter-V12 auf die Hinterachse gelangen. Es versetzt uns zurück in eine Zeit, in der Gaspedal, Schaltknüppel und Motor noch ein kongeniales Dreigespann abgaben, untermalt von einem unnachahmlichen Soundtrack. Hinzu kommt die Seltenheit: Nur ungefähr 300 DB7 Vantage (Coupé und Volante zusammen) wurden mit Handschalter gebaut. Mit 80.654 Kilometern auf der Uhr wartet dieser nicht alltägliche Aston jetzt bei The Automobile Store auf seinen nächsten Bewunderer.



Peugeot mit präsidialer Provenienz
Valéry Giscard d’Estaing war von 1974 bis 1981 französischer Staatspräsident – und auch ein großer Freund der Marke Peugeot. Schon während seiner Zeit im Élysée-Palast schätzte er einen 604 als Staatslimousine, und auch nach dem Wechsel in die Regionalpolitik blieb er der Löwenmarke treu. 1987 erwarb er diesen 505 Turbo Injection, mit 180 PS aus 2,2 Litern adäquat motorisiert für Fahrten von Giscards politischem Rückzugsort in der Auvergne nach Paris. Farbe und Ausstattung entsprachen seinem auf Understatement bedachten Geschmack. Schon einen ersten 505 hatte er grün lackieren lassen, später auch einen 607; beim 505 Turbo ist das Grün mit einem braunen Lederinterieur und einem Schiebedach kombiniert. Nun steht dieser zuletzt in einer Privatsammlung in Lyon ausgestellte Wagen des Ex-Präsidenten mit einer Laufleistung von 330.000 Kilometern bei Osenat zum Verkauf.



C für Champion
Diese über 440 PS starke Mercedes C-Klasse startete 1995 mit Jörg van Ommen bei sieben DTM- und fünf ITC-Rennen. Chassis RS95-0216 gehörte zu vier vom AMG-Werksteam eingesetzten Autos und belegte mit van Ommen Podiumsplätze in Hockenheim, am Norisring, in Donington Park, Diepholz und Magny-Cours. Am Saisonende wurde der gebürtige Moerser hinter Bernd Schneider (ebenfalls auf Mercedes) DTM-Vizemeister und Fünfter in der ITC. Danach war das Auto bis 2014 in der Maybach-Technikerschule in Stuttgart ausgestellt. Bis es DTM-Enthusiast Jörg Hatscher erwarb und den Markenspezialisten Thorsten Stadler mit der Restaurierung beauftragte. Seit 2018 ist dieser DTM-Klassiker regelmäßig bei Läufen zur DTM-Classic-Serie zu sehen – in authentischer 95er-Livery (UPS/Tabac/Sonax) und mit Patrick Huisman und erneut van Ommen am Steuer.

























