Direkt zum Inhalt

Magazin

Sie mochten den Carrera GT? Dann werden Sie Porsches neuen analogen Supersportler lieben

Porsche hat für die Premiere des Mission S einen besonderen Ort gewählt: einen Pier in Queens mit Blick auf Manhattan. Genau hier entstanden 1953 die ersten Fotos des 550 Spyder. Porsche macht keinen Hehl daraus, dass die Vergangenheit bei diesem Auto eine große Rolle spielt.

 

Der Mission S ist eine Designstudie und kein Serienauto, doch mit ihm verbindet sich ein großes Versprechen. Laut Porsche ist er der Auftakt für eine neue Supersportwagen-Baureihe mit Mittelmotor, die oberhalb des 911 positioniert werden soll. Vorstandschef Michael Leiters stellt klar, dass es sich nicht um ein einmaliges oder extrem limitiertes Hypercar handeln wird, sondern um eine dauerhafte Ergänzung der Modellpalette. Zu Leistung und technischen Daten hat sich Porsche bislang nicht geäußert, vorerst dreht sich also alles um das Design.

 

Und das steckt voller Zitate aus der Firmengeschichte. Die torpedoförmigen Kotflügel und runden Scheinwerfer verweisen auf den 911, der Verlauf der Karosseriefugen ist eine Verbeugung vor dem G-Modell, die flache Front stammt vom GT1, und die Dachlinie erinnert an den 959. Am Heck findet sich ein „Car-in-Car“-Detail, ebenfalls eine Anleihe beim GT1. Die Felgen greifen das Telefonscheiben-Design des 928 auf, und die Anordnung des Kühlgebläses lässt sogar an den 917 denken. Das mag nach ziemlich viel Geschichte für ein einziges Auto klingen, doch alles fügt sich in klare, fließende Flächen, die Porsche „Floating Volumes“ nennt.

 

Im Innenraum wird es spannend. Einen fest installierten Zentralbildschirm oder ein Beifahrerdisplay gibt es bewusst nicht. Stattdessen sitzen hinter dem Lenkrad fünf Rundinstrumente, in deren Mitte ein analoger Drehzahlmesser thront, der je nach Fahrmodus näher an den Fahrer heranrückt. Das Zündschloss befindet sich wie gewohnt links vom Lenkrad, und auf dem Armaturenbrett sitzen Zug-Druck-Schalter. Wer navigieren möchte, nutzt sein eigenes Smartphone, das in einer einfahrbaren MagSafe-Halterung Platz findet.

 

Auch die Farben verdienen Beachtung. Firn White Metallic, Light Red Metallic und Black Chrome sind von der Rennsportgeschichte der Marke inspiriert, im Innenraum kommt Special Black zum Einsatz.

Laut Designchef Tobias Sühlmann zeigt der Mission S eine Richtung, die Porsche „bald“ auf die künftige Modellpalette übertragen wird. Genau das ist die eigentliche Botschaft. Der Mission S gibt einen ersten Ausblick darauf, wie Porsche im kommenden Jahrzehnt aussehen und sich anfühlen will, und vieles deutet auf eine Rückbesinnung auf das Wesentliche hin.

Watch our latest YouTube videos