Direkt zum Inhalt

Magazin

Sir Jony Ive und Marc Newson präsentieren das Ferrari-Interieur der Zukunft

Bei allen Fragen zu den jüngsten Fahrzeugdesigns von Ferrari, weist die Zukunft der Innenausstattungen in eine neue, elegante Richtung. Sir Jony Ive und Marc Newson entwarfen diese radikale und dennoch mühelos stilvolle Innenausstattung - sie ist unter dem Namen Luce bekannt.

Ferrari hat das Interieur seines kommenden vollelektrischen Sportwagens Luce vorgestellt und damit still und leise einen Design-Gipfel zwischen Maranellos Rennsportinstinkt und dem klösterlichen Minimalismus des Silicon Valley inszeniert. Das Ergebnis wirkt weniger wie ein Armaturenbrett, sondern eher wie eine sorgfältig kuratierte Galerie. Wir sind begeisterte Fans!

Die größte Überraschung ist natürlich die Beteiligung von LoveFrom, dem Kreativkollektiv unter der Leitung von Sir Jony Ive und Marc Newson. Zusammen haben sie alles von iPhone und Apple Watch über Ikepod-Uhren, Qantas-Lounges und Leica-Kameras bis hin zum berühmten, makellosen Apple Park gestaltet. Dieses Duo einzuladen, einen Ferrari-Innenraum neu zu interpretieren, ist in etwa so, als würde man zwei Meisterkalligrafen bitten, den Rosetta-Stein mit Aluminiumbarren und Kristall-Glas neu zu gestalten. Es überrascht nicht, dass sie auf Verzierungen verzichteten und stattdessen auf Klarheit, Ruhe und eine besondere Art emotionaler Präzision gesetzt haben.

Der Innenraum des Luce ist als ein einheitlicher, ruhig anmutender Raum konzipiert, der ganz auf das reine Fahrerlebnis ausgerichtet ist. Physische Tasten, Schalter und Drehregler sind geblieben und mit juwelenartiger Präzision gefertigt, doch sie korrespondieren nahtlos mit den digitalen Anzeigen, die parallel entwickelt wurden und nicht nachträglich hinzugefügt wurden. Hardware und Software verhalten sich hier wie alte Freunde, die sich perfekt ergänzen. Das Interieur funktioniert taktil ohne Nostalgie und ist dabei futuristisch ohne Effekthascherei.

Die Materialauswahl erzählt eine ähnlich durchdachte Geschichte. Recyceltes Aluminium aus einem Stück wird zu einer mikrostrukturierten Oberfläche mit dauerhafter Tiefe eloxiert, während präzisionsgefrästes Fusion5-Glas eine Klarheit bietet, die einem Laborinstrument würdig ist. Man könnte vermuten, dass Ive und Newson viel Zeit damit verbracht haben, einfach nur zu bewundern, wie sich das Licht auf diesen Oberflächen reflektiert. Das erscheint bei einem Auto, das nach der Beleuchtung selbst benannt ist, sicherlich völlig angemessen.

Ferrari betont, dass Luce nicht nur für Elektrifizierung steht, sondern auch für eine Philosophie: geräuschlose Energie, pure Leistung. Das Äußere wird erst im Mai präsentiert, aber schon das Innere lässt eine gewisse Radikalität erahnen. Kein Raumschiff, sondern ein Ferrari, gefiltert durch den disziplinierten Blick zweier Designer, die jahrzehntelang bei ihren Gestaltungen alles Unnötige wegließen. Nicht nur Ferraristi dürfen gespannt sein.

Watch our latest YouTube videos