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Der Range Rover wird mit dieser in Gold gehüllten Neuheit zum Grand Tourer

Range Rover präsentiert sein fünftes Familienmitglied: den GT. Ein rein elektrischer Grand Tourer auf der EMA-Plattform, der mit seinem ruhigen, reduzierten Innenraum besticht. Ein im goldenen Gaydon-Tarnkleid gehaltener Prototyp gibt einen ersten Ausblick auf das, was uns erwartet.

Wir haben ihn nicht erwartet, sind aber vom neuesten Wurf aus dem Hause Range Rover sichtlich beeindruckt. Der GT ist nicht nur das fünfte Mitglied der Modellfamilie, sondern wohl auch das am wenigsten radikal gestaltete. Radikal ist vielleicht ein starkes Wort für einen Wagen, den wir bisher nur durch einen Wirbel aus goldener Tarnfolie erahnen konnten, aber lassen Sie sich darauf ein.

Der Range Rover GT wird das erste rein elektrische Modell der Marke auf der neuen EMA-Plattform sein. Zunächst kommt er als reines E-Auto auf den Markt, bevor später in seinem Lebenszyklus eine Hybridoption hinzukommt. Gebaut wird der Wagen in Halewood, direkt neben den Verbrenner- und Hybridmodellen, mit denen er sich künftig den Platz im Showroom teilen wird. Das verrät viel darüber, wie Range Rover die Zukunft sieht: nicht als radikalen Bruch, sondern als eine Erweiterung der Möglichkeiten.

Noch spannender ist jedoch der Innenraum und an dieser Stelle wird die Sache richtig interessant. Ein einzelner, durchgehender Bildschirm ersetzt die klassische Instrumentenanzeige. Eine verborgene Lüftungsöffnung erstreckt sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts, wobei diese horizontale Linienführung mittlerweile zu einem echten Markenzeichen von Range Rover geworden ist. Umhüllt wird das Armaturenbrett von einem einzigen, gewebten Textil. Es ist haptisch ansprechend, architektonisch durchdacht und verbirgt auf clevere Weise die Lautsprecher in seinem Gewebe. Die Marke strebt hier nach absoluter Ruhe, sowohl akustisch als auch optisch, gepaart mit einer Beinfreiheit in der zweiten Reihe, die als klassenbeste angepriesen wird. Es klingt schlichtweg nach einem Ort, an dem man gerne mehrere Stunden verbringen möchte, was schließlich auch der eigentliche Sinn eines GT ist.

Martin Limpert, Managing Director von Range Rover, beschreibt den GT als den Pkw-ähnlichsten Range Rover, der jemals gebaut wurde, ohne dass er dabei seine unverkennbaren Fähigkeiten einbüßt. Ein echtes Kunststück, sollte es der Marke gelingen, die Leichtigkeit eines Elektroautos mit echter Langstreckensouveränität und der geländegängigen Kompetenz zu verbinden, die Range Rover schon immer von der Konkurrenz auf dem Kontinent abgehoben hat. Der Prototyp, der derzeit seine letzten Tests absolviert, trägt eine Folierung, die der Topografie von Gaydon selbst nachempfunden ist, eine fließende, goldene Höhenkarte, die zur Tarnung umfunktioniert wurde. Alle weiteren Details folgen im Laufe dieses Jahres. Bis dahin bleibt der Range Rover GT ein wunderschön verpacktes Fragezeichen, auf dessen Antwort wir uns bereits sehr freuen.

 

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