

Der BMW M5 der Baureihe E28 gilt als Begründer des Segments der Hochleistungslimousinen und eine Art Urmeter, war aber bei seiner Premiere auf dem Amsterdamer Automobil-Salon im Februar 1985 keineswegs das schnellste Fahrzeug auf dieser BMW-Plattform. Denn es war der schon ab April 1984 gebaute Alpina B7 Turbo 1, der noch mehr PS mobilisierte und sich so zeitweise den Titel des schnellsten viertürigen Serienwagens der Welt sicherte. Allerdings handelte es sich um extrem seltene Fahrzeuge – dieses erstmals am 26. November 1984 in Toulouse zugelassene Exemplar ist das 56. von 236 Exemplaren. Die Chance, dieses sehr gepflegte Exemplar bei der Herbstauktion von Aguttes am 30. November zu erwerben, sollten Sie sich daher nicht entgehen lassen.


Dem 3,5-Liter-Reihensechszylinder von BMW (M30) verpassten die Tüftler aus Buchloe ein neu programmiertes Motormanagement, einen modifizierten Zylinderkopf, leichtere Mahle-Kolben, eine neue Nockenwelle und einen speziellen Abgaskrümmer. Nicht zu vergessen der namensgebende Turbo vom Typ KKK K27, der dem B7 Turbo 1 zu einer Leistung von 300 PS verhalf – 14 PS mehr als im E28 BMW M5. Doch der Motor war nur der Anfang. Ein Bilstein-Fahrwerk und leistungsstärkere Girling-Scheibenbremsen stellten sicher, dass der B7 Turbo 1 seinem Anspruch auch in puncto Fahrdynamik gerecht wurde.


Abgesehen davon bietet der B7 Turbo 1 jene für Alpina-Modelle typische Optik, die wir kennen und lieben. Darunter eine markante Frontschürze, 16-Zoll-Mehrspeichenräder und goldene Alpina-Dekorstreifen. Im Innenraum erwarten den Fahrer Recaro-Stoffsitze mit ebenfalls Alpina-typischen grünen und blauen Akzenten sowie das elegante Alpina-Lenkrad und ein dazu passender Schaltknauf. Zusammen mit den technischen Verbesserungen ergibt sich so ein äußerst attraktives Gesamtpaket. Laut Werksangaben beschleunigte ein B7 Turbo 1 in nur 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und lief erst bei 260 km/h gegen die imaginäre Schallmauer. Ein schwedisches Magazin beschleunigte seinen Testwagen sogar noch schneller auf Tempo 100 – in nur 4,8 Sekunden.
Dieses Exemplar in der seltenen Farbe Hennarot wurde von seinen bislang vier französischen Besitzern gewissenhaft gewartet und hat in gut 40 Jahren gerade einmal knapp 120.000 Kilometer zurückgelegt. Was Super Saloons aus den Achtzigern angeht, gibt es nichts Besseres!





































