


Das letzte Hurra des A124
Die Mercedes-E-Klasse der W124-Generation bleibt für viele Autokenner aufgrund ihrer legendären Robustheit bis heute der letzte „echte“ Mercedes. Ihre Verarbeitungsqualität lag auf dem Niveau eines Banktresors und die meisterhafte Optik aus der Feder des legendären Bruno Sacco gilt als Paradebeispiel für zeitloses Design. Zum Produktionsauslauf wurde der W124 mit dem E320 Cabriolet „Final Edition“ (auch bekannt als A124) würdig verabschiedet. Dieses bei Thiesen Hamburg angebotene Exemplar von 1997 ist ein herausragender Vertreter dieser Gattung.
Es ist im eleganten Farbton Smaragdschwarz Metallic lackiert und steht auf attraktiven AMG-Felgen. Angetrieben wird es von einem samtweichen Reihensechszylinder mit 24 Ventilen und 220 PS, gepaart mit der begehrten und seltenen Fünfgang-Automatik – perfekt für einen Sommertrip mit offenem Verdeck an die Küste. Zu den Annehmlichkeiten gehören beheizte und elektrisch verstellbare Sitze, ein Tempomat und Zierelemente aus dunklem Wurzelholz. Mit nur zwei Vorbesitzern und erst 145.000 Kilometern auf dem Tacho präsentiert sich hier ein unkomplizierter und komfortabel zu fahrender moderner Klassiker. Noch dazu ein sehr seltener, denn insgesamt verließen nur 1390 Cabrios als Final Edition das Werk, davon 570 E 200, 654 E 220, und nur 166 E 320!



Der ultimative Ford GT
2002 verabschiedete sich Ford mit einem letzten (straßentauglichen) Sondermodell von der dritten Generation des Ford GT - der sogenannten LM Edition mit 655 PS. Doch wer dachte, damit wäre das Kapitel ein für alle Mal geschlossen, der irrte. Denn 2023 ließ Ford als Hommage an den Sieg des originalen Mk IV bei den 24 Stunden von Le Mans des Jahres 1967 den GT 40 Mk IV folgen - in Handarbeit bei Multimatic in Markham, Ontario (Kanada) in nur 67 Exemplaren aufgelegt. Einer der 67 steht nun mit einer nur einmal umgesetzten Lackierung in Canepa Sunset Gold bei Bruce Canepa in Kalifornien zum Verkauf.
Der von Ford Performance auf den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt über tausende von Runden perfektionierte Mk IV erreicht dank seines einzigartigen Langhecks neue Leistungsgipfel. Bei Tempo 240 km/h erzeugt die Karosserie bis zu 1.090 Kilogramm Abtrieb! Die Aerodynamik war jedoch nur ein Teil der Geschichte, denn NASCAR-Partner Roush Yates trug dazu bei, den 3,8-Liter-Twin-Turbo-V6 auf über 800 PS zu steigern. Weitere Highlights sind neben einem Renngetriebe eine Kohlefaser-Karosserie und das Adaptive Spool Valve-Federungssystem (ASV) von Multimatic.
Im Kaufpreis dieses unglaublichen Trackmonsters inkludiert ist eine professionelle Einführungsveranstaltung – in Anwesenheit von Dateningenieuren, Fahrzeugtechnikern und Ford-Rennfahrern sowie mit komplettem Catering. Wenn Sie also der neue König der Bestenlisten auf Ihrer lokalen Rennstrecke werden möchten, ist dieses goldene Exemplar des stärksten jemals gebauten Rennwagens des „Blue Ovals“ genau das Richtige für Sie.



Dolce Vita Americano
Die Anregung zum Bau dieses wunderschönen Lancia Aurelia Cabrios kam vom legendären US-Importeur europäischer Marken, Max Hoffman. Das zweisitzige Modell mit einem Design von Pininfarina trägt daher auch die Zusatzbezeichnung „America“. Von der technisch fortschrittlichen Aurelia Limousine übernahm der nur ein Jahr lang (1954/55) gebaute Spider den V6-Motor und das an der Hinterachse montierte Getriebe (Transaxle). Die Türen waren mit Aufsteckfenstern versehen und wurden über einen Seilzug geöffnet – purer Open-Air-Fahrgenuss war oberstes Ziel. Dieses Exemplar ist eines von nur 240 und gilt als das zweitälteste unter lediglich 68 bis heute erhaltenen Exemplaren. Zugleich als das neunte von 181 linksgelenkten Modellen.
Unter der Motorhaube verbirgt sich ein 2,5-Liter-V6 mit Matching Numbers, der dank einer umfassenden Restaurierung durch Stephen Bell aus Englewood, Colorado, in einem besseren Zustand ist als je zuvor. Dieser atemberaubende Lancia in der Werks-Spezifikation „Grigio Newmarket“ mit Vaumol-Lederausstattung erhielt beim Colorado Concours d’Elegance 2014 den Preis „Best of Show“. Er ist für zahlreiche historische Rallyes zugelassen, darunter die Mille Miglia Storica, und verkörpert mit seiner großen Panorama-Scheibe das Dolce Vita der 1950er-Jahre perfekt.



TT mit Baseball-Interieur
Die erste Generation des Audi TT feierte noch als Konzeptstudie auf der IAA von 1995 Premiere und ging nach extrem positiver Resonanz im Herbst 1998 nahezu unverändert in Produktion. Bis heute ist der von Freeman Thomas (Exterieur) und Romulus Rost (Interieur) unter Leitung von J Mays entworfene Sportwagen auf Gold IV-Bodengruppe ein Meilenstein des Audi-Designs. Trotz seines Status als Designikone ist der Ur-TT ein bemerkenswert erschwinglicher und perfekt nutzbarer moderner Klassiker. Selbst Fahrzeuge mit seltener Spezifikation – wie dieses Exemplar in British Racing Green mit „Baseball“-Lederausstattung von 2003 – sind noch relativ günstig zu haben.
Neu nach Japan ausgeliefert, wurde dieses rechtsgelenkte TT Cabriolet inzwischen nach Großbritannien importiert und wird nun bei der kommenden Ascot-Auktion von Historics Auctioneers am 20. September versteigert. Abgesehen von einem leichten Kratzer am Frontsplitter und vereinzelten kleinen Dellen befindet sich der Audi Roadster mit nur rund 30.000 Meilen auf dem Tacho in gutem Zustand. Das passende grüne Stoffverdeck und die äußerst begehrte Baseball-Lederausstattung sind in hervorragendem Zustand, während das Automatikgetriebe ihn zum ultimativen Cruiser macht – perfekt, um die letzten Sonnentage im Herbst zu genießen.



Bovensiepens Silberpfeil
Auch wenn Alpina Anfang 2026 – dem Beispiel von AMG und Mercedes folgend, wenn auch zwei Jahrzehnte später – voll in den BMW-Konzern integriert werden wird, erfreuen sich die noch unter der Ägide des Firmengründers Burkhard Bovensiepen entwickelten Alpina-Klassiker immer größerer Beliebtheit. Allen voran Alpinas Neuinterpretation der 8er-Reihe der E31-Generation, bekannt als B12 5.0. Das Fahrerlebnis wird vom grandiosen 5,0-Liter-V12 dominiert, der dank Alpinas mechanischer Exzellenz um 50 zusätzliche auf insgesamt 350 PS gesteigert wurde.
Dieses in Granitsilber-Metallic lackierte rechtsgelenkte Exemplar von 1991 hat bereits viele Autobahn-Kilometer zurückgelegt und weist nun knapp 115.000 Kilometer auf dem Tacho auf. Dabei lässt die luxuriöse Innenausstattung aus schwarzem Nappaleder eher nur die halbe Fahrleistung vermuten, weisen doch die Sportsitze kaum Falten auf. Dieses Alpina-Coupé wurde während seines gesamten Autolebens regelmäßig gewartet und profitierte erst kürzlich von einer über 11.000 Pfund teuren Überholung von Fahrwerk, Bremsen und Kraftstoffsystem. Nun ist es zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder auf dem Markt und bietet die seltene Gelegenheit, einen der größten Grand Tourer der letzten Jahrzehnte zu erleben.








































