

Ein offener Porsche wie keiner zuvor
Amerikaner nennen Menschen wie ihn „car cutter“. Und ein solcher war Richard Straman, der sich mit Firmensitz in Costa Mesa (Kalifornien) auf maßgeschneiderte Cabrio-Umbauten der weltweit begehrtesten Automobile spezialisiert hatte. Sein Unternehmen erlebte in den 1980er-Jahren seine Blütezeit und war vor allem für den Umbau von Daytona- und Testarossa-Modellen bekannt – einer seiner offenen Ferrari wurde sogar 1987 von Michael Jackson in einem Pepsi-Werbespot gefahren. Neben weiteren Fahrzeugen aus Maranello sägte Straman auch die Dächer von Chevrolet Camaros (nachdem Detroit die Produktion von Cabrios eingestellt hatte) und sogar von einem Porsche 928 ab. Der 1977 als Coupé eingeführte Viersitzer unterschied sich grundlegend von allen Modellen, die bis dahin aus Zuffenhausen gekommen waren. In dem futuristisch gestalteten Viersitzer mit Frontmotor-V8 und Transaxle-Bauweise sah der damalige Porsche-CEO Ernst Fuhrmann die Zukunft der Marke und einen 911-Nachfolger – eine für Porsche fast existenzgefährdende Fehleinschätzung, wie sich bald herausstellte.
Obwohl Cabriolet-Versionen der nachfolgenden Transaxle-Modelle 944 und 968 durchaus beliebt waren, bot Porsche vom 928 nie eine offene Variante an. Eine Lücke, in die Karosseriebauer wie Richard Straman schlüpften. Das hier vorgestellte Exemplar kommt bei der kommenden „The Quail Auction“ von Broad Arrow unter den Hammer und wurde vermutlich 1990 fertiggestellt. Das in Dunkelolivgrün lackierte Fahrzeug zeichnet sich durch ein Verdeck aus, das in geöffnetem Zustand bündig unter einer Abdeckung verschwindet. Den Straman-Handwerkern gelang es bemerkenswerterweise, dabei einen Teil des Kofferraumvolumens des Coupés zu erhalten. Die Vorderkotflügel wurden dezent so modifiziert, dass rechteckige statt der serienmäßigen runden Klappscheinwerfer hineinpassten; zudem gefällt der Wagen mit den ikonischen Leichtmetallfelgen im „Telefonwählscheiben-Design“. Im Innenraum präsentiert sich der 928 hingegen weitgehend im Serienzustand, gleichwohl geschmackvoll in Form einer Lederausstattung in „Terra Cotta“ mit dazu passenden Wilton-Wollteppichen. Dieses seltene 928-Cabrio zeugt von Stramans Schaffen auf dem Höhepunkt seiner Kreativität. Dank der harmonischen Linienführung wird dieser seltene 928 nicht nur in Südkalifornien alle Blicke auf sich ziehen, wenn der neue Besitzer mit ihm an einer Strandpromenade entlangcruist.


Schlangengift
Bob Lutz, in Zürich geborener Amerikaner, war in leitender Position für alle drei großen US-Autokonzerne („Big Three“) tätig und leitete zudem drei Jahre lang den Bereich Marketing und Vertrieb bei BMW. Ein Car Guy reinsten Wassers, und ein Marketing-Genie dazu. Während seiner Zeit bei Chrysler in den späten 1980er-Jahren initiierte Lutz die Entwicklung einer modernen Interpretation der legendären Shelby Cobra. Das Projekt wurde unter der Performance-Marke Dodge realisiert und 1989 auf der Detroit Auto Show als Konzeptfahrzeug vorgestellt. Da ein schnöder V8-Motor als nicht leistungsstark genug galt, verbaute Dodge stattdessen einen gewaltigen und gemeinsam mit Lamborghini entwickelten 7,0-Liter-V10. Vom Moment ihrer Markteinführung an war die Viper RT/10 für ihr ungefiltertes, kompromissloses und für Anfänger nicht immer unproblematisches Handling bekannt – in Kombination mit spektakulären Fahrleistungen.
Das hier angebotene Exemplar wurde 1995 an einen Kunden in Illinois ausgeliefert und hat bis heute erst weniger als 10.000 Kilometer abgespult. Dank dieser ungewöhnlich geringen Laufleistung befindet sich diese Viper sowohl optisch als auch technisch in einem nahezu neuwertigen Zustand. Sie ist in der Originalfarbe „Emerald Green“ lackiert und mit einer beigefarbenen Lederausstattung ausstaffiert. Bis 2021 blieb die Giftschlange bei ihrem Erstbesitzer, ehe sie in eine Privatsammlung ging. Zur Ausstattung gehören ein Sperrdifferenzial, eine herausnehmbare Heckscheibe sowie die originalen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Dieses authentische amerikanische Muscle-Car wird vom französischen Händler Asphalt Classics zum Verkauf angeboten, zusammen mit vollständiger Dokumentation einschließlich der originalen Bedienungsanleitung.


Der erfolgreichste Renntourenwagen der Welt
In den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren dominierte der M3 der Generation E30 nicht nur die Gruppe A, sondern auch die DTM. Über einen Zeitraum von sechs Jahren bescherte er BMW einen WM- und zwei EM-Titel, über 60 nationale Meistertitel und kumuliert acht Siege bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa. Auch bei Rallyes (mit Prodrive) und Bergrennen zählte der E30 zu den Siegern.
Dieses Exemplar mit Fahrgestellnummer 11190 wurde vor Beginn der Saison 1989 neu an das BMW Team Bigazzi ausgeliefert. In ikonischer „Monte Shell“-Lackierung wurde der Wagen von Jacques Laffite, Jean-Michel Martin, Pierluigi Martini, Gianni Morbidelli und Antonio Tamburini bei Rennen zur italienischen Serie pilotiert. Für die Saison 1990 erfolgte die Umrüstung auf DTM-Spezifikationen; dazu gehörten der Einbau eines neuen 2,5-Liter-Motors mit 340 PS Leistung und die neue Livery im BMW M Sport/Warsteiner-Design, die das Auto bis heute stolz trägt. Mit Steve Soper am Steuer trat der Wagen im Mai 1990 beim DTM-Lauf auf dem Flugplatz Mainz-Finthen an, wo der Brite am Samstag den vierten und am Sonntag den zweiten Platz belegte.
Ende 1990 verkaufte Bigazzi das Fahrzeug an einen italienischen Privatfahrer; bei ihm verblieb es bis 2010, ehe es der bislang letzte, in Großbritannien ansässige Eigentümer erwarb. In dessen Auftrag wurde der M3 von Amspeed Racing für den historischen Rennsport vorbereitet und gewartet; seither ist er ein fester Bestandteil der historischen Motorsport-Szene auf der Insel. Soper selbst traf mehrfach wieder auf sein Ex-Renngerät, wie beim Goodwood FoS der Jahre 2010 und 2011. Ein weiterer Höhepunkt war das Jahr 2023, als der M3 beim Donington Historic Festival den Gesamtsieg errang – pilotiert vom Einlieferer und vierfachen BTCC-Meister Colin Turkington.
Dies ist eine seltene Gelegenheit, einen originalen E30 M3 DTM zu erwerben, der auf eine bewegte Geschichte und erfolgreiche Renneinsätze unter Soper und Emanuele Pirro zurückblicken kann – sowohl zu seiner aktiven Zeit als auch im historischen Rennsport. Das Fahrzeug verfügt über einen noch bis Ende 2028 gültigen FIA Historic Technical Passport – und wartet nur darauf, wieder loszustürmen.


Un'Alfa grandiosa
Im Jahr 1963 brachte Alfa Romeo die Coupés der Baureihen 105 und 115 als Nachfolger der seit 1954 erhältlichen Giulietta Sprint auf den Markt. 1966 schoben die Mailänder den leistungsstärkeren Sprint GT Veloce – kurz GTV – nach. Bis 1971 wuchs der Hubraum des Motors auf 1962 cm³ an, was zur Bezeichnung 2000 GTV führte. Schon vor dem Launch des 105/115 hatte Alfa das Vorgängermodell Giulietta im Motorsport eingesetzt. Die Rennsportabteilung Autodelta setzte diese Tradition 1965 mit dem neuen GTV fort und benannte ihn in GTA um. Unabhängig von der jeweiligen Evolutionsstufe waren alle auf den Baureihen 105/115 basierenden Renntourenwagen überaus erfolgreich. 1600 GTA und 2000 GTAm gewannen in den Jahren 1966, 1967, 1969 und 1970 ihre Klasse in der Tourenwagen-EM. Bis heute sind GTA- und GTAm-Modelle bei Rennen für historische Fahrzeuge weit verbreitet und erfolgreich.
Die frühe Geschichte dieses Alfa Romeo 2000 GTV (Baujahr 1974, Fahrgestellnummer AR3025497) liegt leider im Dunkeln. Gesichert ist jedoch, dass sich das Fahrzeug bereits 1982 im Besitz von Andrew Vanjak aus Astoria, New York, befand und er es im Jahr 2000 an Robert Brady verkaufte. Von Brady gelangte der Alfa an den heutigen Eigentümer, der ihn zu einem lupenreinen Rennfahrzeug aufbauen ließ: in prächtigem Rot mit weißer Frontpartie sowie Startnummernfeldern („Gumball“) auf beiden Türen und Alfa-„Quadrifoglio“-Aufklebern auf den Kotflügeln. In den letzten zwölf Jahren erzielte dieser GTV bei Events wie der Rolex Monterey Motorsports Reunion regelmäßig Klassensiege und zahlreiche Podiumsplätze.
2022 wurde der Motor einer umfassenden Überholung unterzogen; dabei wurden keine Kosten gescheut und eine Vielzahl von Spezialteilen verbaut. Das Triebwerk leistet jetzt über 230 PS und wird von einem eng abgestuften Getriebe von Steve Schwitter sowie Hoosier-TD-Reifen für optimale Bodenhaftung unterstützt. Laut aktuellem Besitzer erreicht der GTV eine Spitze von 225 km/h und hängt regelmäßig hubraumstärkere Modelle wie Corvette und Porsche 911 ab. Auf Kaufinteressenten wartet ein rennfertiges Modell, dessen leistungsgesteigerter Motor erst zwölf Stunden gelaufen ist. Zugelassen für zahlreiche historische Rennserien – ein Garant für Siege, der dabei auch noch optisch heraussticht.


Von Goodwood nach Paris
Dieser elegante BMW 745Le wurde am 3. Juni 2022 neu in Frankreich zugelassen. Als Vertreter der Baureihe G12 (der Langversion des G11) wird er von einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner und einem E-Motor angetrieben, die eine Systemleistung von 394 PS erzeugen. So weit, so gut – doch handelt es sich hier mitnichten um einen gewöhnlichen „Siebener“, sondern um eines von nur drei Fahrzeugen aus dem privaten Fuhrpark des renommierten Hotels Peninsula Paris. Die Limousinen waren für den Transport von Würdenträgern und VIP-Gästen vorgesehen und glänzten – den hohen Ansprüchen des Hotels entsprechend – mit zahlreichen Ausstattungs-Goodies aus dem BMW-Individual-Programm. Allen voran mit der Außenlackierung im edlen „Goodwood Green“ über einer Lederausstattung im Farbton „Tartufo“ – eine Zusammenstellung, die die elegante Linienführung des G12-7ers perfekt zur Geltung bringt und den exklusiven Stil dieser LWB-Version unterstreicht.
Die Top-Ausstattung umfasste nahezu alle begehrten Optionen der Preisliste, darunter Soft-Close-Türen, ein Panorama-Glasdach, belüftete Vordersitze mit Massagefunktion, elektrisch verstellbare und belüftete Rücksitze, BMW-Laserlicht und ein Harman/Kardon-Surround-Soundsystem. Nur das TV im Fond fehlte.
Das gute Stück mit 35.100 Kilometern auf der Uhr kommt mit einer lückenlos dokumentierten Wartungshistorie; sämtliche Servicearbeiten wurden ausschließlich beim BMW-Händler Horizon Nanterre durchgeführt, zuletzt im April 2026. Wenn Sie davon träumen, sich wie ein illustrer Gast eines renommierten Fünf-Sterne-Hotels in Paris chauffieren zu lassen – oder das Fahrzeug in Ihre eigene Hotel-Flotte aufnehmen möchten –, dann könnte dieser 745Le „The Peninsula“ genau das Shuttlefahrzeug sein, nach dem Sie schon immer gesucht haben.





























