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McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung

Nach dem Festival of Speed ist vor dem Festival of Speed: McLaren enthüllt die offene Variante seines Hochleistungs-Coupés, den 625 PS starken McLaren 12C Spider.

Ein Ausschnitt eines offenen Cockpits kündigte es bereits letzten Freitag im Netz an – zum Beispiel bei Classic Driver – und in Goodwood war es eines der stark kolportierten Boxengassen-Gerüchte: McLaren probt die schnelle Öffnung und schickt eine 625 PS starke Roadster-Version in den Ring der Supersportwagen. Der rasante Brite ist ab sofort in 22 Ländern bei insgesamt 38 McLaren Stützpunkten ab umgerechnet 231.650 Euro erhältlich. Die ersten Auslieferungen sollen ab November erfolgen.

 

McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung
McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung

Die Besonderheit am neuen Spider ist erwartungsgemäß das auffallend elegant gelöste Dachkonzept, welches sich aufgrund des Faltmechanismus bis zu einer Geschwindigkeit von knapp 50 km/h betätigen lässt. Antony Sheriff, Direktor bei McLaren, beschreibt es so: „Der Spider fügt eine neue Dimension zum Konzept der Renn-DNA des MP4-12C hinzu: Fahrer eines 12C Spider können bei versenktem Dach und vollem Gas jetzt den Klang des V8-Twinturbo genießen.“ Und das ohne Filter. Der Motor des 12C ist unverändert ein 3,8-Liter-V8-Aggregat, welches mit einem 7-Gang-SSG-Doppelkupplungsgetriebe verbunden ist. Kraft im Überschwang, hohes Drehmoment und flinke Gangwechsel sind damit garantiert.

 

 

McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung
McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung

Die Fahrzeugdynamik wird weiterhin durch Servo-Bremsen, aktive Chassis-Kontrolle und der besonderen Luftbremse am Heck unterstützt. Bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt der offene McLaren mit dem Coupé gleich auf: 3,1 Sekunden lautet der rekordverdächtige Zeitwert in dieser Fahrzeugklasse. 160 km/h sind in nur 6,1 Sekunden erreicht – eine Zehntelsekunde ist das Coupé hier schneller. Und in 9,0 Sekunden geht es auf 200 km/h. Das sind Bestwerte. Den Top-Speed gibt McLaren für den Spider mit 329 km/h an. Das Coupé soll gerade einmal vier km/h schneller fahren. Makulatur – denn beide Autos laufen deutlich über 300 km/h und das ist die Königsklasse. Beim Verbrauch nehmen sich die Brüder nichts. 11,7 Liter sollen es im Schnitt auf 100 Kilometer sein. Interessant, wer im Praxisbetrieb diesen Wert jemals erreicht. Das Trödeln ist einem McLaren sicher nicht gegeben.

 

 

McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung
McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung

Bemerkenswert ist, dass der Spider ohne zusätzliche Versteifungen auskommt. Der Grund: Das Auto wurde bereits von Anfang an als offene Variante konstruiert. Carbon ist der Schlüssel für eine ultrasteife Fahrgastzelle. Nur 75 Kilogramm soll diese auf die Waage bringen. Hier werden die Formel-1-Anleihen deutlich. Lediglich das komplexere Dachsystem verursacht einen Gewichtsaufschlag: 40 Kilogramm stehen am Ende mehr im Datenblatt für den Spider. Geöffnet wird das Dach mittels eines Schalters in der Hauptkonsole des Fahrzeugs. 17 Sekunden dauert der Öffnungs- bzw. Schließvorgang. Auch bei geschlossenem Dach lässt sich übrigens die Heckscheibe versenken, was die Klangkulisse im Cockpit zur vollen Entfaltung bringen dürfte.

 

 

McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung
McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung McLaren 12C Spider: Schnell-Eröffnung

Ist das Dach geschlossen, werden im Kofferraum 52 zusätzliche Liter Stauvolumen freigegeben. Für den gesamten Laderaum hat McLaren Maßgepäck gefertigt, welches die ideale Ergänzung zum Fahrzeug darstellt. Als Launch-Farbe rollt der Spider in Volcano Red vor. 17 Außenfarben sind insgesamt verfügbar. Im Innenraum profitieren sowohl Spider als auch Coupé von einer Überarbeitung. Semi-Anilin-Leder und Alcantara in unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten wecken die Freude an der Personalisierung des Spiders. Neue Räder mit Diamantschliff runden das Gesamtbild an. Für den universellen Einsatz wird der McLaren nun auch mit einem optionalen Fahrzeugliftmodul für mehr Bodenfreiheit ausgestattet. Damit sind vorne 40 Millimeter und hinten 25 Millimeter mehr Bodenfreiheit möglich. Vermutlich jedoch nicht, um damit entsprechend dichter an der Sonne zu sitzen. Sondern vielmehr, um den McLaren auch in weniger zugänglichen Tiefgaragen einzustellen. Am Ende ist dieser profane Grund für manche Fälle immer noch ein Kaufkriterium.

 


Fotos: McLaren

McLaren-Konfigurator: www.configure.mclaren.com

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